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Yǔnkēng Lǜchá
Yǔnkēng lǜchá · 陨坑绿茶
Yǔnkēng Lǜchá ist der einzige grüne Tee weltweit, der in einem Meteoritenkrater angebaut wird. Die Plantagen befinden sich im Inneren und rund um den Baisha-Krater auf der Insel Hainan – dem einzigen wissenschaftlich bestätigten Meteoritenkrater Chinas, der vor etwa 700.000 Jahren entstand.
Yǔnkēng Lǜchá ist der einzige grüne Tee weltweit, der in einem Meteoritenkrater angebaut wird. Die Plantagen befinden sich im Inneren und rund um den Baisha-Krater auf der Insel Hainan – dem einzigen wissenschaftlich bestätigten Meteoritenkrater Chinas, der vor etwa 700.000 Jahren entstand. Die Böden, angereichert mit 48 kosmischen Mineralien, verleihen dem Tee eine einzigartige „mineralische Tiefe“ (矿韵, kuàng yùn) und eine Extraktausbeute, die die nationalen Standards deutlich übertrifft. Unter dem Handelsnamen „Báishā Lǜchá“ (白沙绿茶, Báishā Lǜchá) bekannter, erhielt dieser Tee 2004 den Status eines Produkts mit geschützter geografischer Angabe und durchlief eine vierfache Bio-Zertifizierung (China, EU, USA, Japan).
1. Klassifizierung und Herkunft:
- Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Nicht fermentiert; Oxidationsgrad minimal. Die Besonderheit liegt in der Dämpffixierung (蒸青, zhēngqīng) anstelle der traditionellen Röstung, was dem Tee ein „grüneres“, krautig-frisches Profil verleiht.
- Kategorie: Regionale grüne Tees Chinas. Produkt mit geschützter geografischer Angabe (国家地理标志保护产品, guójiā dìlǐ biāozhì bǎohù chǎnpǐn, 2004). Der einzige grüne Tee der Provinz Hainan, der mit einer besonderen Goldmedaille beim Wettbewerb „Zhōnglǜ Bēi“ (中绿杯, 2020) ausgezeichnet wurde.
- Ursprung: China, Provinz Hainan (海南省, Hǎinán Shěng), Autonomer Kreis Baisha der Li-Nationalität (白沙黎族自治县, Báishā Lízú Zìzhìxiàn), Gelände der Staatlichen Baisha-Farm (国营白沙农场, Guóyíng Báishā Nóngchǎng).
- Geografische Koordinaten: Etwa 19°13′ N, 109°27′ O (Zentrum des Kraters – die Großgemeinde Yáchā, 牙叉镇, Yáchā Zhèn, 9 km südöstlich).
- Alternative Bezeichnungen: Báishā Lǜchá (白沙绿茶, Báishā Lǜchá) – wichtigster Handelsname; „Meteoritenkrater-Tee“ – volkstümliche Bezeichnung.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
- Geschichte:
Die Teetradition der Region reicht bis in die tiefste Antike zurück. Die Vorfahren der Li (黎族, Lízú) sammelten jahrtausendelang wildwachsenden großblättrigen Tee in den Wǔzhǐ-Bergen (五指山, Wǔzhǐ Shān) und nutzten ihn zur Durstlöschung und zu Heilzwecken. Frühe Erwähnungen des Tees in der Region finden sich im „Qióngtái Zhì“ (《琼台志》, Qióngtái Zhì) – der Chronik Hainans aus der Ming-Dynastie (正德六年, 1511).
Die moderne Geschichte beginnt 1958 mit der Gründung der Staatlichen Baisha-Farm (白沙农场). In den 1960er-Jahren wurde hier die Staatliche Teefabrik Baisha (国营白沙茶厂) errichtet, die den Grundstein für die industrielle Teeproduktion legte. Hauptanbausorte wurde die Hainan-Großblattsorte (海南大叶种, Hǎinán Dàyèzhǒng). 1990 wurde der Tee als „Grünes Produkt“ (绿色食品) ausgezeichnet und diente als offizielles Getränk der Asienspiele in Peking.
In den 1990er-Jahren geriet die Branche jedoch in die Krise: Veraltete Plantagen, mangelnde Investitionen und Qualitätsverlust führten zum Niedergang. Die Wiederbelebung begann im Jahr 2000 mit der Einführung des Modells „Unternehmen + Teebauer“ (公司+茶农), das Standardisierung und Kooperation sicherstellte. 2004 erhielt der Tee den Status einer geschützten geografischen Angabe. 2010 wurden über 3 Millionen Yuan in eine moderne Reinproduktionslinie mit Dämpffixierung investiert, die die veraltete Trommelröstung vollständig ersetzte. 2011 wurde Báishā Lǜchá zum offiziellen Getränk des Bo’ao-Asienforums. 2020 errang der Tee eine besondere Goldmedaille beim Wettbewerb „Zhōnglǜ Bēi“ – das erste und bislang einzige Ergebnis dieser Art für Hainan. Bis 2024 überstieg die Teeplantagenfläche 1900 mu (ca. 127 ha), die Jahresproduktion an Bio-Tee lag bei 25 Tonnen.
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Name:
- Yǔnkēng (陨坑, Yǔnkēng) – „Meteoritenkrater“: direkter Verweis auf die einzigartige geologische Herkunft des Terroirs.
- Lǜchá (绿茶, Lǜchá) – „grüner Tee“.
- Der Handelsname Báishā (白沙, Báishā) – wörtlich „weißer Sand“ – ist der Name des Kreises und der Farm.
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Kulturelle Bedeutung: Yǔnkēng Lǜchá ist das Symbol der Insel Hainan in der chinesischen Teekultur. Es ist die führende Teemarke der Provinz, eng verbunden mit der Kultur des Li-Volkes und der einmaligen geologischen Geschichte der Region. Der Tee wird als „Erster Vorfrühlingstee des Reiches“ (华夏第一早春茶, Huáxià dì yī zǎo chūn chá) bezeichnet, denn das tropische Klima erlaubt die Ernte bereits Ende Dezember – ein bis drei Monate früher als auf dem Festland.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:
- Sorte/Kultivar: Hauptsorten – Hǎinán Dàyèzhǒng (海南大叶种, Hǎinán Dàyèzhǒng, Camellia sinensis var. assamica) und Yúnnán Dàyèzhǒng (云南大叶种, Yúnnán Dàyèzhǒng). Ergänzend: Fúdǐng Dàbái Chá (福鼎大白茶, Fúdǐng Dàbái Chá), Qílán (奇兰, Qílán), Fúyún 6 hào (福云6号). Die großblättrigen Sorten zeichnen sich durch einen hohen Polyphenolgehalt (≥28,7 %) und einen moderaten Aminosäuregehalt (≥3,2 %) aus, was einen intensiven, konzentrierten Geschmack garantiert.
- Ernte: Ganzjährig dank des tropischen Klimas, jedoch am wertvollsten ist die Frühjahrsernte (Januar – April). Vor-Qingming-Tee (清明前, bis Anfang April) ist von höchster Qualität.
- Pflückstandard: Sondergrad – eine Knospe mit sich gerade entfaltendem Blatt (一芽一叶初展); erster Grad – eine Knospe mit einem entfalteten Blatt; zweiter Grad – eine Knospe mit zwei Blättern.
- Rohstoffanforderungen: Strenge Sortierung nach Frische und Homogenität; Einhaltung des Standards der „fünf Kontrollindikatoren“ (五标管控, wǔ biāo guǎn kòng): Plantagenmanagement, Pflückstandard, Sortierung nach Frische und Homogenität, Verarbeitungskontrolle, Verpackungsstandard.
4. Terroir und Besonderheiten des Anbaus:
Das Terroir des Yǔnkēng Lǜchá ist im weltweiten Teeanbau einmalig – es ist der einzige Tee, der in einer geologischen Struktur kosmischen Ursprungs wächst.
- Geologie: Der Baisha-Krater (白沙陨石坑, Báishā Yǔnshí Kēng) entstand vor rund 700.000 Jahren durch einen Asteroideneinschlag. Der Kraterdurchmesser beträgt 3,5–3,7 km. Es ist der einzige wissenschaftlich bestätigte Meteoritenkrater Chinas und einer der wenigen weltweit, in denen Fragmente von Impaktbrekzien gefunden wurden. Die Böden enthalten 48 Mineralien kosmischen und irdischen Ursprungs, darunter erhöhte Selengehalte (dreimal höher als in gewöhnlichen Böden). Der Gehalt an organischer Substanz beträgt mindestens 15 g/kg, die Humusschicht ist 40–60 cm dick.
- Wuchshöhe: Die Teegärten liegen an den Innenhängen des Kraters und auf angrenzenden Hügeln; die exakte Höhe variiert, jedoch zählen die Plantagen zur hochgebirgigen Nebelzone.
- Klima: Tropisch-monsunal. Mittlere Jahrestemperatur 23,4 °C (durchschnittliche Monatstemperaturschwankung 16,4–26,9 °C). Täglicher Temperaturunterschied über 7 °C. Jährliche Niederschlagsmenge ca. 2200 mm (Hauptregensaison: Mai – Oktober). Über 260 Nebel- und Wolkentage im Jahr; Anteil an diffusem Licht über 75 %.
- Böden: Einmalige Mischung aus Impaktbrekzien und tropischen Lateritböden, angereichert mit meteoritischen Mineralien. Der hohe Gehalt an organischer Substanz und Spurenelementen verleiht dem Teeblatt eine außergewöhnliche Extrahierbarkeit.
- Ökologie: Die Waldbedeckung des Kreises Baisha beträgt 86 %. Die Plantagen sind von 5000 mu (ca. 333 ha) tropischem Regenwald umgeben, der einen natürlichen Schutzgürtel bildet. Die Konzentration negativer Luftionen liegt bei 8000 Einheiten/cm³. Die Wasserquellen entsprechen der Kategorie I des nationalen Standards. Chemische Pestizide sind verboten; ein Teil der Plantagen erhielt die vierfache Bio-Zertifizierung (China, EU, USA, Japan).
5. Herstellungstechnologie:
Die Technologie des Yǔnkēng Lǜchá gehört zum Typ „zhēngqīng“ (蒸青 – Dämpffixierung), was ihn mit der japanischen Teetradition verbindet und eine Seltenheit unter den chinesischen Grüntees darstellt. Der Umstieg auf die Dämpftechnologie im Jahr 2010 war ein Schlüsselmoment in der Qualitätsentwicklung.
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Ausbreiten der frischen Blätter (摊放 — tān fàng): Das Erntegut wird dünn ausgebreitet und für 2–4 Stunden ruhen gelassen, um einen Teil der Feuchtigkeit abzugeben und das Aromaprofil vorzubereiten.
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Dämpffixierung / „Grüntötung“ mit Dampf (蒸汽杀青 — zhēngqì shā qīng): Das Kernstück der Technologie. Die Blätter werden mit überhitztem Dampf bei 120–140 °C behandelt. Im Gegensatz zum Rösten im Wok oder Trommel garantiert der Dampf eine augenblickliche und gleichmäßige Enzymdeaktivierung ohne Feuerkontakt, wodurch rauchige oder brandige Noten vollständig ausgeschlossen werden. Die Technologie trägt die Bezeichnung „Dampf-Versiegelung der Frische“ (蒸汽锁鲜, zhēngqì suǒ xiān).
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Rollen (揉捻 — róuniǎn): Leichtes Pressen und Formen des Blattes zu straffen Streifen. Der Druck ist moderat, um die Zellstruktur zu bewahren und eine kontrollierte Extraktion beim Aufguss zu gewährleisten.
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Stufentrocknung (梯度干燥 — tīdù gānzào): Ein dreistufiger Prozess mit schrittweisem Temperaturabfall: 80 °C → 50 °C → 40 °C. Dieses Verfahren fixiert Aroma und Farbe behutsam, ohne die zarten Aromastoffe zu beschädigen.
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Technologische Besonderheiten: Der gesamte Zyklus vom Garten bis zur Tasse ist nach dem System der „fünf Kontrollen“ standardisiert. Vakuumverpackung und Lagerung in temperaturgeführten Lagern verlängern die Haltbarkeit um mindestens 8 Monate gegenüber traditioneller Technik.
6. Organoleptische Eigenschaften:
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Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Straff gerollte, leicht gebogene Streifen (条索紧结, tiáosuǒ jǐnjié). Farbe – sattes Grün mit öligem Glanz, gut sichtbarer weißer Flaum (显毫, xiǎn háo). Das Blatt ist gleichmäßig und kompakt.
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Aroma des trockenen Blattes: Rein, hoch, mit deutlichen Noten gerösteter Kastanie (栗香, lì xiāng) bei den Frühjahrssorten. Die Spitzenklasse zeigt ein feines Aroma von Zongzi-Blättern (粽叶香, zòng yè xiāng – der Duft des Bambus-Zongzi-Blattes). Die leere Tasse bewahrt den Duft über 8 Minuten.
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Aroma des Aufgusses: Das Hauptthema ist reine Frische (清香, qīng xiāng) mit kastanienartigem Unterton. Ein charakteristischer mineralischer Schimmer, den Kenner als „Kratertiefe“ (矿韵, kuàng yùn) beschreiben – das Ergebnis der hohen Mineralisierung der Böden.
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Geschmack: Zugleich kräftig und weich (浓醇, nóng chún). Helle Frische (鲜爽, xiān shuǎng) dank des ausgewogenen Verhältnisses von Aminosäuren und Polyphenolen. Ausgeprägte Rücksüße (回甘, huí gān). Die Adstringenz ist minimal (涩感微弱). Der Körper ist mittel bis voll, mit einem Gefühl „mineralischer Dichte“, das für die meisten Grüntees untypisch ist.
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Farbe des Aufgusses: Gelbgrün, klar und leuchtend (黄绿明亮, huáng lǜ míng liàng). Mit jedem Aufguss verschiebt sich die Nuance zu einem helleren Grün.
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Teegrund (nasses Blatt): Zart, einheitlich, die Blätter öffnen sich wie Knospen (嫩匀成朵, nèn yún chéng duǒ). Farbe – leuchtendes, lebendiges Grün; Textur – weich und saftig.
7. Chemische Zusammensetzung:
- Polyphenole (茶多酚, chá duōfēn): Gehalt – mindestens 28,7 % (bei großblättrigen Sorten). Der hohe Katechingehalt sorgt für ein starkes antioxidatives Potenzial.
- Aminosäuren (氨基酸, ānjīsuān): Mindestens 3,2 %. L-Theanin trägt wesentlich zur Umami-Frische und zur milden tonisierenden Wirkung bei.
- Wasserextrakt (水浸出物, shuǐ jìnchūwù): 43,2 % – übertrifft deutlich den nationalen Standard für Grüntees (34 %). Das erklärt die für einen grünen Tee ungewöhnliche „Dichte“ und die hohe Beständigkeit bei mehreren Aufgüssen.
- Wasserlösliche Asche (水溶性灰分, shuǐ róngxìng huīfēn): 71,4 % – mehr als das Anderthalbfache des Normwerts (45 %), was die hohe Mineralisierung des Blattes aus den Meteoritenböden widerspiegelt.
- Flavonoide (黄酮类, huángtóng lèi): Der Gehalt ist 3,2-mal höher als im Durchschnitt der Grüntees.
- Alkaloide: Koffein – typischer Gehalt für tropische Großblattsorten (schätzungsweise 30–40 mg/g). Theobromin und Theophyllin in Spuren.
- Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin E. Die Dämpffixierung bewahrt Vitamin C besser als das Rösten.
- Mineralien: Selen (Gehalt dreimal höher als in gewöhnlichen Böden), Zink, Mangan, Eisen, Phosphor und andere – insgesamt mehr als 50 Mineralbestandteile.
- Ätherische Öle und Aromastoffe: Die Dämpftechnik erhält einen größeren Anteil flüchtiger „grüner“ Aldehyde (Hexanal, cis-3-Hexenol) als das Rösten, was ein krautig-frischeres Profil ergibt.
8. Wohltuende Eigenschaften:
- Antioxidative Wirkung: Der hohe Polyphenolgehalt sorgt für eine wirksame Neutralisation freier Radikale. Laut Herstellerangaben übertrifft die antioxidative Effizienz dieses Tees den Durchschnittswert grüner Tees um 37 %.
- Unterstützung des Nervensystems: L-Theanin verstärkt die Alphawellen-Aktivität des Gehirns und fördert ein Gefühl ruhiger Konzentration. In der Li-Tradition wurde der Tee verwendet, um „Hitze zu klären und Feuer zu senken“ (清热降火, qīng rè jiàng huǒ) – also Unruhe und Frühjahrsmüdigkeit zu lindern.
- Stärkung des Immunsystems: Der erhöhte Flavonoidgehalt stimuliert die Aktivität der Immunzellen.
- Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Catechine helfen, das Blutfettprofil zu normalisieren.
- Leberprotektive Wirkung: In der traditionellen Medizin der Li fand der Tee Anwendung zur Unterstützung der Leberfunktion.
- Mineralstoffversorgung: Der hohe Gehalt an Selen, Zink und anderen Spurenelementen gleicht alimentäre Defizite aus.
- Förderung der Verdauung: Ein moderater Tanningehalt regt die Verdauungssekretion an, ohne stark zu reizen.
- Hautzustand: Antioxidantien und Vitamin C tragen zum Schutz der Haut vor Lichtalterung bei.
9. Zubereitung:
- Wassertemperatur: 80 °C (das kochende Wasser etwa 90 Sekunden abkühlen lassen). Für den Sondergrad 75 °C. Es ist unbedingt zu vermeiden, sprudelnd kochendes Wasser zu verwenden: Hohe Temperaturen zerstören L-Theanin und verstärken die Bitterkeit.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml (Verhältnis 1:50).
- Gefäß: Ein Glasbecher (透明玻璃杯, tòumíng bōli bēi) – erlaubt es, den „Tanz der Blätter“ zu beobachten; ein weißes Porzellan-Gaiwan (白瓷盖碗, bái cí gàiwǎn) – bündelt das Aroma besser.
- Ablauf:
- Gefäß erwärmen: Glas oder Gaiwan mit heißem Wasser ausspülen.
- Teebefüllung und Aufguss: Methode des mittleren Aufgießens (中投法, zhōng tóu fǎ): 1/3 Wasser einfüllen, den Tee hinzugeben, leicht schwenken, um das Blatt zu befeuchten, nach 30 Sekunden das Wasser bis auf 7/10 des Volumens auffüllen.
- Erster Aufguss: 2–3 Minuten.
- Weitere Aufgüsse: Ein hochwertiger Yǔnkēng Lǜchá verträgt 3–4 vollwertige Aufgüsse, was für grünen Tee ungewöhnlich viel ist und auf den hohen Gehalt an Wasserextrakt zurückgeht.
- Wasser: Weich, neutral oder schwach sauer. Alkalisches Wasser beeinträchtigt Farbe und Klarheit des Aufgusses. Ideal ist weiches Quellwasser.
10. Lagerung:
- Bedingungen: Luftdicht verpackt, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. Optimal ist der Kühlschrank bei 0–5 °C. Vakuumverpackung verlängert die Haltbarkeit auf 18 Monate; in normaler luftdichter Verpackung – 12 Monate.
- Potenzial: Tee der Frische. Am ausdrucksstärksten in den ersten 6 Monaten nach der Herstellung. Nicht zur Reifung bestimmt.
- Empfehlungen: Geöffnete Verpackung im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Monats aufbrauchen. Die Nachbarschaft mit stark riechenden Lebensmitteln vermeiden. Eine Portion für den Aufguss 10–15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Blatt Raumtemperatur annehmen kann.
11. Preis und Fälschungen:
- Preisklasse: Sondergrad – ab 800 Yuan pro Jin (500 g); erster Grad – 300–500 Yuan; zweiter Grad – deutlich günstiger, wird für den Massenmarkt und Beuteltee verwendet. Biologisch zertifizierter Tee (mit vierfacher Zertifizierung) ist teurer als der Standard.
- Preisfaktoren: Rohwaren-Grad, Erntezeitraum (Vor-Qingming-Tee am teuersten), Lage der Plantage (kraterinnere Lagen – Premium), Vorhandensein von Bio-Zertifizierung.
- Fälschungen vermeiden:
- Kaufen Sie bei autorisierten Händlern mit Nachweis der geografischen Angabe (地理标志, dìlǐ biāozhì) und der Kennzeichnung „白沙绿茶“.
- Prüfen Sie den Aufguss: Ein echter Yǔnkēng Lǜchá ergibt einen gelbgrünen, leuchtend klaren Aufguss mit deutlicher mineralischer Note und hoher Aufgussbeständigkeit.
- Bewerten Sie das Aroma: Es muss rein sein, ohne rauchige oder brandige Noten (die Dämpftechnologie schließt diese aus). Das Vorhandensein von Raucharoma ist ein Hinweis auf Fälschung oder minderwertigen Tee.
- Achten Sie auf die Blattform: Straff gedrehte, gleichmäßige Streifen mit sichtbarem Flaum. Lockeres, uneinheitliches Blatt gibt Anlass zu Zweifeln.
- Ein verdächtig niedriger Preis (unter 200 Yuan pro Jin für den „Sondergrad“) garantiert praktisch eine Fälschung: Die Plantagenfläche ist begrenzt, und die Jahresproduktion beträgt nur 25 Tonnen.
12. Interessante Fakten:
- Der einzige „kosmische“ Tee: Yǔnkēng Lǜchá ist der einzige Tee der Welt, der auf Böden eines Meteoritenkraters wächst. Der Baisha-Krater ist der einzige wissenschaftlich bestätigte Impaktkrater Chinas und einer der am besten erhaltenen in Asien.
- „Erster Vorfrühlingstee des Reiches“: Dank des tropischen Klimas Hainans beginnt die Ernte bereits Ende Dezember / Anfang Januar, 1–3 Monate früher als in jeder anderen Teeregion Chinas. Der Hainan-Tee ist der früheste des Landes.
- Getränk der Diplomatie: 2011 wurde Báishā Lǜchá zum offiziellen Tee des Bo’ao-Asienforums gewählt – des wichtigsten internationalen Wirtschaftsgipfels Asiens auf Hainan.
- Vier Länder – eine Zertifizierung: Ein Teil der Plantagen (insbesondere „Wǔ Lǐ Lù“, 五里路有机茶园) hat gleichzeitig die Bio-Zertifizierung von vier Gerichtsbarkeiten erhalten: China, Europäische Union, USA und Japan – eine außergewöhnliche Seltenheit bei chinesischem Tee.
- 48 kosmische Mineralien: In den Impaktbrekzien des Baisha-Kraters wurden 48 Mineralarten gefunden; in den umgebenden Böden mehr als 50. Dieser mineralische Reichtum sorgt für die anomal hohen Werte des Wasserextrakts (43,2 %) und der wasserlöslichen Asche (71,4 %).
13. Vergleich mit anderen grünen Tees:
- Ēnshī Yùlù (恩施玉露, Ēnshī Yùlù): Der berühmte „gedämpfte“ (蒸青) grüne Tee aus der Provinz Hubei ist eines der wenigen chinesischen Pendants in der Fixierungsmethode. Yùlù wird aus kleinblättrigem Material in Höhen von 800–1200 m hergestellt, besitzt eine ausgeprägtere nadelartige Form und ein feines krautiges Aroma. Yǔnkēng Lǜchá ist im Körper deutlich dichter und im Geschmack intensiver, dank des großblättrigen Ausgangsmaterials und der mineralisierten Böden.
- Japanische Sencha/Gyokuro: Die Dämpffixierung verbindet Yǔnkēng Lǜchá mit der japanischen Tradition. Allerdings verwendet der Hainan-Tee tropische Großblattsorten (var. assamica), während japanische Tees kleinblättrige Sorten (var. sinensis) nutzen. Das Ergebnis ist ein Yǔnkēng Lǜchá, der kräftiger und mit ausgeprägter Mineralität aufwartet, während Sencha delikater ist und den Umami-Charakter betont.
- Lúshān Yúnwù (庐山云雾, Lúshān Yúnwù): Ein klassischer Hochgebirgs-Grüntee aus Jiangxi. Röstfixierung, leichterer Körper, blumig-bohnige Noten. Yǔnkēng Lǜchá ist dichter, mit stärkerem Kastanienaroma und einer einzigartigen mineralischen Note.
- Shuǐmǎn Lǜchá (水满绿茶, Shuǐmǎn Lǜchá): Ein weiterer Hainan-Grüntee aus der Wǔzhǐ-Shān-Region, ebenfalls aus großblättrigen Wildbeständen. Er zeichnet sich durch einen etwas rustikaleren, wilden Charakter und eine starke Rücksüße aus. Yǔnkēng Lǜchá ist verfeinerter und stärker standardisiert, mit einem klaren Dämpfprofil.
Zum Abschluss:
Yǔnkēng Lǜchá ist ein Tee mit einem wahrhaft kosmischen Terroir. Vor 700.000 Jahren schenkte ein Himmelskörper diesem Fleckchen tropischer Erde einen mineralischen Reichtum, den es nirgendwo sonst auf dem Planeten gibt. Jahrtausende später entdeckten die Vorfahren der Li die Heilkraft des hiesigen Teeblattes. Und moderne Technologen hoben die Qualität auf ein Niveau, das internationalen Foren und einer vierfachen Bio-Zertifizierung würdig ist. Dicht, mineralisch, mit einer für grünen Tee uncharakteristischen „Tiefe“ des Körpers und Beständigkeit bei mehreren Aufgüssen – Yǔnkēng Lǜchá schenkt eine Erfahrung, die kein anderer grüner Tee der Welt vermitteln kann. Ein Tee für jene, die nicht nur den Geschmack schätzen, sondern auch die Geschichte, die hinter jeder Tasse steht.