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Shímén Yín Fēng
Shímén yín fēng · 石门银峰
Shímén Yín Fēng – „Silberne Spitze vom Steintor“ – ist ein junger, aber schnell zu Reputation gelangter Grüntee aus dem Kreis Shímén im Nordwesten der Provinz Hunan. Er wurde 1991 auf Basis des alten kaiserlichen Tees „Niú Dǐ“ (牛抵茶) unter der Leitung von Professor Zhu Xianming von der Hunan Agricultural University…
Shímén Yín Fēng – „Silberne Spitze vom Steintor“ – ist ein junger, aber schnell zu Reputation gelangter Grüntee aus dem Kreis Shímén im Nordwesten der Provinz Hunan. Er wurde 1991 auf Basis des alten kaiserlichen Tees „Niú Dǐ“ (牛抵茶) unter der Leitung von Professor Zhu Xianming von der Hunan Agricultural University kreiert. Shímén Yín Fēng hat in drei Jahrzehnten über hundert nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, darunter den Status einer „Allgemein bekannten Marke Chinas“ (2012) und die Ernennung zum einzigen offiziellen Tee der Shanghai World EXPO 2010. Der Tee wächst auf dem „goldenen“ dreißigsten Breitengrad Nord, in den wolkenverhangenen Wuling-Bergen – einer der ökologisch reinsten und selenreichsten Regionen des Landes.
1. Klassifizierung und Herkunft:
- Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá). Unfermentiert; Oxidationsgrad minimal (unter 5%).
- Kategorie: Einer der „Zehn berühmten Tees Hunans“ (湖南十大名茶, Húnán shí dà míng chá, seit 2005). Produkt mit geschützter geografischer Angabe – registriert als geografische Kollektivmarke (地理证明商标, dìlǐ zhèngmíng shāngbiāo, 2007). „Allgemein bekannte Marke Chinas“ (中国驰名商标, Zhōngguó Chímíng Shāngbiāo, 2012).
- Ursprung: China, Provinz Hunan (湖南省, Húnán Shěng), Stadt Changde (常德市, Chángdé Shì), Kreis Shímén (石门县, Shímén Xiàn). 12 Gemeinden, 3 agro-forstwirtschaftliche Betriebe.
- Geografische Koordinaten: Östliche Länge 110°29′–111°32′, nördliche Breite 29°16′–30°08′.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
- Geschichte:
Die Teegeschichte des Kreises Shímén erstreckt sich über mehr als 1700 Jahre. Im westlichen Jin-zeitlichen (西晋, 265–316) geografischen Traktat „Jīngzhōu Tǔdìjì“ (《荆州土地记》, Jīngzhōu Tǔdìjì) heißt es: „Alle sieben Kreise [des Bezirks] Wǔlíng produzieren Tee, [und er ist] der beste“ (武陵七县通出茶,最好). Shímén gehörte zum Bezirk Wǔlíng (武陵郡, Wǔlíng Jùn).
In der Tang-Ära (唐朝, 618–907) schrieb der berühmte Literat Liú Yǔxī (刘禹锡, Liú Yǔxī) während seiner Amtszeit als Sīmǎ (司马) im Bezirk Lǎngzhōu (heute Changde) das „Lied vom Teeverkosten in der Bergklause des Klosters Xīshān“ (《西山兰若试茶歌》), das die lokale Technik der Röstung von Grüntee festhielt. Im Kloster Jiāshān (夹山寺, Jiāshān Sì) in Shímén entstand das berühmte Konzept „Tee und Chan – ein Geschmack“ (茶禅一味, chá chán yī wèi), das zur philosophischen Grundlage der japanischen Teezeremonie wurde.
Der Tee „Niú Dǐ“ (牛抵茶, Niú Dǐ Chá – „Tee des kämpfenden Stiers“), der in den Bergen von Shímén beim Kloster Jiāshān produziert wurde, stand von der Song-Zeit (宋, 960–1279) bis zum Ende der Qing-Dynastie (清, 1644–1912) ununterbrochen im Register der kaiserlichen Tributgaben (贡茶, gòng chá). Dies ist in den „Aufzeichnungen über Tee“ (《茶录》, Chá Lù) von Cài Xiāng (蔡襄, Cài Xiāng) und im „Chinesischen Teekanon“ (《中国茶经》, Zhōngguó Chá Jīng) des Gelehrten Chén Zōngmào (陈宗懋, Chén Zōngmào) vermerkt.
Moderne Geschichte: 1991 leitete Professor Zhū Xiānmíng (朱先明, Zhū Xiānmíng) von der Hunan Agricultural University (湖南农业大学) ein Team, das in Zusammenarbeit mit der Shímén Tea Company die Technik des historischen „Niú Dǐ Chá“ verfeinerte und den neuen Tee „Shímén Yín Fēng“ kreierte. Bereits 1993 wurde er als „Namhafter Tee der Provinz Hunan“ anerkannt. 1994 gewann er die Goldmedaille der Asiatisch-Pazifischen Internationalen Handelsausstellung. 2005 wurde er in die „Zehn berühmten Tees Hunans“ aufgenommen. 2010 war er der einzige offizielle Tee des Internationalen Teefestivals der Shanghai EXPO. 2012 erhielt er den Status einer „Allgemein bekannten Marke Chinas“. 2021 bestand er erfolgreich die Provinz-Expertise zur Registrierung als nationales Agrarprodukt mit geografischer Angabe. Bis 2023 wurde der Markenwert auf 2,445 Milliarden Yuan geschätzt (nach anderen Schätzungen auf 1,8 Milliarden).
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Name:
- Shímén (石门, Shímén) – wörtlich „Steintor“ – Name des Kreises im Nordwesten der Provinz Hunan, am östlichen Ende des Wuling-Gebirges.
- Yín (银, Yín) – „Silber“: Anspielung auf den dichten silbrigen Flaum, der das Blatt bedeckt.
- Fēng (峰, Fēng) – „Spitze“, „Gipfel“: Metapher für die bergige Herkunft des Tees und die zugespitzte Form der Knospe.
Der Kalligraph Shǐ Mù (史穆) pries den Namen in einem akrostichischen Vierzeiler: «石鼎烹泉活,门庭散倚霞,银针初茁蕊,峰翠育新芽» – „Im steinernen Dreifuß kocht lebendiges Quellwasser, am Tor zerstreut sich die Abendröte; die silberne Nadel treibt die Blüte, auf grünem Gipfel reift der neue Spross“.
- Kulturelle Bedeutung: Shímén Yín Fēng ist die Hauptteemarke des Kreises Shímén und eines der Flaggschiffe des Hunan-Tees. Die Verbindung zum Kloster Jiāshān und dem Konzept „Tee und Chan – ein Geschmack“ verleiht ihm einen besonderen „tee-buddhistischen“ Status. Der Kreis Shímén trägt die Titel „Heimat des berühmten Tees Chinas“ (中国名茶之乡) und „Heimat des Tee-Zen Chinas“ (中国茶禅之乡).
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:
- Sorte / Cultivar: Hauptsächlich verwendet werden Shímén Qúntǐ Zhǒng (石门群体种, Shímén Qúntǐ Zhǒng) – eine lokale, jahrhundertealte Populationsvarietät, und Báiháo Zǎo (白毫早, Báiháo Zǎo) – eine staatliche Elite-Linie mit frühem Vegetationstyp und dichtem Flaum. Ergänzend: Fúdǐng Dàbáichá (福鼎大白茶), Zhūyè Qí (槠叶齐, Zhūyè Qí) und andere asexuelle Sorten. Camellia sinensis var. sinensis. Alter der Hauptsträucher über 30 Jahre. Gewicht von hundert Knospen (eine Knospe + ein Blatt) – etwa 45 g.
- Ernte: Frühjahr, um das Qīngmíng-Fest (清明, Anfang April). Aufgrund der Höhenlage der Plantagen und des späten Austriebs der Sträucher beginnt die Ernte später als in flachen Gebieten. Für „Yín Fēng Wáng“ (银峰王, „König der Silbernen Spitze“) – eine besonders elitäre Unterart – ist die Ernte auf 2–3 Tage um Qīngmíng begrenzt, streng bei klarem Wetter von 9:00 bis 15:00 Uhr.
- Erntestandard: Sondergrad – ausschließlich einzelne Knospen (单芽, dān yá), Länge nicht über 2,5 cm. Erster Grad – eine Knospe mit beginnendem Blatt (≥80%). Zweiter Grad – eine Knospe mit zwei Blättern. Streng wird die Regel der „vier Verbote“ (四不采, sì bù cǎi) eingehalten: nicht bei Regen ernten, keine taunassen Triebe ernten, keine violetten Triebe ernten, keine beschädigten oder geschwächten Triebe ernten. Ausgeschlossen sind auch „fischblättrige“ (鱼叶), Schuppen und Blattstiele.
- Rohstoffanforderungen: „Zart, gleichmäßig, rein, ebenmäßig“ (嫩、匀、净、齐).
4. Terroir und Anbaubesonderheiten:
- Relief: Der Kreis Shímén liegt am östlichen Ende des Wǔlíng-Gebirges (武陵山脉, Wǔlíng Shānmài), in der Kreuzungszone von vier Provinzen (Hunan, Hubei, Guizhou, Chongqing). Der Berg Húpíngshān (壶瓶山, Húpíng Shān), der höchste Gipfel Hunans (2098,7 m), befindet sich im westlichen Teil des Kreises und ist Kern des Nationalen Naturreservats. Die Region gilt als „Refugium der tertiären Flora und Fauna“ – eine der ökologisch intaktesten Zonen auf diesem Breitengrad in Eurasien.
- Anbauhöhe: 300–1200 Meter über dem Meeresspiegel. Kerngebiet des Qualitätsrohstoffs sind Hochgebirgsplantagen auf 600 m und höher, in Zone ständiger Wolken und Nebel, mit Bewässerung aus Gebirgsbächen.
- Klima: Subtropisches Monsunklima mit ausgeprägtem vertikalen Gradienten. Durchschnittliche Jahrestemperatur 13–17°C (je nach Höhe). Jährliche Niederschlagsmenge 1300–1900 mm. Zahl der Nebeltage über 180 pro Jahr. Tagestemperaturschwankung über 8°C. Der Reichtum an diffusem Licht fördert die Ansammlung von Aminosäuren (Frühlingstee: Aminosäuren ≥3,32%).
- Böden: Gelbbraune (黄棕壤, huáng zōng rǎng) und rote (红壤, hóng rǎng) Böden mit saurer Reaktion (pH 5,0–6,5). Angereichert mit Selen (0,82 mg/kg) und Zink (1,6 mg/kg) – Shímén gehört zum „Selen-Gürtel“ Hunans.
- Ökologie: Waldbedeckung 81%. Konzentration negativer Luftionen 50-mal höher als städtisches Niveau. Das Gebiet ist als „Chinesische natürliche Sauerstoff-Bar“ (中国天然氧吧) zertifiziert. Ein Teil der Plantagen hat die EU-Öko-Zertifizierung durchlaufen.
5. Herstellungstechnologie:
Die Technologie von Shímén Yín Fēng ist eine verbesserte „Chǎoqīng“-Methode (炒青), übernommen vom historischen „Niú Dǐ Chá“ und verfeinert vom Team um Professor Zhū Xiānmíng. Kennzeichnend ist ein mehrstufiger Prozess aus neun Arbeitsschritten mit dem spezifischen Verfahren des „Tíháo“ (提毫 — Aufrichten des Flaums) und der abschließenden Trocknung über Holzkohle.
- Auslegen (摊青 — tān qīng): Das frische Blatt wird in einer Schicht von nicht mehr als 3 cm in einem sauberen, belüfteten Raum für 4–10 Stunden ausgelegt. Ziel ist die anfängliche Verdunstung von Feuchtigkeit und die Aromaentwicklung.
- Enzymfixierung (杀青 — shā qīng): Temperatur des flachen Woks (平口锅) – 140°C. Einwaage – 500 g. Rösten mit beiden Händen, abwechselnd zwischen „geschlossenem“ (闷, mèn) und „zerstreuendem“ (抖, dǒu) Modus. Die Gare wird am Verlust des Glanzes, der Erweichung des Blattes und dem Auftreten eines reinen Aromas festgestellt.
- Abkühlen / „Reiner Wind“ (清风 — qīng fēng): Das fixierte Blatt wird in einem Bambussieb zehn oder mehr Male umgeschlagen, um es schnell abzukühlen und ein Vergilben (闷黄) zu verhindern.
- Vorrösten (炒坯 — chǎo pī): Temperatur 85°C, schonendes Wenden mit beiden Händen bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 40%.
- Verdichten / „Pressen“ (紧条 — jǐn tiáo): Temperatur 60°C. Leichtes, einseitiges Rollen bis zu einer Feuchte von ~30%. Die Bewegungen reichen von leicht bis intensiver, mit periodischem Auflockern, um ein Verkleben zu verhindern.
- Formen / „Ausrichten“ (理条 — lǐ tiáo): Temperatur 50°C. Die rechte Hand streckt das Blatt nach vorn und erzeugt eine geradlinige, „nadelförmige“ Form. Die Bewegungen sind äußerst delikat. Gare bei 80% Trockenheit.
- Zwischenlagerung (摊凉 — tān liáng): Kurzzeitige (etwa 4 Minuten) Abkühlung an der Luft zum Feuchtigkeitsausgleich.
- Aufrichten des Flaums (提毫 — tí háo): Temperatur 50°C. Rhythmisches Reiben der Blätter aneinander bringt den silbrigen Flaum zur Geltung und richtet ihn auf, wodurch der charakteristische „Silbermantel“ auf der Stäbchenoberfläche entsteht. Dies ist der charakteristische Arbeitsschritt von Shímén Yín Fēng.
- Holzkohletrocknung (烘焙 — hōng bèi): Abschließende Trocknung bei 70°C über Holzkohle bis zu einem Restfeuchtegehalt von maximal 5%. Die Holzkohlebrand-Technologie (木炭焙, mùtàn bèi) fixiert das Aroma schonend und schützt den Flaum vor Beschädigung.
6. Organoleptische Eigenschaften:
- Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Feine, gerade, gleichmäßige Stäbchen (紧细匀直, jǐn xì yún zhí) mit ausgeprägter „Spitze“ (锋苗, fēng miáo). Reichlich mit silbrigem Flaum bedeckt (银毫满披, yín háo mǎn pī). Farbe smaragdgrün mit öligem Glanz (翠绿油润, cuì lǜ yóu rùn).
- Aroma des trockenen Blattes: Zart (嫩香, nèn xiāng), rein, hoch, mit Kastaniennoten (栗香, lì xiāng) – besonders beim Sondergrad. Charakteristisch ist eine sanfte „Blumigkeit“ mit Maiglöckchen-Nuancen.
- Aroma des Aufgusses: Hoch und anhaltend (清高持久, qīng gāo chíjiǔ). Hauptmerkmal ist die Vielschichtigkeit: „erster Aufguss – reines Aroma (清香), zweiter – vollmundiger Geschmack (味浓), dritter und vierter – feiner Abgang (幽香犹存)“. Nach Zeugnissen von Verkostern behalten beste Exemplare das Aroma bis zum siebten Aufguss.
- Geschmack: Frisch und vitalisierend (鲜爽, xiān shuǎng), gleichzeitig vollmundig und dicht (醇厚, chún hòu). Zurückkehrende Süße (回甘, huí gān) – langanhaltend und deutlich (回味甘甜, huí wèi gān tián). Adstringenz minimal. Körper mittel bis voll, mit dem Eindruck von „Saftigkeit“.
- Farbe des Aufgusses: Leuchtend grün, transparent und klar (亮绿, liàng lǜ / 嫩绿明亮, nèn lǜ míng liàng).
- Teeboden (nasses Blatt): Zartgrün, frisch, lebendig und gleichmäßig (嫩绿鲜活匀整). Knospen ganz, gut geöffnet.
7. Chemische Zusammensetzung:
- Polyphenole (茶多酚, chá duōfēn): Mindestens 30% (für ersten Grad). Hoher Gehalt bedingt durch das Gebirgsterroir und Temperaturschwankungen.
- Catechine (儿茶素, ér chá sù): Rekordgehalt an EGCG – 8,22%, was laut Hersteller einer der höchsten Werte unter chinesischen Grüntees ist. EGCG ist das bioaktivste Catechin und bestimmt das antioxidative Potenzial.
- Aminosäuren (氨基酸, ānjīsuān): Mindestens 3,32% (Frühlingstee). L-Theanin sorgt für „Umami“-Frische und eine sanft tonisierende Wirkung.
- Wasserextrakt (水浸出物, shuǐ jìnchūwù): Mindestens 45% (Sondergrad) – überdurchschnittlich für Grüntees, was die ausgezeichnete Standfestigkeit bei Aufgüssen erklärt.
- Alkaloide: Koffein – schätzungsweise 25–35 mg/g. Theobromin, Theophyllin in Spurenmengen.
- Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin E.
- Mineralien: Selen (0,82 mg/kg im Boden, signifikanter Teil geht ins Blatt über), Zink (1,6 mg/kg), Kalium, Phosphor, Magnesium.
- Ätherische Öle: Kastanienaroma wird durch Pyrazine und Furanone gebildet; zarte blumige Noten durch Linalool und Geraniol.
8. Gesundheitsfördernde Eigenschaften:
- Starke antioxidative Wirkung: Der Rekordgehalt an EGCG (8,22%) gewährleistet eine der höchsten antioxidativen Aktivitäten unter Grüntees. Polyphenole neutralisieren freie Radikale und verlangsamen die Zellalterung.
- Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Catechine beschleunigen den Fettstoffwechsel, fördern die Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und verringern das Arterioskleroserisiko.
- Zahnschutz und antibakterielle Wirkung: Catechine hemmen die Aktivität kariesverursachender Bakterien und reduzieren die Zahnbelagbildung.
- Tonisierende und mentale Wirkung: Die Kombination von Koffein und L-Theanin sorgt für einen gleichmäßigen, anhaltenden Tonus und geistige Klarheit.
- Selenium-Unterstützung: Dank der selenhaltigen Böden ist der Tee eine natürliche Quelle für bioverfügbares Selen – ein Spurenelement, wichtig für das Immunsystem und die Schilddrüsenfunktion.
- Verbesserung der Verdauung: Moderate Anregung der Sekretion von Verdauungsenzymen.
- Unterstützung des Immunsystems: Polyphenole und Vitamin C im Komplex stärken die Abwehrfunktionen des Organismus.
9. Zubereitung:
- Wassertemperatur: 80–85°C. Keinesfalls sprudelnd kochendes Wasser verwenden: Temperaturen über 85°C zerstören L-Theanin und führen zu übermäßiger Adstringenz.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml (Verhältnis 1:50).
- Geschirr: Ein Glasbecher (透明玻璃杯) ist optimal, um das Entfalten der silbrigen Knospen zu beobachten. Bergquellwasser ist vorzuziehen; basisches Wasser ist zu vermeiden, da es die Farbe des Aufgusses zerstört.
- Ablauf:
- Erwärmen des Geschirrs: Den Becher mit heißem Wasser ausspülen.
- Einfüllen des Tees: Methode der oberen Aufgießung (上投法, shàng tóu fǎ): zuerst das Wasser einfüllen, dann vorsichtig den Tee hineingeben.
- Erster Aufguss: 1–2 Minuten.
- Wiederholte Aufgüsse: Jeweils 30 Sekunden pro weiteren Aufguss hinzufügen. Qualitativer Shímén Yín Fēng verträgt 3–4 volle Aufgüsse; beste Muster – bis zu 5 und mehr.
- Wichtig: Das Wasser in einem weichen Strahl an der Innenwand des Bechers entlanggießen – dies verhindert das Zerstreuen des Flaums und eine Trübung des Aufgusses.
10. Lagerung:
- Bedingungen: Luftdichte Verpackung, Schutz vor Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüchen. Optimal – Kühlschrank bei 0–5°C.
- Potenzial: Ein Tee der Frische. Hellstes Aroma und bester Geschmack in den ersten 6 Monaten nach der Produktion.
- Empfehlungen: Frischen Tee 5–7 Tage an einem dunklen Ort bei Raumtemperatur lagern zur „Feuerabklingung“ (褪火). Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb eines Monats verbrauchen.
11. Preis und Fälschungen:
- Preisklasse: Sondergrad – 1000–3000 Yuan pro Jīn (500 g); erster Grad – 600–1200 Yuan; zweiter Grad – 400–800 Yuan. „Yín Fēng Wáng“ (银峰王) – elitäre Unterart: 2003 wurden 100 g für den Rekordpreis von 53.000 Yuan auf einer Auktion verkauft.
- Preisfaktoren: Grad, Erntezeitpunkt (Vor-Qīngmíng-Tee ist teurer), konkrete Plantage (Hochgebirge Húpíngshān am teuersten), Hand- vs. maschinelle Verarbeitung, Vorhandensein von Öko-Zertifizierung.
- Wie man Fälschungen vermeidet:
- Kaufen Sie bei autorisierten Lieferanten mit der Kennzeichnung der geografischen Angabe „石门银峰“.
- Beurteilen Sie das Äußere: feine, gerade, gleichmäßige Stäbchen mit reichlichem, unversehrtem silbrigen Flaum. Grobes, ungleichmäßiges Blatt ist ein Merkmal einer Fälschung.
- Überprüfen Sie das Aroma: rein, hoch, ohne Fremdgerüche. Das Vorhandensein „muffiger“ oder „rauchiger“ Noten ist uncharakteristisch.
- Testen Sie die Standfestigkeit: Echter Yín Fēng behält sein Aroma mindestens bis zum dritten oder vierten Aufguss.
- Seien Sie vorsichtig bei einem Preis unter 400 Yuan pro Jīn für den ersten Grad.
12. Interessante Fakten:
- Erbe des kaiserlichen Tees: Shímén Yín Fēng ist der direkte Nachkomme des Tees „Niú Dǐ“ (牛抵茶, „Tee des kämpfenden Stiers“), der von der Song- bis zur Qing-Dynastie eine kaiserliche Tributgabe war – etwa 800 Jahre ununterbrochener „Karriere“ bei Hofe.
- Heimat des „Tee und Chan – ein Geschmack“: Das Kloster Jiāshān in Shímén ist der Geburtsort der berühmten Formel «茶禅一味» (Tee und Zen – ein Geschmack), die der Tang-Mönch Shàn Huì (善会) als erster aussprach und der Song-Meister Yuánwù Kèqín (圆悟克勤) kalligraphisch niederlegte und nach Japan übermittelte, wo sie zum Eckpfeiler der japanischen Teezeremonie wurde.
- 53.000 Yuan für 100 Gramm: 2003 wurden 100 g „Yín Fēng Wáng“ auf einer Auktion namhafter Tees aus Shímén für 53.000 Yuan verkauft – ein Rekordpreis, der die Marke landesweit bekannt machte.
- „Refugium des Tertiärs“: Die Húpíngshān-Berge, in denen die Kernplantagen liegen, sind ein „Refugium“ für Flora und Fauna aus dem Tertiär – hier haben sich Arten erhalten, die im übrigen Eurasien verschwunden sind. Es ist eine der ökologisch reinsten Zonen auf dem 30. Breitengrad.
- Selen-Paradies: Die Böden des Kreises Shímén gehören zum „Selen-Gürtel“ Hunans – eine der wenigen Zonen in China, in der Selen auf natürliche Weise in bioverfügbarer Form im Boden vorkommt.
13. Vergleich mit anderen Grüntees:
- Xìnyáng Máojiān (信阳毛尖, Xìnyáng Máojiān): Berühmter Tee aus Henan, der ebenfalls reichlich Flaum besitzt. Máojiān ist „schlanker“ in der Form, mit einem feinen, blumigen Aroma. Shímén Yín Fēng ist körperreicher und geschmackvoller, mit einem stärkeren Kastanienakzent und besserer Standfestigkeit bei Aufgüssen.
- Shàngráo Bái Méi (上饶白眉, Shàngráo Bái Méi): Ein „augenbrauenförmiger“ Grüntee aus Jiangxi mit reichlichem Flaum. Ähnlich im visuellen Eindruck, aber Yín Fēng wird aus anderen Cultivaren hergestellt (Bergpopulation vs. Dàmiànbái), hat ein tieferes Kastanienaroma und einen dichteren Körper.
- Gǔzhàng Máojiān (古丈毛尖, Gǔzhàng Máojiān): Ein weiterer berühmter Tee aus Hunan aus dem Wuling-Gebirgsgürtel, jedoch aus dem westlichen Teil des Gebirges. Leichter, mit ausgeprägtem „Grün“ und Grasigkeit. Shímén Yín Fēng ist dichter, mit längerem Huígān.
- Ānhuà Sōngzhēn (安化松针, Ānhuà Sōngzhēn): Ein „nadelförmiger“ Tee aus Hunan. Unterscheidet sich durch eine feinere, längere „Nadel“ und ein delikates „kieferiges“ Aroma. Yín Fēng ist kräftiger, mit Betonung auf Kastanie und Standfestigkeit.
Abschließend:
Shímén Yín Fēng ist ein Tee, der eine 1700-jährige Teetradition des Bezirks Wǔlíng mit einem modernen wissenschaftlichen Ansatz verbindet. Hinter seinem „Silbermantel“ stehen das Erbe des kaiserlichen „Niú Dǐ Chá“, die Philosophie des Chan-buddhistischen Klosters Jiāshān, die ökologische Reinheit des Húpíngshān-Gebirges und ein Rekordgehalt an EGCG, der jede Tasse nicht nur zu einem Genuss, sondern auch zu einer Investition in die Gesundheit macht. „Erster Aufguss reines Aroma, zweiter vollmundiger Geschmack, dritter und vierter feiner Abgang“ – diese Formel, die zum Markenmotto wurde, beschreibt präzise den Charakter eines Tees, der vom ersten bis zum letzten Tropfen zu überraschen vermag.