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Nǚwā Yín Fēng

Nǚwā yín fēng · 女娲银峰

Nǚwā Yín Fēng (女娲银峰, Nǚwā yín fēng) – „Silberspitze des [Berges] Nǚwā“ – ist ein grüner Tee aus dem Kreis Pínglì (平利县, Pínglì Xiàn) der Stadt Ānkāng (安康市, Ānkāng Shì) in der Provinz Shǎnxī (陕西省, Shǎnxī Shěng).

Nǚwā Yín Fēng (女娲银峰, Nǚwā yín fēng) – „Silberspitze des [Berges] Nǚwā“ – ist ein grüner Tee aus dem Kreis Pínglì (平利县, Pínglì Xiàn) der Stadt Ānkāng (安康市, Ānkāng Shì) in der Provinz Shǎnxī (陕西省, Shǎnxī Shěng). Der Tee wächst am Berg Nǚwāshān (女娲山, Nǚwāshān) – einem heiligen Ort, der mit einer der zentralen Gestalten der chinesischen Mythologie verbunden ist: der Göttin Nǚwā (女娲, Nǚwā), die der Legende nach den Himmel mit fünffarbigen Steinen (五色石, wǔsè shí) flickte und die Menschen aus gelbem Lehm formte. Das Aroma des Tees enthält einen mineralischen Oberton, poetisch als „Atem der fünffarbigen Steine“ (五色石矿物气息) bezeichnet – eine feine Sandelholznote, die von den Granitböden des Nǚwā-Berges herrührt. Der Tee wurde mit der Goldmedaille der Weltbewertung für grünen Tee (世界绿茶评比金奖, 2022), der geografischen Angabe der VR China (2007), dem Status des immateriellen Erbes von Shǎnxī und dem poetischen Beinamen „Teefee“ (茶中仙子, Chá zhōng Xiānzǐ) ausgezeichnet. Der Selengehalt von 2,26 ppm ist dreimal höher als bei gewöhnlichem Grüntee, und das Gebiet des Kreises Pínglì gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat (联合国世界人与自然生物圈保护区). Charakteristisch ist die Orchideen-Sandelholz-Note (兰花香 + 隐现檀香): Orchidee aus dem Bergnebel, Sandelholz aus den „Steinen Nǚwās“.

1. Klassifikation und Herkunft:

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Die Form ist eine „silberne Nadel“ (形若银针, xíng ruò yínzhēn): gerade, rund, leicht flach, mit reichlich silbrigem Flaum. Drei saisonale Linien: „Míngqián Dānyá Yínfēng“ (明前单芽银峰) – Frühlingsernte, einzelne Knospe; „Gǔyǔ Cuìfēng“ (谷雨翠峰) – Ernte zu Gǔyǔ, eine Knospe und ein Blatt; „Qiūyùn Yínfēng“ (秋韵银峰) – Herbst, eine Knospe und zwei Blätter, mit einer Note der „fünffarbigen Steine“.

  • Kategorie: Produkt mit geografischer Angabe der VR China (国家地理标志保护产品, 2007). Immaterielles Erbe der Provinz Shǎnxī (陕西省非物质文化遗产). Goldmedaille der Weltbewertung für grünen Tee (世界绿茶评比金奖, 2022). Goldmedaille der Westchinesischen Teeausstellung (2002). Goldmedaille der Panama-Ausstellung (2013, als Teil von „Hànzhōng Xiānmáo“). Goldmedaille „Zhōngchábēi“ (中茶杯, 2022). Aufgenommen in die „Top 100 berühmter Tees Chinas“. Selenangereichert. Beiname „Teefee“ (茶中仙子). Die Marke „Pínglì Nǚwā Chá“ (平利女娲茶) wurde 2021 auf 2,454 Milliarden Yuán geschätzt.

  • Herkunft: China, Provinz Shǎnxī (陕西省), Stadt Ānkāng (安康市), Kreis Pínglì (平利县). Berg Nǚwāshān (女娲山). Östlicher Teil des Qínbā-Gebirges (秦巴山脉东段, Qínbā Shānmài), Becken des Hànjiāng-Flusses (汉江, Hànjiāng) und seines Nebenflusses Nánhé (南河).

  • Geografische Koordinaten: Ungefähr 32°22′ N, 109°21′ O.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:

  • Herkunft des Namens. „Nǚwā“ (女娲, Nǚwā) steht für die Schöpfergöttin, eine der wichtigsten Figuren der chinesischen Mythologie. „Yín Fēng“ (银峰, Yín Fēng) bedeutet „silberner Gipfel“ und verweist auf den silbrigen Flaum der Teeknospen und auf die Berggipfel des Nǚwāshān. Der Name bedeutet somit „Silberner Gipfel des [Berges] der Göttin Nǚwā“.

  • Die Tang-Ära und der Tributtee. Der Teeanbau im Kreis Pínglì ist seit der Tang-Dynastie (唐, 618–907) dokumentiert, als das Gebiet zu einem der acht großen Teebezirke des Reiches gehörte. In der Qīng-Dynastie (乾隆, 1735–1796) wurde der hiesige „Sānlǐyà Máojiān“ (三里垭毛尖, Sānlǐyà Máojiān) zu einem Tributtee für den kaiserlichen Hof und begründete den jahrhundertealten Ruf des Pínglì-Tees als „Heimat des Tributtees“ (贡茶之乡).

  • Entstehung von „Nǚwā Yínfēng“. Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte eine wissenschaftliche Gruppe unter Beteiligung lokaler Teeexperten einen neuen Tee, der traditionelles Hochgebirgsmaterial mit mechanisierter Technologie und manueller Veredelung (提毫, tíháo – „Aufrichten des Flaums“) verband. Der Tee wurde nach dem Berg Nǚwāshān benannt – dem heiligen Ort, an dem die Göttin der Legende nach den Himmel flickte.

  • Internationale Anerkennung. 2002 Goldmedaille der Westchinesischen Teeausstellung. 2007 Erhalt der geografischen Angabe der VR China. 2013 Goldmedaille der Panama-Ausstellung (als Teil von „Hànzhōng Xiānmáo“). 2022 Goldmedaille der Weltbewertung für grünen Tee (世界绿茶评比金奖) – die höchste internationale Auszeichnung für grünen Tee. Im selben Jahr Goldmedaille „Zhōngchábēi“ (中茶杯). Die Marke „Pínglì Nǚwā Chá“ wurde 2021 auf 2,454 Milliarden Yuán geschätzt.

  • Gesamte Branche. Derzeit gibt es im Kreis Pínglì 11 Teeanbau-Gemeinden, von denen jede über Teebasen von jeweils mehr als 10.000 mu verfügt; 55 der 137 Verwaltungsdörfer sind spezialisierte „Teedörfer“ mit mehr als 1.000 mu. Die Gesamtfläche der Tee- und Jiǎogǔlán-Plantagen beträgt 250.000 mu (~16.700 ha). Die jährliche Produktion liegt bei etwa 13.900 Tonnen, der Gesamtwert bei über 15,5 Milliarden Yuán. Über 10.000 Familien sind mit der Teeindustrie verbunden; das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommenswachstum durch Tee beträgt 1.565 Yuán. Der Kreis erhielt den Titel „Nationales Schlüsselgebiet für grünen Tee“ (全国绿茶重点产区, 2025).

  • Kulturelle Bedeutung. Nǚwā (女娲) ist eine der ältesten Gestalten der chinesischen Mythologie: die Schöpfergöttin, die den Himmel mit fünffarbigen Steinen flickte und die Menschen aus gelbem Lehm formte. Ihr Gemahl ist Fúxī (伏羲, Fúxī), der Schöpfer der Trigramme des „I Ging“ (《易经》). Der Berg Nǚwāshān im Kreis Pínglì ist ein heiliger Ort, an dem die Göttin der Überlieferung nach diese Tat vollbrachte. Am Fuße des Berges befinden sich die Ruinen „Guānyǎ gǔchángchéng“ (关垭古长城) – Überreste der etwa 2.700 Jahre alten Chǔ-Mauer, der ältesten Chinas. Der Beiname des Tees – „茶中仙子“ („Teefee“) – unterstreicht die mythologische Aura. Der Kreis Pínglì ist zudem die Wiege des traditionellen Schattentheaters „píngxián“ (平利弦子戏), das in die Liste des immateriellen Erbes von Shǎnxī aufgenommen ist.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:

  • Sorte / Kultivar: Hauptsächlich Pínglì Qúntǐzhǒng (平利群体种, Pínglì Qúntǐzhǒng) – eine lokale Populationsvarietät, die zu Camellia sinensis var. sinensis gehört. Strauchtyp (灌木型, guànmù xíng). Das Blatt reicht von elliptisch bis „weidenblattförmig“ (柳叶形). Früher Vegetationsbeginn, erhöhte Frostresistenz. Weitere Kultivare: Lóngjǐng 43 (龙井43号) und Fúdǐng Dàbái Chá (福鼎大白茶). Biochemisches Profil: Polyphenole 22,1–25 %, Aminosäuren 3,86–5,2 %, Selen deutlich über der Norm (2,26 ppm im fertigen Tee; in den Böden 0,35–3,85 mg/kg, was den üblichen Wert um das Dreifache übersteigt).

  • Ernte: Frühjahr (明前, Míngqián – vor Qīngmíng; 谷雨, Gǔyǔ – vor Gǔyǔ), Sommer und Herbst. Das Frühjahr ist die Haupt- und wertvollste Ernte.

  • Grade:

    • Spezial „Yùháo“ (玉毫, Yùháo): Einzelknospe (单芽, dānyá), über 90 % reine Knospen, Länge 1,5–2,0 cm. Form „silberne Nadel“. Flaum reichlich. Zarter Duft, maximale Frische.
    • Erster „Yúnfēng“ (云峰, Yúnfēng): Eine Knospe und ein Blatt im ersten Öffnungsstadium (一芽一叶初展), ≥ 90 %. Kastanien-Orchideen-Aroma.
    • Zweiter „Cuìhuá“ (翠华, Cuìhuá): Eine Knospe und zwei Blätter. Dichter Geschmack, weniger ausgeprägter Flaum.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten:

  • Klima: Das Qínbā-Gebirge (秦巴山脉) bildet die Grenze zwischen Nord- und Südchina, eine Übergangszone vom subtropischen zum gemäßigten Klima. Jahresmitteltemperatur 14–16 °C. Niederschlag rund 900 mm pro Jahr (in der Hauptwachstumszeit von April bis September jedoch über 1.000 mm). Bewölkungsgrad 65–85 %, was für diffuses Licht und verlangsamte Photosynthese sorgt. Waldbedeckung 76 %.

  • Höhe: Die Hauptteegärten liegen auf 400–800 m. Das Kerngebiet der Produktion befindet sich auf 600–1.500 m, der Zone maximaler Selen- und Aromavorläuferanreicherung.

  • Böden: Saure Granit-Braunerden (花岗岩酸性棕壤, pH 4,5–5,5). Gehalt an organischer Substanz > 1,5 %. Selen in den Böden 0,35–3,85 mg/kg, dreimal über dem chinesischen Durchschnitt. Der Kreis Pínglì liegt im „Selengürtel“ (富硒带, fùxī dài) – einer geochemischen Anomalie, die den Süden von Shǎnxī und den Norden von Húběi umfasst.

  • Ökologie: Das Kreisgebiet liegt im UNESCO-Biosphärenreservat „Der Mensch und die Biosphäre“ (联合国人与自然生物圈保护区). Keine Schwerindustrie. 26 Teeunternehmen des Kreises besitzen eine Bio-Zertifizierung, 12 eine Zertifizierung der Guten Landwirtschaftlichen Praxis (GAP) und 64 eine SC-Produktionslizenz. Insgesamt sind über 170 Betriebe im Kreis in ein System der Produktrückverfolgbarkeit eingebunden.

5. Herstellungstechnologie:

Die Technologie des Nǚwā Yín Fēng kombiniert vollständige Mechanisierung der Hauptschritte mit der manuellen „提毫“ (Aufrichten des Flaums) – einem einzigartigen Finish. Für den Herbsttee wird eine „三层焙火“ (sāncéng bèihuǒ) – eine dreischichtige Röstung – angewendet, die in der Grünteeherstellung beispiellos ist.

  • Ausbreiten (摊晾, tān liáng): Das frische Blatt wird auf Bambussieben ausgebreitet. Dauer – 12 Stunden – eine der längsten unter den chinesischen Grüntees. Das Verfahren wird poetisch „Wolkenausbreitung“ (云雾摊晾, yúnwù tān liáng) genannt. Das lange Welken bei kühlen Bergtemperaturen löst die Bildung von Aromavorläufern aus, die das Orchideenprofil formen.

  • Fixierung (杀青, shāqīng): Drehtrommel bei 140 °C – niedriger als bei vielen Grüntees (typisch 200–300 °C), wodurch ein Maximum an Aminosäuren und selenhaltigen Verbindungen erhalten bleibt.

  • Windkühlung (清风摊凉, qīngfēng tān liáng): Schnelle Abkühlung des fixierten Blattes im Luftstrom, um ein „Übergaren“ und den Verlust des zarten Aromas zu verhindern.

  • Formung (整形, zhěngxíng): Multifunktionsmaschine bei 100 °C. Leichtes Pressen zum Erhalt der „nadelartigen“ Form (圆直似针). Übermäßiger Druck ist unzulässig – das Blatt muss seine Integrität und den runden Querschnitt bewahren.

  • „Aufrichten des Flaums“ (提毫, tíháo): 90–100 °C. Manueller Arbeitsschritt – der Meister bringt mit kreisenden Bewegungen den silbrigen Flaum an die Oberfläche der Knospe. Genau dieser Schritt verleiht dem Tee sein charakteristisches „silbernes“ Aussehen und bildet im Aufguss den „goldenen Flaumsaum“ (金色毫晕, jīnsè háoyùn).

  • Abkühlung → Endtrocknung (足干, zúgān): 70–80 °C bis zu einer Restfeuchte von ≤ 6 %.

  • Dreischichtige Röstung für Herbsttee (三层焙火, sāncéng bèihuǒ): Einzigartige Raucharomatisierungstechnologie – drei Brennstoffschichten: Kiefernholz (松柴) → Bambusholzkohle (竹炭) → Beifuß (艾草, àicǎo). Jede Schicht bringt ihre eigene Aromakomponente ein: Kiefer eine harzige Note, Bambus mineralische Reinheit, Beifuß einen kräuterigen Oberton. Das Ergebnis ist ein Herbsttee mit einer ausgeprägten Note der „fünffarbigen Steine“.

6. Organoleptische Eigenschaften:

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Gerade „silberne Nadeln“ (圆直似针, yuánzhí sì zhēn), leicht flach, gleichmäßig (微扁匀齐). Reichlich silbriger Flaum bedeckt die Oberfläche jeder Knospe. Farbe – smaragdgrün mit silbrigem Schimmer.

  • Aroma des trockenen Blattes: „Zart“ (嫩香, nèn xiāng) – dominiert. Kastanie (栗香) – beim ersten Grad. Orchidee (兰花香, lánhuā xiāng) – fein, tritt beim Erwärmen der Tasse hervor.

  • Aroma des Aufgusses: Mehrschichtig. Kopfnote – Orchidee (兰花香), Herznote – Kastanie, Basisnote – „verstecktes Sandelholz“ (隐现檀香, yǐnxiàn tánxiāng) – eine mineralische Note, poetisch als „Atem der fünffarbigen Steine Nǚwās“ (五色石矿物气息) beschrieben. Orchidee aus dem Bergnebel, Sandelholz von den Granitböden.

  • Geschmack: Frisch (鲜爽, xiānshuǎng) – führend. Dicht (醇厚, chúnhòu) – Ergebnis der 22,1 % Polyphenole. „Gleitend“ (甘滑, gānhuá) – samtige Textur auf der Zunge. Ausgeprägte Rücksüße (回甘). Abgang langanhaltend, mit mineralischem Oberton.

  • Farbe des Aufgusses: Zartgrün, hell und klar, „wie Jade“ (清澈如翡翠, qīngchè rú fěicuì). Charakteristisches Detail – goldener Flaumsaum (泛金色毫晕, fàn jīnsè háoyùn): feinste Fläumchen, die im Aufguss schweben, erzeugen im Gegenlicht ein goldenes Leuchten.

  • Nasses Blatt: Zart, in „Buketts“ (成朵, chéng duǒ), gelbgrün, weich. Die Knospen sind ganz und elastisch.

7. Chemische Zusammensetzung:

  • Selen (Se): 2,26 ppm im fertigen Tee – dreimal höher als bei gewöhnlichem Grüntee. Quelle – der Selengürtel des Qínbā-Gebirges (0,35–3,85 mg Se/kg Boden). Selen ist ein starkes Antioxidans, das am Schutz der Zellmembranen und an der Regulation der Schilddrüsen- und Leberfunktion beteiligt ist.

  • Polyphenole: 22,1 % (nach Herstellerangaben bis zu 25 %). Hauptbestandteile sind Catechine, darunter EGCG. Ein für Hochgebirgstee relativ hoher Wert – bedingt durch die selenreichen Böden und die ausreichende Sonneneinstrahlung an den Südhängen des Bāshān.

  • Aminosäuren: 3,86 % (Grad „Yúnfēng“). Beim Grad „Yùháo“ (Einzelknospen der Frühjahrsernte) – bis zu 5,2 %. Hauptsächlich L-Theanin.

  • Koffein: 2–4 % (typisch für grünen Tee). Sorgt im Gleichgewicht mit L-Theanin für eine milde Anregung.

  • Vitamine: Vitamin C (erhalten durch die schonende Fixierung bei 140 °C), Vitamine B₁, B₂, E, Carotinoide.

  • Mineralien: Zink, Kalium, Mangan – aus den Granitböden. Erhöhter Selengehalt – ein charakteristisches Merkmal.

  • Ätherische Öle: Terpen- und phenolische Verbindungen, die das Orchideen-Sandelholz-Profil bilden. Die 12-stündige Ausbreitung bei kühlen Temperaturen maximiert die Bildung von Linalool und Geraniol (Orchideenkomponenten), und die Granitböden verleihen mineralische Obertöne.

8. Nützliche Eigenschaften:

  • Selen-Anreicherung (×3). Selen in bioverfügbarer Form ist an der antioxidativen Abwehr (Glutathionperoxidase), der Schilddrüsenregulation und der Leberunterstützung beteiligt. Zwei bis drei Tassen Nǚwā Yín Fēng pro Tag decken einen bedeutenden Teil des täglichen Selenbedarfs.

  • Antioxidative Wirkung. Hohe Polyphenole (22,1 %) + Selen = doppeltes antioxidatives System. EGCG neutralisiert freie Radikale; Se verstärkt den enzymatischen Schutz.

  • Tonisierende Wirkung. Koffein im Gleichgewicht mit L-Theanin – milde Wachheit, verbesserte Konzentration ohne Unruhe.

  • Leberunterstützung. Selen und Catechine entfalten eine leberschützende Wirkung und fördern die Entgiftung.

  • Herz-Kreislauf-Unterstützung. Polyphenole senken LDL und normalisieren den Blutdruck. Selen trägt zur Vorbeugung oxidativer Gefäßschäden bei.

  • Kognitive Unterstützung. L-Theanin stimuliert die Alpha-Wellen des Gehirns und verbessert Aufmerksamkeit und Gedächtnis.

  • Immunmodulierende Wirkung. Selen + Zink + EGCG – dreifache Unterstützung des Immunsystems.

  • Antibakterielle Wirkung. Catechine zeigen bakteriostatische Aktivität in der Mundhöhle.

9. Zubereitung:

  • Wassertemperatur: 80 °C (沸水晾3分钟, „kochendes Wasser 3 Minuten abkühlen lassen“).

  • Teemenge: 3 g auf 150 ml.

  • Gefäß: „Fúxī-Glas“ (伏羲式玻璃杯, Fúxī shì bōlíbēi) – ein Glasbecher, benannt nach Fúxī, dem Gemahl von Nǚwā und Schöpfer der Trigramme des „I Ging“. Das mythologische Paar – in einer Tasse. Alternative – lokale schwarze Keramik (本地黑陶碗, běndì hēi táo wǎn).

  • Vorgang:

    1. Tasse mit kochendem Wasser vorwärmen, Wasser abgießen.
    2. 3 g Tee einfüllen.
    3. Methode des „mittleren Aufgusses“ (先注水1/3摇香,再注满): Wasser zu 1/3 des Volumens einfüllen, die Tasse leicht schwenken, um das Aroma zu entfalten (摇香, yáo xiāng), dann bis zum Rand auffüllen.
    4. Erster Aufguss – 2 Minuten (länger als bei den meisten grünen Tees – zur vollen Entfaltung des Orchideen-Sandelholz-Profils).
    5. Jeder weitere Aufguss – +15 Sekunden.
    6. 3–5 Aufgüsse. Der Spitzengrad „Yùháo“ hält bis zu 5 Aufgüssen stand.
  • Kaltextraktion: 3 g + 500 ml Mineralwasser, 4 Stunden im Kühlschrank. Ergebnis – ein erfrischendes Getränk mit ausgeprägter Süße und leichtem Sandelholzoberton. Innerhalb von 24 Stunden verzehren – Selen oxidiert bei längerem Luftkontakt.

10. Aufbewahrung:

  • Bedingungen: Luftdichte Verpackung, Kühlschrank 0–5 °C. Besonders wichtig für den Erhalt von Selen in bioaktiver Form.
  • Feinde des Tees: Feuchtigkeit, Licht, Fremdgerüche, Sauerstoff (Se oxidiert).
  • Haltbarkeit: 12–18 Monate bei sachgemäßer Lagerung. Kaltansatz – innerhalb von 24 Stunden verzehren.
  • Besonderheit: Das Selen im Tee liegt überwiegend in organischer Form (Selenomethionin, Selenocystein) vor, die bioverfügbarer, aber auch oxidationsanfälliger ist als anorganische Formen. Daher sind für Nǚwā Yín Fēng luftdichte Verpackung und minimierter Sauerstoffkontakt besonders wichtig – selenhaltige Verbindungen bauen schneller ab als Polyphenole oder Aminosäuren. Eine geöffnete Packung sollte innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden.

11. Preis und Fälschungen:

  • Preisspanne: Grad „Yùháo“ (特级) – ab 800 Yuán für 500 g. „Yúnfēng“ (一级) – 400–800 Yuán. „Cuìhuá“ (二级) – 200–400 Yuán. Herbstlicher „Qiūyùn Yínfēng“ mit dreischichtiger Röstung – eine eigene Preisklasse.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:

    • Produkte mit der GI-Kennzeichnung „女娲银峰“ und dem Zeichen „平利女娲茶“ kaufen.
    • Visueller Schlüsseltest: Der „goldene Flaumsaum“ (金色毫晕) im Aufguss – bei Fälschungen fehlt er.
    • Aromatest: „Verstecktes Sandelholz“ (隐现檀香) im Aroma – eine charakteristische Note, die von den Granitböden des Nǚwāshān herrührt. Ohne sie – kein Nǚwā Yín Fēng.
    • Form: Echte „silberne Nadeln“ – gerade, mit rundem Querschnitt und reichlich Flaum. Fälschungen – flach, locker, ohne Flaum.
    • Verdächtig niedriger Preis: Der Grad „Yùháo“ kann nicht weniger als 500 Yuán pro 500 g kosten.

12. Interessante Fakten:

  • Göttin Nǚwā und die „fünffarbigen Steine“. Der Berg Nǚwāshān ist der Ort, an dem die Göttin der Legende nach den Himmel mit fünffarbigen Steinen (五色石) flickte. Die mineralische Note im Teearoma – ein Sandelholzoberton, der von den Granitböden stammt – wird poetisch als „Atem der Steine Nǚwās“ beschrieben. Die Verbindung von Mythologie und Terroir ist einzigartig in der Teewelt.

  • Das Fúxī-Glas. Der Hersteller empfiehlt, den Tee im Glasbecher „伏羲式“ zuzubereiten – eine Anspielung auf Fúxī (伏羲), den Gemahl Nǚwās und Schöpfer der Trigramme des „I Ging“. Das mythologische Paar – Mann und Frau – vereint sich in jeder Tasse wieder.

  • Gold bei World Green Tea (2022). Die höchste internationale Bewertung für grünen Tee. Im selben Jahr – Gold beim „Zhōngchábēi“ (中茶杯), dem ältesten nationalen Wettbewerb (seit 1994). Doppeltes Gold in einem Jahr ist eine Seltenheit für einen regionalen Tee.

  • „Dreischichtige Röstung“ (三层焙火). Kiefer → Bambusholzkohle → Beifuß – dreischichtige Raucharomatisierung für den Herbsttee. Die Technologie ist beispiellos in der Grünteeherstellung – die nächste Parallele ist die Röstung von Wǔyí-Oolong, doch dort wird nur ein Typ Holzkohle verwendet.

  • Se 2,26 ppm × 3. Selen aus den Böden eines UNESCO-Biosphärenreservats. Der Selengürtel des Qínbā-Gebirges ist eine der größten geochemischen Anomalien Chinas, die sich vom südlichen Shǎnxī bis zum nördlichen Húběi erstreckt.

  • 12 Stunden Ausbreitung. Die „Wolkenausbreitung“ (云雾摊晾) ist eine der längsten in der Grünteeherstellung. Zum Vergleich: Bei Lóngjǐng dauert sie 6–10 Stunden, bei Bìluóchūn 3–4 Stunden.

  • Die Chǔ-Mauer am Fuße der Teegärten. Am Nǚwāshān liegen die Ruinen „Guānyǎ gǔchángchéng“ – Überreste einer etwa 2.700 Jahre alten Mauer des Chǔ-Königreichs, der ältesten bekannten „Langen Mauer“ Chinas. Tee und antike Mauer – auf einem Berg.

13. Vergleich mit anderen grünen Tees:

  • Zǐyáng Máojiān (紫阳毛尖, Zǐyáng Máojiān): Ein weiterer selenangereicherter Tee aus Ānkāng. Flaumig, frisch. Unterscheidet sich von Nǚwā Yín Fēng durch die Form (gerollt vs. nadelig), das Fehlen des Sandelholzobtons und eine geringere Orchideennote.

  • Ēnshī Yùlù (恩施玉露, Ēnshī Yùlù): Selenangereicherter, gedämpfter grüner Tee aus Húběi (蒸青). Nǚwā Yín Fēng ist pfannen-/heißluftgetrocknet, was ein anderes Aromaprofil ergibt: kastanien-orchideenartig vs. maritim-grasig bei Yùlù.

  • Huángshān Máofēng (黄山毛峰, Huángshān Máofēng): Flaumig, Orchideenaroma, Höhe 700–1.800 m. Ähnliches Orchideenprofil, jedoch ohne Sandelholzoberton und ohne Selenanreicherung. Nǚwā Yín Fēng ist mineralischer.

  • Xìnyáng Máojiān (信阳毛尖, Xìnyáng Máojiān): Flaumig, frisch, herb. Polyphenole 18–25 %. Nǚwā Yín Fēng hat einen vergleichbaren Polyphenolgehalt, wird aber durch die Selenanreicherung und den einzigartigen Sandelholzoberton ergänzt.

  • Ānjí Báichá (安吉白茶, Ānjí Báichá): Rekordaminosäuren von 5–7 %. Leichter Körper, zartes Umami. Nǚwā Yín Fēng ist dichter (Polyphenole 22 % vs. 10–14 % bei Ānjí), mit Selenanreicherung und einem mineralischen Profil, das Ānjí fehlt.

Zum Abschluss:

Nǚwā Yín Fēng – die „Silberspitze“ des Berges, an dem die Göttin den Himmel flickte: ein Orchideen-Sandelholz-Aroma mit dem „Atem der fünffarbigen Steine“, dreimal mehr Selen als bei gewöhnlichem Tee, Gold bei World Green Tea 2022, ein UNESCO-Biosphärenreservat und das Fúxī-Glas zur Zubereitung. Ein Tee, in dem Mythologie und Terroir untrennbar sind: Die Granitböden des Nǚwā-Berges verleihen einen mineralischen Oberton, den Dichter als „Atem der Steine“ und Chemiker als Folge der Selen-Geochemie-Anomalie bezeichnen. 12 Stunden „Wolkenausbreitung“, manuelles „Aufrichten des Flaums“ und die dreischichtige Röstung des Herbsttees sind Technologien, die in der Welt des grünen Tees ihresgleichen suchen. Nǚwā Yín Fēng – die „Teefee“ für jene, die glauben, dass Mythologie in jeder Tasse lebt, und für jene, die Se, EGCG und den goldenen Saum des silbernen Flaums schätzen.