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Zhāopíng Lǜchá

Zhāopíng lǜchá · 昭平绿茶

Zhāopíng Lǜchá (昭平绿茶, Zhāopíng lǜchá) ist ein chinesischer Grüntee mit kombinierter Verarbeitungsweise (烘炒结合型, hōngchǎo jiéhé xíng), der im Kreis Zhāopíng (昭平) im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang hergestellt wird.

Zhāopíng Lǜchá (昭平绿茶, Zhāopíng lǜchá) ist ein chinesischer Grüntee mit kombinierter Verarbeitungsweise (烘炒结合型, hōngchǎo jiéhé xíng), der im Kreis Zhāopíng (昭平) im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang hergestellt wird. Der Zhāopíng-Grüntee ist berühmt für sein Prinzip der „drei Grüntöne und vier Schönheiten“ (三绿四美, sānlǜ sìměi): smaragdgrünes Blatt, jadegrüner Aufguss, zartgrünes Teeblatt; Schönheit der Form, des Aufgusses, des Aromas und des Geschmacks. Zhāopíng gilt zu Recht als Ort des „ersten frühen Frühlingsgrüntees des chinesischen Festlands“ (中国大陆第一早春茶, Zhōngguó Dàlù Dìyī Zǎochūnchá) – die Ernte beginnt hier 30 Tage früher als in den Teeanbaugebieten von Zhejiang und Jiangsu.

1. Klassifikation und Herkunft:

  • Typ: Grüntee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert, kombinierte Verarbeitungsweise (Verknüpfung von Rösten und Heißlufttrocknung). Oxidationsgrad unter 5 %.
  • Kategorie: Chinesische regionale Grüntees; Erzeugnis mit geschützter geografischer Angabe (国家地理标志产品, Guójiā Dìlǐ Biāozhì Chǎnpǐn). Der Kreis Zhāopíng trägt die Auszeichnungen „Heimat des chinesischen Bio-Tees“ (中国有机茶之乡, Zhōngguó Yǒujī Chá zhī Xiāng), „Heimat des chinesischen Spitzentees“ (中国名茶之乡, Zhōngguó Míngchá zhī Xiāng) und „Wichtiges chinesisches Anbaugebiet für Grüntee“ (全国绿茶重点产区, Quánguó Lǜchá Zhòngdiǎn Chǎnqū; Titel verliehen 2024).
  • Herkunft: China (中国, Zhōngguó), Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang (广西壮族自治区, Guǎngxī Zhuàngzú Zìzhìqū), bezirksfreie Stadt Hèzhōu (贺州市, Hèzhōu Shì), Kreis Zhāopíng (昭平县, Zhāopíng Xiàn). Das geschützte Gebiet umfasst den gesamten Kreis – 11 Gemeinden und Großgemeinden, 118 Verwaltungsdörfer.
  • Geografische Koordinaten: Etwa 23°40′–24°24′ n. Br., 110°34′–111°19′ ö. L.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:

  • Geschichte:

Die Teetradition von Zhāopíng reicht über tausend Jahre zurück und beginnt in der Südlichen Song-Dynastie (南宋, Nán Sòng).

Song–Yuan-Zeit (宋元, Sòng-Yuán): In den Jahren Chúnxī (淳熙, Chúnxī, 1174–1189) unter Kaiser Xiào Zōng (孝宗, Xiào Zōng) der Südlichen Song wurde Tee aus Zhāopíng in die Liste der Tributtees von Guangxi (广西贡茶, Guǎngxī Gòngchá) aufgenommen, mit einer jährlichen Abgabequote von 7500 Jin (ca. 3750 kg). In der Ming- und Qing-Zeit wurde der Tee „wèiguòqīng“ (未过清, wèiguòqīng, „vor Qīngmíng geerntet“) vom Berg Xiàngqí (象棋山, Xiàngqí Shān) über Hafenstädte ins Ausland verkauft. Die Kreischronik von 1934 (《昭平县志》, Zhāopíng Xiànzhì) erwähnt, dass der lokale Tee „in Geschmack und Aroma“ den berühmten Tees aus Jiangsu, Zhejiang, Fujian und Anhui nicht nachstehe.

Technologische Erneuerung (1970er–1990er Jahre): In den 1970er Jahren passten Zhāopínger Meister die Lóngjǐng-Technologie an und schufen die lokalen Formen „Silbernadel“ (银针, yínzhēn) und „Jadenadel“ (碧玉针, bìyù zhēn), die später unter dem Namen „Yínshān Chá“ (银杉茶, Yínshān Chá – „Silbertannen-Tee“) zusammengefasst wurden. In den 1990er Jahren wurde das Programm „1777“ (人均种茶0.1亩, rén jūn zhòng chá 0.1 mǔ) gestartet, das auf Standardisierung der Technologie und Ausweitung der Plantagen abzielte.

Zeitalter der Markenbildung (21. Jahrhundert): 2007 gewann „Jiāngjūnfēng Yínshān“ (将军峰银杉, Jiāngjūnfēng Yínshān) die Goldmedaille der Welt-Grüntee-Konferenz. 2013 bestätigte die Hauptverwaltung für Qualitätskontrolle (国家质检总局, Guójiā Zhìjiǎn Zǒngjú) den Schutz der geografischen Angabe „Zhāopíng Chá“ (昭平茶). Bis 2025 erreichte die Teegartenfläche des Kreises 266 000 Mu (ca. 17 700 ha), die jährliche Trockentee-Produktion beträgt 23 200 Tonnen, der Gesamtwert der Produktion übersteigt 6,8 Mrd. Yuan, und die Marke „Zhāopíng Chá“ ist das achte Jahr in Folge in den „Top-100 der regionalen Marken Chinas“ mit einem geschätzten Wert von 42,38 Mrd. Yuan vertreten.

  • Name:

„Zhāopíng“ (昭平, Zhāopíng) ist der Name des Kreises, der bis in die Tang-Zeit zurückreicht: das Zeichen 昭 (zhāo) bedeutet „klar, hell“, 平 (píng) – „eben, friedlich“; zusammen „Gegend der klaren Ruhe“. „Lǜchá“ (绿茶, Lǜchá) – „Grüntee“. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Grüntee aus Zhāopíng auch als „Zhāopíng Lǜ“ (昭平绿, Zhāopíng Lǜ) bezeichnet.

  • Kulturelle Bedeutung:

Die Legende des Berges Xiàngqí (象棋山, Xiàngqí Shān) erzählt, dass einst Unsterbliche, über die Gipfel wandernd, hier fasziniert von der Landschaft verweilten. Sie stellten ein Schachbrett auf und begannen zu spielen, während ihr Diener aus Bergquellen „Wundertee“ zubereitete. Vor dem Aufbruch verstreuten die Unsterblichen zauberhafte Samen über die Hänge – und die Hänge bedeckten sich mit Teebäumen. Zu Ehren dieser Legende wurde der Berg Xiàngqí – „Schachberg“ – genannt. Die symbolische Erzählung spiegelt die uralte Verehrung der Einheimischen für den Bergtee wider. 2018 wurde die „Handwerkstechnik des Tees vom Berg Xiàngqí“ (象棋山茶制作技艺, Xiàngqí Shān Chá Zhìzuò Jìyì) in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes von Guangxi aufgenommen.

3. Botanik und Ausgangsmaterial:

  • Sorte / Kultivar: Hauptanpflanzung (etwa 60 %) – Fúyún 6 (福云6号, Fúyún 6 Hào), eine superfrühe, kleinblättrige Varietät Camellia sinensis var. sinensis, speziell für flache Tees vom Typ „Silbertanne“ gezüchtet. Erntebeginn Mitte Februar, was Zhāopíng den Status eines der frühesten Teeanbaugebiete des chinesischen Festlands sichert. Ebenfalls angepflanzt: Wūniúzǎo (乌牛早, Wūniúzǎo) und Lóngjǐng 43 (龙井43, Lóngjǐng 43). Für gerollte Tees (象棋云雾, Xiàngqí Yúnwù) dient eine lokale Population mittelblättriger Bäume von baumartigem Typ (乔木型中叶种, qiáomù xíng zhōngyè zhǒng), die einen dichteren, körperreicheren Aufguss ergibt.
  • Ernte: Die frühe Frühlingsernte beginnt ab Mitte Februar (Einzelknospen – Ausgangsmaterial für Spitzensorten). Die Hauptfrühlingssaison dauert bis Ende April. Die Sommer-Herbst-Ernte (Mai–Oktober) – Knospe mit zwei Blättern – fließt in Massensorten mit erhöhter Mehrfachaufguss-Stabilität.
  • Pflückstandard: Höchste Sorte – ungeöffnete Knospen oder Knospe mit einem beginnenden Blättchen. Erste Sorte – Knospe mit ein bis zwei Blättern. Zweite Sorte – Knospe mit zwei bis drei Blättern.
  • Anforderungen an das Ausgangsmaterial: Einheitlich, frisch, ohne mechanische Beschädigungen, bei trockenem Wetter gepflückt. Das Material vom Berg Xiàngqí, wo jahrhundertealte Bäume stehen, wird besonders geschätzt.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten:

  • Klima und Relief: Der Kreis Zhāopíng liegt im subtropischen Monsungürtel am Übergang von 23°–24° n. Br. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 19,9–21,2 °C, was eine frostfreie Periode von mehr als 310 Tagen ergibt. Jahresniederschlag 1650–2046 mm (eines der feuchtesten Gebiete Guangxis). Nebeltage – über 180 pro Jahr, Tagestemperaturunterschiede mehr als 10 °C, Streulichtanteil etwa 70 %. Das Relief ist bergig-hügelig: 87,6 % der Fläche sind Gebirge, und Zhāopíng wird scherzhaft „Zhāopíng bù píng“ (昭平不平, „Zhāopíng ist nicht eben“) genannt. Höhen reichen von 50 bis 1100 m; die Hauptanbauflächen liegen auf 300–967 m.
  • Böden: Gebirgs-Rotgelberden (山地红黄壤, shāndì hónghuáng rǎng), pH 5,0–6,5, Gehalt an organischer Substanz ≥ 2,5 %, selenangereichert. Die Waldbedeckung des Kreises beträgt 85,5 % (erster Platz in Guangxi), was einen natürlichen Schutz vor Schädlingen (biologische Kontrolle um 50 % wirksamer) und völlige Freiheit von Industriekontaminanten gewährleistet.
  • Anbaubesonderheiten: Die Höhenlage und die starke Bewölkung verlangsamen das Triebwachstum und steigern die Aminosäurekonzentration im Frühjahrsblatt auf ≥ 5,2 % – 15 % höher als bei Tieflandtees. Viele Betriebe sind bio-zertifiziert; der größte Hersteller ist das Unternehmen „Jiāngjūnfēng“ (将军峰茶业, Jiāngjūnfēng Cháyè), dessen Plantagen im Dorf Jiāngkǒu (江口村) bis zu 60 % der Kreisproduktion liefern.

5. Herstellungsverfahren:

Zhāopíng Lǜchá wird in einem kombinierten Verfahren hergestellt, das Rösten (炒, chǎo) und Heißlufttrocknung (烘, hōng) vereint:

  1. Pflücken (采摘, cǎizhāi): Manuelle, selektive Ernte jungen Materials.
  2. Welken auf Bambushorden (摊青, tānqīng): Die Blätter werden in 3–5 cm dicker Schicht auf Bambustabletts ausgebreitet und 4–6 Stunden bei Raumtemperatur 20–25 °C belassen, bis der Feuchtigkeitsverlust 20–25 % erreicht und das Blatt weich wird. Die Bambushorden gewährleisten eine gleichmäßige Belüftung, was die Frische des fertigen Tees spürbar erhöht.
  3. Gründämpfen / Fixierung (杀青, shāqīng): Hochtemperaturfixierung in der rotierenden Trommel bei 300 °C. Das Prinzip „hohe Temperatur – schnelles Rösten“ (高温快炒, gāowēn kuàichǎo) reduziert den grasigen Beigeschmack um 30 % im Vergleich zur traditionellen Wok-Verarbeitung.
  4. Rollen (揉捻, róuniǎn): Wechsel von leichtem, starkem und leichtem Druck (轻-重-轻, qīng-zhòng-qīng) zur Formgebung und Freisetzung des Zellsafts.
  5. Formen (做形, zuòxíng): Je nach Zielprodukt: flaches Pressen für „Silbertanne“ (银杉, yínshān), spiraliges Rollen für „Tee vom Guìjiāng-Fluss“ (桂江绿茶, Guìjiāng Lǜchá), Formen als „Spatzenzünglein“ für Máojiān (毛尖, máojiān).
  6. Erste Trocknung (毛火烘干, máohuǒ hōnggān): Heißluft bei 120 °C.
  7. Fertigstellungstrocknung (足干, zúgān): Temperaturabsenkung auf 80 °C; Endfeuchte nicht über 6,5 %.
  8. Sortierung (分级, fēnjí): Gemäß Standard T/CNGMA018—2025.

6. Sensorische Eigenschaften:

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Hängt von der Verarbeitungsform ab: „Silbertanne“ – gerade, leicht flache Triebe mit weißem Flaum, der unter der grünen Oberfläche verborgen ist (白毫隐绿, báiháo yǐnlǜ); „Xiàngqí Yúnwù“ – dichte, feingerollte, leicht gebogene „Spiralen“ von smaragdgrüner Farbe mit öligem Glanz; Máojiān – winzige „Spatzenzünglein“ (雀舌形, quèshé xíng) mit goldgrünem Schimmer.
  • Aroma des trockenen Blattes: Vielschichtig: Maronigrundton (栗香, lìxiāng) – Hauptnote beim Tee der ersten Sorte; klares, hohes Aroma (清香, qīngxiāng) – bei Spitzensorten der „Silbertanne“; honigblumig (蜜糖花香, mìtáng huāxiāng) – Markenzeichen von „Xiàngqí Yúnwù“; unter besonders günstigen Terroirbedingungen tritt eine Orchideennote hervor (兰花香, lánhuā xiāng).
  • Aroma des Aufgusses: Strahlend, hoch und anhaltend, mit einer Dominanz von Marone oder süßen Bohnen, ergänzt durch einen blumigen Nachklang.
  • Geschmack: Frisch, lebendig (鲜爽, xiānshuǎng) – ein Merkmal frühen Frühlingsmaterials mit hohem Aminosäuregehalt. Der Körper des Aufgusses ist mäßig dicht und ölig (甘醇, gānchún), mit deutlichem süßem Nachhall (回甘, huígān). Die polyphenolische Basis (≥ 28,3 %) sorgt für ausreichend Struktur und Standfestigkeit bei mehrfachem Aufguss: der Tee entfaltet sich allmählich ohne abrupten Geschmacksabfall.
  • Farbe des Aufgusses: Zartgrün, leuchtend und klar (嫩绿明亮, nènlǜ míngliàng) bei Spitzensorten; gelbgrün bei Massensorten.
  • Teeblatt (das ausgegossene Blatt): Zartgrüne, gleichmäßige, glänzende, fleischige Blätter, die sich zu „Bouquets“ zusammenfügen (肥壮成朵, féizhuàng chéngduǒ) – ein Zeichen hoher Pflückqualität.

7. Chemische Zusammensetzung:

  • Polyphenole (Catechine): ≥ 28,3 % – deutlich über dem Durchschnitt für Grüntees, bedingt durch die subtropische Sonne und die große Blattspreite der lokalen Kultivare. Hauptfraktionen sind EGCG, ECG und EGC, die eine hohe antioxidative Aktivität gewährleisten.
  • Aminosäuren: ≥ 5,2 % im frühen Frühlingsmaterial, mit L-Theanin als dominierender Fraktion. Das Polyphenol-Aminosäure-Verhältnis zeugt von einer guten Balance zwischen Frische und Struktur.
  • Alkaloide: Koffein – 3,8 %, was in Kombination mit den Polyphenolen eine verlängerte tonisierende Wirkung ergibt, die als 1,2-mal länger anhaltend im Vergleich zu Grüntees aus Zhejiang und Jiangsu bewertet wird.
  • Wässriger Extrakt: ≥ 45 % – hohe Extrahierbarkeit, die auf Sättigung und „Körper“ des Aufgusses hinweist.
  • Vitamine: C (besonders im frühen Frühlingsmaterial), B-Gruppe, K.
  • Mineralstoffe: Kalium, Mangan, Fluor, Selen (Anreicherung durch den Bodenhintergrund).
  • Ätherische Öle: Verantwortlich für die Vielfalt des Aromaprofils: maronige, blumige und honigartige Noten entstehen in den Phasen der Fixierung und Trocknung.

8. Gesundheitliche Wirkungen:

  • Antioxidativer Schutz: Der hohe Gehalt an Catechinen (≥ 28,3 %) und Selen sorgt für eine ausgeprägte antioxidative Wirkung, die um 20 % höher eingeschätzt wird als bei Tiefland-Grüntees.
  • Anregung und Müdigkeitsbekämpfung: Die Kombination aus Koffein (3,8 %) und Polyphenolen liefert anhaltende Wachheit ohne den typischen „Koffein-Crash“.
  • Stoffwechselunterstützung: Catechine verlangsamen die Glukoseabsorption und helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren; der wässrige Extrakt (≥ 45 %) gewährleistet eine hohe Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe.
  • Stärkung des Zahnschmelzes: Der Fluoridgehalt liegt 30 % über dem Durchschnitt für Grüntees, was die Säureresistenz des Schmelzes erhöht.
  • Verdauung: Polyphenole und Aminosäuren regen die sekretorische Funktion an; der Tee wird eine Stunde nach dem Essen empfohlen.
  • Herz-Kreislauf-System: Regelmäßiger Genuss kann zur Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und zum Erhalt der Gefäßelastizität beitragen.
  • Kognitive Funktionen: L-Theanin verbessert Konzentration und emotionale Ausgeglichenheit, ohne Schläfrigkeit zu verursachen.

9. Zubereitung:

  • Wassertemperatur: 80–85 °C für Tee der ersten und zweiten Sorte; 75 °C für Spitzensorte (防烫伤嫩芽, zur Vermeidung eines „Verbrennens“ der zarten Knospen).
  • Teemenge: 3 g auf 150 ml (europäische Methode, Verhältnis 1:50); 5–6 g auf 100–120 ml (Gongfu-Methode).
  • Gefäß: Glasbecher oder -kelch – zur Beobachtung des „Teetanzes“ (茶舞, chá wǔ); weiße Porzellan-Gàiwǎn (盖碗, gàiwǎn) – zur Aromakonzentration.
  • Vorgang:
    1. Gefäß mit kochendem Wasser erwärmen, Wasser abgießen.
    2. Tee einfüllen.
    3. Die Methode des „oberen Aufgusses“ (上投法, shàngtóufǎ) anwenden – zuerst Wasser, dann Tee. Ein Spülen ist nicht erforderlich.
    4. Erster Aufguss – 30 Sekunden (Becher) oder 10–15 Sekunden (Gàiwǎn).
    5. Jeder folgende Aufguss – Verlängerung um 10 Sekunden.
    6. Verträgt 3–4 Aufgüsse im Becher; bis zu 5–6 Aufgüsse in der Gàiwǎn.

10. Lagerung:

  • Luftdichte, lichtundurchlässige Verpackung (folienkaschierter Vakuumbeutel, Blechdose).
  • Optimale Temperatur 0–5 °C (Kühlschrank). Vor dem Öffnen die Packung auf Raumtemperatur angleichen lassen.
  • Nach dem Öffnen innerhalb von 3 Monaten verbrauchen, um Oxidation der Polyphenole und Aromaverlust zu vermeiden.
  • Feinde des Tees: Feuchtigkeit, Licht, hohe Temperaturen, Fremdgerüche.

11. Preis und Fälschungsschutz:

  • Preiskategorie: Höchste Sorte (特级, tèjí) – ganze Knospen oder Knospe mit einem Blatt, flache, glänzende Oberfläche, Aroma junger Erbsen – über 600 Yuan pro Jin (500 g). Erste Sorte (一级, yījí) – Knospe mit ein bis zwei Blättern, Maronenaroma, 200–400 Yuan pro Jin. Zweite Sorte (二级, èrjí) – Massentee für den alltäglichen Gebrauch.
  • Preisfaktoren: Erntezeitpunkt (früher Frühling – teurer), Anbauhöhe, Handarbeit, Vorhandensein einer Bio-Zertifizierung.
  • So vermeiden Sie Fälschungen:
    • Kaufen Sie Tee mit der Kennzeichnung der geografischen Angabe „Zhāopíng Chá“ (昭平茶) oder der öffentlichen Marke „Zhāopíng Lǜ“ (昭平绿).
    • Beurteilen Sie das Äußere: Spitzensorte – flache oder gerade Triebe mit kaum sichtbarem Flaum, einheitlich smaragdgrün ohne dunkle oder gelbe Einschlüsse.
    • Das Aroma muss rein sein – maronig, blumig oder bohnenartig – ohne Muff oder Moder.
    • Der Aufguss – klar, leuchtend, zartgrün; Trübung deutet auf Verarbeitungs- oder Lagerungsfehler hin.
    • Verdächtig niedriger Preis ist ein Signal für den Austausch durch Material aus anderen Regionen.

12. Interessante Fakten:

  • Zhāopíng ist eines der ersten Teeanbaugebiete des chinesischen Festlands, das mit der Frühlingsernte beginnt: dank des subtropischen Klimas und des superfrühen Kultivars Fúyún 6 startet die Ernte bereits Mitte Februar, einen ganzen Monat vor den berühmten Teeprovinzen Zhejiang und Jiangsu.
  • Zum Symbol der örtlichen Teekultur ist der Berg Xiàngqí (象棋山) geworden, an dessen Hängen wilde hundertjährige Teebäume erhalten sind. Ein altes Zhāopínger Sprichwort lautet: „Tee vom Xiàngqí, mit kochendem Wasser aufgebrüht, verdirbt sechs–sieben Tage nicht“ – eine Übertreibung, die die außergewöhnliche Haltbarkeit des Aufgusses unterstreicht.
  • 1988 wurde der Tee „Lǜchá Nr. 2“ (绿茶2号), hergestellt von der Zhāopínger Teefabrik, zu einem der „sechs berühmten Tees von Guangxi“ (广西六大名茶) ernannt, erhielt die Goldmedaille des „Lù Yǔ-Pokals“ (陆羽杯) und fand Eingang in den „Teekanon Chinas“ (《中国茶经》, Zhōngguó Chájīng).
  • Auf dem Berg Téngbǎo (藤宝山, Téngbǎo Shān) wächst der einzigartige „Lianentee“ (藤宝茶, Téngbǎo Chá) – dünne Blätter, die Bambusnadeln ähneln und von den Einheimischen „Unsterblichen-Tee“ (仙人茶, Xiānrén Chá) genannt werden.
  • Der Markenwert von „Zhāopíng Chá“ überstieg nach der Schätzung von 2025 42 Mrd. Yuan, und der Kreis wurde laut Hurun Report in die „Top-100 der Teekreise Chinas“ aufgenommen.

13. Varianten des Zhāopíng-Grüntees:

  • Zhāopíng Yínshān Chá (昭平银杉茶, Zhāopíng Yínshān Chá): „Silbertanne aus Zhāopíng“ – gerade, leicht flache Triebe mit weißem Flaum, der unter der smaragdgrünen Oberfläche verborgen ist. Der Aufguss ist zartgrün und leuchtend, das Aroma rein, hoch, mit einer Note junger Erbsen. Es besitzt eine eigene geografische Angabe des Landwirtschaftsministeriums (农业部地理标志产品).
  • Xiàngqí Yúnwù (象棋云雾, Xiàngqí Yúnwù): „Wolkendunst vom Berg Xiàngqí“ – dicht gerollte, feine „Spiralen“ von smaragdgrüner Farbe mit öligem Glanz. Es zeichnet sich durch ein einzigartiges, opulentes Honig-Blumen-Aroma (蜜糖花香馥郁, mìtáng huāxiāng fùyù) aus. Anerkannt als „Besonderer berühmter Tee von Guangxi“ (广西特种名茶). Das Material wird auf etwa 700 m Höhe im Bereich alter Bäume gesammelt.
  • Zhāopíng Máojiān (昭平毛尖, Zhāopíng Máojiān): Winzige „Spatzenzünglein“, gelbgrüner klarer Aufguss, Maronenaroma mit blumigem Unterton. Goldener Preisträger des Wettbewerbs „Zhōngchá Bēi“ (中茶杯).
  • Guìjiāng Lǜchá (桂江绿茶, Guìjiāng Lǜchá): „Grüntee vom Guìjiāng-Fluss“ – gerollte Form, ausgeprägtes Maronenaroma, für Massenproduktion geeignet. Standfest bei mehrfachem Aufguss.

Nach Erntesaison werden unterschieden:

  • Früher Frühlingsgrüntee (早春茶, zǎochūnchá): Ernte ab Mitte Februar, Einzelknospen, maximale Frische – Ausgangsmaterial für Spitzensorten.
  • Sommer-Herbst-Tee (夏秋茶, xiàqiūchá): Mai–Oktober, Knospe mit zwei Blättern, kräftiger und widerstandsfähiger – Grundlage für Massensorten.

Zum Schluss:

Zhāopíng Lǜchá ist ein seltenes Beispiel eines Grüntees aus Guangxi, der mit den berühmten Namen aus Zhejiang und Anhui wetteifern kann. „Drei Grüntöne und vier Schönheiten“ sind nicht nur ein Marketingslogan, sondern eine objektive Beschreibung eines Tees, der an den nebelverhangenen Hängen der südchinesischen Berge entsteht, wo subtropische Sonne und reichliche Regenfälle das Blatt gleichermaßen mit Aminosäuren und Polyphenolen sättigen. Ein Becher Zhāopíng Yínshān, am frühen Morgen aufgebrüht, schenkt das Gefühl des ersten Frühlingstages – Frische, Reinheit und eine weiche, schwerelose Süße, die immer wieder zurückkehrt. Dieser Tee wird besonders diejenigen ansprechen, die nicht einfach einen Grüntee suchen, sondern einen Schluck des subtropischen Frühlings, der dem Kalender einen ganzen Monat vorauseilt.