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Sōngyáng Yín Hóu
Sōngyáng yín hóu · 松阳银猴
Sōngyáng Yín Hóu (松阳银猴, Sōngyáng yín hóu – „Silberäffchen von Sōngyáng“) ist ein einzigartiger grüner Tee aus dem Kreis Sōngyáng in der Provinz Zhèjiāng, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Form als „Schatz unter den Tees“ (茶中瑰宝, chá zhōng guībǎo) bezeichnet wird: Die dicht gerollten, stark mit silbrigem Flaum…
Sōngyáng Yín Hóu (松阳银猴, Sōngyáng yín hóu – „Silberäffchen von Sōngyáng“) ist ein einzigartiger grüner Tee aus dem Kreis Sōngyáng in der Provinz Zhèjiāng, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Form als „Schatz unter den Tees“ (茶中瑰宝, chá zhōng guībǎo) bezeichnet wird: Die dicht gerollten, stark mit silbrigem Flaum bedeckten Triebe sind hakenartig gebogen und erinnern an Äffchenpfoten. Die Kombination aus silbrigem Flaum und der an einen Affen erinnernden Formgebung hat einen der farbigsten Namen in der Welt des chinesischen Tees hervorgebracht. 2023 erhielt Sōngyáng Yín Hóu die Goldmedaille des Shanghai International Tea Festival und wurde in die Liste der Tees aufgenommen, die bei Sitzungen des Staatsrats der Volksrepublik China gereicht werden (国务院会议指定用茶).
1. Klassifizierung und Herkunft:
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Typ: Grüner Tee (nicht fermentiert). Der Form nach – hakenartig gerollt (卷曲多毫, juǎnqū duōháo) mit der charakteristischen Biegung, die an eine „Affenpfote“ (弯钩状, wāngōu zhuàng) erinnert.
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Kategorie: Produkt mit nationaler geografischer Angabe (国家地理标志产品, 2008). Berühmter Tee aus Zhèjiāng (浙江省名茶, 1984). Goldmedaille des Shanghai International Tea Festival (2023). Tee für die Sitzungen des Staatsrats der Volksrepublik China (国务院会议指定用茶).
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Herkunft: China, Provinz Zhèjiāng (浙江, Zhèjiāng), Stadt Líshuǐ (丽水市, Líshuǐ Shì), Kreis Sōngyáng (松阳县, Sōngyáng Xiàn). Der Kreis liegt im Oberlauf des Flusses Ōujiāng (瓯江), umgeben von Bergen wie dem Máoshān (卯山) und dem Wànshòushān (万寿山) und durchzogen von Gebirgsbächen. Die Bewaldung des Gebiets beträgt 93 %.
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Geografische Koordinaten: Etwa 28°27′ nördlicher Breite, 119°29′ östlicher Länge.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
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Geschichte: Der Teeanbau in Sōngyáng reicht bis in die Táng-Dynastie zurück, als die örtlichen Tees bereits bekannt waren. In der Sòng-Dynastie pries der große Dichter Sū Dōngpō (苏东坡, Sū Dōngpō) den Tee dieser Region in Versen: „Die Milchblüten des Tiāntái sieht die Welt nicht mehr, wo ist nun der jadenene Nektar von Yùchuān?“ (天台乳花世不见,玉川风液今何有) – ein Beleg für den hohen Rang des örtlichen Tees schon vor tausend Jahren.
Der heutige Sōngyáng Yín Hóu wurde 1981 vom Landwirtschaftsamt des Kreises Sōngyáng (松阳县农业局) entwickelt, das auf der Grundlage alter Technologien und lokaler Sorten eine originelle Methode zur Formung der „hakenartigen“ Rollung mit üppigem Flaum schuf. 1984 erhielt der Tee den Status „Berühmter Tee aus Zhèjiāng“. 2003 wurde er zur „Berühmten Marke Zhèjiāngs“ und 2008 unter den Schutz der nationalen geografischen Angabe gestellt.
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Name:
- „Sōngyáng“ (松阳) – „Kiefernsonne“: Name des Kreises, der auf den Reichtum an Kiefernwäldern und die südliche Ausrichtung der Hänge verweist.
- „Yín“ (银) – „Silber“: beschreibt den dichten, silbrig-weißen Flaum, der die Triebe bedeckt.
- „Hóu“ (猴) – „Affe“: kennzeichnet die gerollte, gebogene Form des Teeblattes, die an eine Affenpfote erinnert. Es ist einer der einprägsamsten und bildhaftesten Namen unter den chinesischen Tees.
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Kulturelle Bedeutung: Sōngyáng ist ein „Teekreis“ mit tiefen Wurzeln: Über 40 % der Bevölkerung sind in irgendeiner Weise mit der Teewirtschaft verbunden. Sōngyáng Yín Hóu gehört zu den wenigen Tees, die den Status eines „Staatsratstee“ (国务院会议指定用茶) tragen – ein Tee, der bei Sitzungen des höchsten Staatsorgans der Volksrepublik China gereicht wird.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:
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Sorte / Kultivar: Lokale, autochthone Populationen von Camellia sinensis var. sinensis. Die Triebe sind fleischig und reichlich mit Flaum bedeckt. Die Sträucher sind an das feuchte, gebirgige Mikroklima von Sōngyáng angepasst.
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Ernte: Frühjahrsernte. Für die höchste Sorte der ersten Kategorie (特一级) werden ausschließlich Knospen oder eine Knospe mit einem sich gerade öffnenden Blatt (≥90 %) verwendet. Der Flaum ist üppig und bedeckt ≥90 % der Oberfläche. Für die höchste Sorte der zweiten Kategorie (特二级) – eine Knospe mit einem Blatt (≥80 %). Für die erste Sorte – eine Knospe mit ein bis zwei Blättchen, für die zweite – eine Knospe mit zwei Blättchen.
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Anforderungen an das Rohmaterial: Zarte, fleischige, gleichmäßige Triebe. Verarbeitung noch am Tag der Ernte.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten:
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Klima: Subtropisches Monsunklima. Jahresdurchschnittstemperatur 17,7 °C, Jahresniederschlag 1511 mm. Durchschnittliche Anzahl an Nebeltagen im Jahr ≥200. Relative Luftfeuchtigkeit ≥80 %. Reichlich diffuses Licht.
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Anbauhöhe: Die Hauptplantagen liegen im Bergland ab etwa 300 m, in windgeschützten Flusstälern.
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Böden: Gelbe tonige (黄泥土, huángní tǔ) und sogenannte „rote Kieferntonböden“ (红松泥, hóng sōng ní), pH 4,5–6,5. Profiltiefe ≥0,5 m. Gehalt an organischer Substanz ≥1,0 %.
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Ökosystem: Die Bewaldung von 93 % zählt zu den höchsten Werten unter den Teeanbaukreisen Chinas und der Welt. Der Fluss Ōujiāng und seine Zuflüsse durchziehen das Gebiet und schaffen ein Mikroklima mit erhöhter Feuchtigkeit.
5. Herstellungsverfahren:
Die Herstellung von Sōngyáng Yín Hóu erfolgt vollständig von Hand und umfasst eine proprietäre Technik zur Formung der „hakenartigen“ Rollung. Die Kunstformel lautet: „Langsames Rösten, leichter Druck, gleichzeitiges Formen und Rösten“ (慢速轻炒,边炒边整).
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Auslegen (摊放 – tānfàng): In einer dünnen Schicht (1,5–2 cm) zum Anwelken.
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Fixierung (杀青 – shāqīng): Bei 150–200 °C, abwechselnd mit „Hochwerfen“ und „Dämpfen“ (抛闷结合, pāo mèn jiéhé).
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Rollen (揉捻 – róuniǎn): In drei Stufen – „leicht → kräftig → leicht“ (轻-重-轻).
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Formen der „Affenpfote“ (造型 – zàoxíng): Bei etwa 80 °C formt der Meister mit speziellen Bewegungen des „Schüttelns, Pressens und Glättens“ (抖捺理, dǒu nà lǐ) die charakteristische hakenartig gebogene Form. Dies ist der wichtigste und virtuoseste Schritt, der das einzigartige Erscheinungsbild von Yín Hóu prägt.
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Trocknung (烘干 – hōnggān): In zwei Stufen: Vortrocknung bei 75 °C, Endtrocknung bei 50 °C – ein schonendes Verfahren, das den silbrigen Flaum und das kastanienartige Aroma bestmöglich erhält.
6. Organoleptische Eigenschaften:
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Äußeres Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Dicht gerollte, fleischige Triebe mit der charakteristischen „hakenartigen“ Biegung (卷曲多毫,弯钩状). Fleischig und gleichmäßig (肥壮匀整). Dicht mit silbrig-weißem Flaum bedeckt – gerade das „Silber“ des Flaums und die „Affen“-Form haben dem Tee seinen Namen gegeben.
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Aroma des trockenen Blattes: Kastaniennote (栗香, lì xiāng) – die Hauptaromanuance, kräftig und beständig. Reine grüne Frische (清香持久). „Kaltes Aroma“ (冷香, lěngxiāng) – eine einzigartige, für ökologische Hochgebirgstees typische Nuance.
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Aroma des Aufgusses: Kastanie, beständig, mit einer „kalten“ Obertönung.
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Geschmack: Frisch und saftig (鲜爽), weich-süß (甘醇, gānchún), konzentriert-frisch (浓鲜, nóngxiān) – die Aminosäurenote ist besonders ausgeprägt. Die zurückkehrende Süße setzt rasend schnell ein (回甘迅猛, huígān xùnměng) – eine der schnellsten und kraftvollsten „Huígān“-Erfahrungen unter grünen Tees.
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Tassenfarbe: Zartes, reines, leuchtend klares Grün (嫩绿清澈明亮).
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Tasseeblatt: Zarte, fleischige Triebe, zu „Knöspchen“ zusammengefügt (嫩绿成朵、匀齐肥嫩). Das Blatt ist elastisch und lebendig.
7. Chemische Zusammensetzung:
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Polyphenole (Catechine): Bedeutender Gehalt – sorgt für antioxidatives Potenzial. Untersuchungen zufolge ist die Wirksamkeit bei der Neutralisation freier Radikale 18‑mal höher als die von Vitamin E.
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Aminosäuren (u. a. L‑Theanin): Hoher Gehalt – eine Folge von über 200 Nebeltagen, reichlich diffusem Licht und organisch reichen Böden. Es sind die Aminosäuren, die den „rasenden Huígān“ – die sofortige zurückkehrende Süße – ermöglichen.
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Alkaloide: Koffein – Gehalt etwa 20 % höher als bei einem durchschnittlichen grünen Tee (forschungsergebnisse belegt). Dies sorgt für eine ausgeprägt anregende Wirkung.
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Vitamine: Vitamin C, B‑Gruppen-Vitamine.
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Mineralstoffe: Kalium, Magnesium, Zink, Mangan.
8. Wohltuende Eigenschaften:
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Anregende Wirkung (提神醒脑): Der erhöhte Koffeingehalt (+20 % gegenüber dem Durchschnitt) verleiht spürbare Wachheit. L‑Theanin mildert und verlängert die Wirkung.
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Antioxidative Wirkung: Polyphenole – 18‑mal wirksamer als Vitamin E.
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Kühlender Effekt (清热解暑): Der Tee zählt zu den „leicht kühlen“ (性微寒, xìng wēi hán) – er leitet „innere Hitze“ aus.
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Förderung der Verdauung: Catechine.
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Stärkung des Immunsystems: Vitamin- und Mineralstoffkomplex.
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Wichtig: Die genannten Eigenschaften beruhen auf allgemein zugänglichen Daten und stellen keine medizinische Empfehlung dar.
9. Aufgusszubereitung:
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Wassertemperatur: 85–90 °C.
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Teemenge: 3 g auf 150 ml Wasser (Verhältnis 1:50).
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Gefäß: Ein Glasbecher – um die „silbernen Äffchen“ beim Kreisen im Wasser zu beobachten.
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Ablauf („Drei-Aufguss-Methode“ / 三投法):
- Das Glas vorwärmen und das Wasser abgießen.
- Wasser bis etwa 1/3 des Volumens eingießen.
- Den Tee hinzufügen, das Glas sanft schwenken – „das Aroma erwecken“ (摇香, yáoxiāng, 30 Sekunden).
- Mit Wasser auf etwa 7/10 des Volumens auffüllen.
- Erster Aufguss – 1 Minute ziehen lassen.
- Zweiter bis vierter Aufguss – die Ziehzeit jeweils um 15 Sekunden verlängern. Der Tee verträgt 4–6 Aufgüsse.
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Hinweis: Frisch gekauften Tee empfiehlt es sich, 15 Tage ruhen zu lassen, damit der „Feuergeschmack“ nachlässt. Kein kochendes Wasser verwenden – es zerstört das Chlorophyll und führt zu einer gelben Verfärbung.
10. Lagerung:
- In einem luftdichten Behälter, dunkel und kühl aufbewahren.
- Optimal – im Kühlschrank bei 0–5 °C.
- Haltbarkeit – bis zu 12–18 Monate.
- Nach dem Öffnen innerhalb von 1–2 Monaten verbrauchen.
11. Preis und Fälschungen:
Sōngyáng Yín Hóu ist ein Tee mit einem ausgeprägten Gradierungssystem: vier Stufen (特一级, 特二级, 一级, 二级). Die Spitzensorte beginnt ab 800 Yuán pro Jīn (500 g).
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Wie vermeidet man Fälschungen:
- Nur bei vertrauenswürdigen Händlern kaufen mit der Kennzeichnung der geografischen Angabe des Kreises Sōngyáng.
- Die Form prüfen: die charakteristische „hakenartige“ Biegung, fleischige Triebe mit üppigem silbrigem Flaum. Gerade oder lockere Blättchen – kein Yín Hóu.
- Das Aroma bewerten: anhaltende Kastaniennote mit einer „kalten“ Nuance. Fehlt die Kastanie – Verdacht.
- Den „Huígān“ testen: die rasend schnell einsetzende, kräftige zurückkehrende Süße ist das Echtheitsmerkmal. Ein schwacher oder fehlender Huígān deutet auf eine Fälschung hin.
- Auf den Preis achten: ein verdächtig niedriger Preis ist ein Kennzeichen für Fälschungen.
12. Interessante Fakten:
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Sōngyáng Yín Hóu ist einer der wenigen Tees, dessen Name ein Tierbild enthält: „Äffchen“ (猴) – eine Anspielung auf die Form des gerollten Triebes, die an eine gebogene Affenpfote erinnert. Zu den „zoologischen“ Tees zählen auch Tàipíng Hóu Kuí (太平猴魁, „Affenfürst von Tàipíng“) und Bái Máo Hóu (白毛猴, „Weißes Zotteläffchen“).
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Der Status eines „Staatsratstees“ (国务院会议指定用茶) zählt zu den höchsten „politischen“ Rängen in der Welt des chinesischen Tees. Das bedeutet, dass Sōngyáng Yín Hóu bei Sitzungen des höchsten Staatsorgans der Volksrepublik China – des Staatsrats – gereicht wird.
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Die Bewaldung des Kreises Sōngyáng beträgt 93 % – praktisch ein Rekord unter den Teeanbaukreisen. Die Teegärten sind buchstäblich „im Wald versunken“.
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Der „rasende Huígān“ (回甘迅猛) ist eine der auffälligsten Geschmacksbesonderheiten: Die zurückkehrende Süße setzt augenblicklich und mit ungewöhnlicher Kraft ein, was Yín Hóu von den meisten grünen Tees abhebt, bei denen sich der Huígān allmählich entwickelt.
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Der um 20 % höhere Koffeingehalt gegenüber einem durchschnittlichen grünen Tee macht Sōngyáng Yín Hóu zu einem der anregendsten grünen Tees Zhèjiāngs.
13. Vergleich mit anderen Tees aus Zhèjiāng und „Affentees“:
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Kāihuà Lóng Dǐng (开化龙顶): Aus dem westlichen Zhèjiāng. Gerade, nadelförmig, orchideenartig. Lóng Dǐng ist „grüner“ und visuell spektakulärer; Yín Hóu ist stärker gerollt und kastanienbetont, mit kräftigem Huígān.
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Tàipíng Hóu Kuí (太平猴魁): Aus Ānhuī. Ebenfalls ein „Affentee“, jedoch mit großen, flachen Blättern und tiefem Orchideenaroma. Hóu Kuí wirkt monumental; Yín Hóu ist kompakt, fleischig und hakenartig.
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Huìmíngchá (惠明茶): Ein Landsmann aus der Stadt Líshuǐ. Milchig-weiße Knospen, orchideen-fruchtiges Aroma. Huìmíngchá ist „weißer“ und fruchtiger; Yín Hóu ist „silbriger“ und kastanienbetonter.
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Xī Hú Lóngjǐng (西湖龙井): Flach, bohnig-kastanienartig. Lóngjǐng ist elegant-flach; Yín Hóu ist expressiv-gerollt. Unterschiedliche Form-Philosophien, doch beide aus Zhèjiāng.
Fazit:
Sōngyáng Yín Hóu ist ein Tee mit Charakter. Seine „silbernen Affenpfoten“, die rasend zurückkehrende Süße, das kastanienartige Aroma mit der „kalten“ Bergnote und der Status eines „Staatsratstees“ – all das ergibt das Bild eines Tees, der keine Halbtöne und Zartheiten sucht: Er trifft direkt und kraftvoll ins Ziel, wie ein Äffchen, das von einem Ast springt. Dabei – 93 % Wald ringsum, 200 Nebeltage im Jahr und eine tausendjährige, von Sū Dōngpō besungene Tradition. Wer einen grünen Tee mit sofortiger Wirkung sucht – Frische, Süße, Wachheit im Hier und Jetzt – für den ist Sōngyáng Yín Hóu genau geschaffen.