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Maoshan Qing Feng
Máoshān qīng fēng · 茅山青锋
Maoshan Qing Feng (茅山青锋, Máoshān qīng fēng) – «Grüne Klinge des Maoshan-Berges» – ein flacher, in der Pfanne erhitzter Grüntee aus dem Bezirk Jintan (金坛区, Jīntán Qū) der Stadt Changzhou (常州市, Chángzhōu Shì), Provinz Jiangsu.
Maoshan Qing Feng (茅山青锋, Máoshān qīng fēng) – «Grüne Klinge des Maoshan-Berges» – ein flacher, in der Pfanne erhitzter Grüntee aus dem Bezirk Jintan (金坛区, Jīntán Qū) der Stadt Changzhou (常州市, Chángzhōu Shì), Provinz Jiangsu. Der Tee ist nach dem heiligen daoistischen Berg Maoshan (茅山, Máoshān, 372,5 m) benannt – einem der «drei großen Berge des Daoismus» (道教三山, Dàojiào Sān Shān) und historischen Zentrum der Shangqing-Schule (上清派, Shàngqīng Pài, «Schule der Höchsten Reinheit»). Die Form des Teeblatts ist gerade, flach, «挺直如剑» (tǐngzhí rú jiàn, «gerade wie eine Schwertklinge») – daher «Qing Feng» (青锋, «Grüne Klinge»). Der Tee wurde 1982 auf der staatlichen Teefabrik Maolu (国营茅麓茶场, Guóyíng Máolù Cháchǎng) kreiert und erhielt 1990 die Nationale Silbermedaille für Qualität (国家银质奖, Guójiā Yínzhì Jiǎng) sowie 1995 die Nationale Goldmedaille (国家金奖). 2023 wurde die Teelandschaft «Maoshan-Tee-Meer» (茅山茶海, Máoshān Chá Hǎi) in die erste Liste der «Großen Teeberge Chinas» (中国大美茶山, Zhōngguó Dà Měi Chá Shān) aufgenommen.
1. Klassifikation und Herkunft:
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Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Flach erhitzter, pfannengerösteter Grüntee (扁形炒青绿茶, biǎnxíng chǎoqīng lǜchá). Form «schwertartig» (挺直如剑): flach, gerade, mit reichlich weißem Flaum. Fermentationsgrad – 0%.
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Kategorie: Produkt mit geografischer Angabe der VR China (国家地理标志产品, Guójiā Dìlǐ Biāozhì Chǎnpǐn). Nationale Silbermedaille für Qualität (国家银质奖, 1990). Nationale Goldmedaille (国家金奖, 1995). Goldmedaille der Internationalen Landwirtschaftsausstellung Chinas (中国国际农产品交易会金奖, 2015). «Großer Teeberg Chinas» (中国大美茶山, 2023 – Landschaft «Maoshan-Tee-Meer»). Das Kernproduktionsgebiet liegt im Nationalen Geopark Maoshan (茅山国家地质公园, Máoshān Guójiā Dìzhì Gōngyuán). Markenwert – 8,02 Milliarden Yuan (Bewertung der Zhejiang-Universität, 2015).
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Herkunft: China, Provinz Jiangsu (江苏省, Jiāngsū Shěng), Stadt Changzhou (常州市, Chángzhōu Shì), Bezirk Jintan (金坛区, Jīntán Qū). Im Bezirk sind etwa 60 Teebetriebe auf einer Gesamtfläche von rund 4,1 Tausend Mu (≈273 ha) tätig. Kernort – Gemeinde Maolu (茅麓镇, Máolù Zhèn).
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Geografische Koordinaten: Ca. 31°45′ n.Br., 119°33′ ö.L.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
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Sui-Dynastie – früher Teeanbau. Die Teetradition von Jintan reicht bis in die Sui-Dynastie (隋朝, 581–618) zurück. Maoshan ist eine der ältesten Teezonen der Provinz Jiangsu. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Fabrik Maolu (茅麓公司) für den Tee «Qiqiang» (旗枪茶, Qíqiāng Chá, «Tee der Fahne und Lanze») bekannt – einen flachen Grüntee, der auf den Märkten von Shanghai, Nanjing und entlang der Bahnstrecke Shanghai–Nanjing beliebt war. Marschall Chen Yi (陈毅) verschenkte eigens hergestellten «Qiqiang» aus der Fabrik Maolu als diplomatisches Geschenk an ausländische Botschafter.
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Entstehung (1982). Anfang der 1980er Jahre führten über zwanzig führende Teefachleute der Provinz Jiangsu gemeinsam mit Mitarbeitern der staatlichen Teefabrik Maolu eine dreijährige Arbeit zur Vervollkommnung der traditionellen «Qiqiang»-Technologie durch. Das Ergebnis war ein neuer Tee, der den Namen «Maoshan Qing Feng» erhielt: «Maoshan» (茅山) zu Ehren des heiligen daoistischen Berges; «Qing Feng» (青锋) – «Grüne Klinge» – eine Beschreibung der charakteristischen schwertartigen Form des Teeblatts.
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Anerkennung. 1983 – «Hervorragendes Produkt der Provinz Jiangsu» (江苏省优质产品). 1990 – Nationale Silbermedaille für Qualität (国家银质奖) – eine der höchsten Auszeichnungen für Teeprodukte der VR China. 1995 – Nationale Goldmedaille (国家金奖). Im selben Jahr erhielt der Bezirk Jintan den Titel «Heimat des chinesischen Grüntees» (中国绿茶(名茶)之乡, Zhōngguó Lǜchá (Míngchá) zhī Xiāng). 2015 – Goldmedaille der Internationalen Landwirtschaftsausstellung Chinas. 2023 – Aufnahme in die Liste «中国大美茶山».
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Kulturelle Bedeutung. Maoshan ist einer der «drei großen Berge des Daoismus» (道教三山), der Gründungsort der Shangqing-Schule (上清派, «Schule der Höchsten Reinheit»), einer der ältesten und einflussreichsten daoistischen Traditionen Chinas. Jintan galt historisch als «achter Himmel der Höhlen, erstes glückliches Land» (第八洞天, 第一福地) in der daoistischen Kosmologie. Die Teegärten an den Hängen des heiligen Berges sind von der spirituellen Aura einer jahrhundertealten daoistischen Tradition durchdrungen. Das «Maoshan-Tee-Meer» (茅山茶海) ist eine malerische Landschaft, in der Dutzende Teebetriebe ein «grünes Meer» vor dem Hintergrund alter daoistischer Tempel und Klöster bilden: Qianyuan Guan (乾元观, das einzige weibliche daoistische Kloster der Provinz Jiangsu), Yuanyang Guan (元阳观) und andere.
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Name des Tees – Analyse. 茅山 (Máoshān) – der Berg Maoshan, benannt nach den drei Brüdern Mao (茅氏三兄弟), daoistischen Einsiedlern der Han-Zeit, die auf diesem Berg Unsterblichkeit erlangt haben sollen. 青锋 (Qīng Fēng) – «Grüne Klinge»: 青 – «grün, jung»; 锋 – «Klinge, Schneide» – ein Hinweis auf die schwertartige Form des Teeblatts. Die vollständige poetische Bedeutung: «Grüne Klinge vom heiligen Berg Mao».
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:
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Art: Camellia sinensis var. sinensis.
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Kultivar: Maoshan Quntizhong (茅山群体种, Máoshān Qúntǐzhǒng) – lokale Populationssorte, mittel- und kleinblättrig, frosthart, gut an die Bedingungen des nördlichen subtropischen Klimas von Jiangsu angepasst. Zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Aminosäuren und ausgeprägte Zartheit der Knospen mit reichlich weißem Flaum aus.
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Pflückung: Frühjahrsernte, vor oder während der Guyu-Periode (谷雨, Gǔyǔ, «Kornregen», etwa 20. April). Die Spitzensorte wird vor Qingming (清明, Qīngmíng, etwa 5. April) gepflückt. Pflückstandard: eine Knospe + ein Blatt (一芽一叶, yī yá yī yè). Das gepflückte Rohmaterial muss einheitlich in Größe und Zartheit sein, ohne purpurne Blätter und von Schädlingen befallene Triebe.
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Grade:
- Spitzensorte (特级, tèjí): Reine Knospe oder eine Knospe + ein Blatt im Anfangsstadium der Entfaltung (一芽一叶初展). Flaum bedeckt ≥90% der Blattoberfläche. Für die Herstellung von 1 kg Spitzensorte werden etwa 90 000 Knospen benötigt – ein Wert, der mit hochwertigen Grüntees wie Lü Yang Chun (绿扬春) aus dem benachbarten Yangzhou vergleichbar ist. Preis – ab 1000 Yuan pro 500 g.
- Erster Grad (一级, yī jí): Eine Knospe + ein Blatt (一芽一叶). Gleichmäßige, flache Form mit deutlichem Flaum.
- Zweiter Grad (二级, èr jí): Eine Knospe + zwei Blätter (一芽二叶). Etwas größere Blätter, weniger raffiniertes Aroma.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten:
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Klima: Nördliches subtropisches Monsunklima. Jahresdurchschnittstemperatur – 15,3°C. Jährliche Niederschlagsmenge – 1063,5 mm. Ständige Bewölkung und häufiger Nebel sorgen für diffuses Licht, was die Anreicherung von Aminosäuren begünstigt und die Bitterkeit im Teeblatt reduziert. Relative Luftfeuchtigkeit – ≥80%.
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Höhe: Berg Maoshan – 372,5 m (nach Maßstäben des Hochgebirgstees nicht hoch, jedoch gleichen ständige Nebel und das spezifische Mikroklima des Geoparks die relativ geringe Höhe aus).
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Böden: Xiashu-Huangzongrang (下蜀黄棕壤土, Xiàshǔ Huángzōng Rǎngtǔ, «gelb-braune Böden aus Xiashu»). pH 4,5–5,5 – leicht saure Reaktion, optimal für den Teestrauch. Die Böden sind tiefgründig, fruchtbar, reich an organischer Substanz. Ein ähnlicher Bodentyp ist charakteristisch für den benachbarten Bezirk Jintan, in dem Jintan Queshe (金坛雀舌) produziert wird.
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Ökologie: Die Teegärten liegen innerhalb des Nationalen Geoparks Maoshan. Die Waldbedeckung im Produktionsgebiet beträgt 38,5 % (im Kerngebiet der Teezone nach einigen Angaben bis zu 55 %). Das Fehlen von Industrieobjekten garantiert eine Null-Belastung. Die Teegärten sind als «schadstofffreie Erzeugnisse» (无公害食品) und «grüne Erzeugnisse» (绿色食品) zertifiziert; ein Teil der Betriebe hat biologische Zertifizierung erlangt.
5. Herstellungstechnologie:
Halbmanuelle-halbmechanische Technologie (半手工半机械, bàn shǒugōng bàn jīxiè), Mechanisierungsgrad – etwa 50 %. Die Technologie geht auf die traditionellen Verfahren zur Herstellung von «Qiqiang» (旗枪茶) zurück, die über Jahrzehnte verfeinert und bei der Schaffung von «Qing Feng» 1982 formalisiert wurden.
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Ausbreiten (摊放, tānfàng): Das geerntete Rohmaterial wird gleichmäßig auf Bambussieben in einem belüfteten Raum für 4 Stunden ausgebreitet. In dieser Zeit verdunstet die Oberflächenfeuchtigkeit, und eine leichte Hydrolyse von Proteinen mit Freisetzung von Aminosäuren setzt ein, was die Grundlage für den frischen Umami-Geschmack legt.
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«Grüntötung» mit gleichzeitiger Formgebung (杀青 + 整形, shāqīng + zhěngxíng): Ein entscheidender Schritt, der manuell ausgeführt wird. Der Meister wendet vier charakteristische Griffe an: «liao» (撩, aufnehmen), «dou» (抖, schütteln), «tuo» (托, unterlegen), «ting» (挺, ausrichten). Die Kombination dieser Bewegungen formt die anfängliche «klingenartige» Gestalt des Teeblatts und inaktiviert rasch Oxidasen, wodurch die grüne Farbe und das frische Aroma fixiert werden.
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Abkühlen (摊凉, tānliáng): Nach der Erhitzung wird der Tee in dünner Schicht ausgebreitet, um abzukühlen und die Restfeuchtigkeit zwischen Oberfläche und Kern des Blattes umzuverteilen.
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«Huiguo» – finale Erhitzung mit Formgebung (辉锅, huīguō): Langsame Erhitzung bei niedriger Temperatur (40–55°C) mit gleichzeitiger Formgebung – «litiao yabian» (理条压扁, lǐtiáo yābiǎn, «Streifen ausrichten + flachdrücken»). Dies ist der kritische Schritt, der die endgültige «schwertartige» Form verleiht: Die Blätter werden vollkommen flach, gerade und glänzend. Das Temperaturregime ist «先低后高» (zuerst niedrig, dann erhöhend), mit genauer Druckkontrolle: übermäßiger Druck macht das Blatt zu breit und flach, unzureichender lässt es locker und unvollständig entfaltet.
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Endveredelung (精制, jīngzhì): «Gemo Bopian» (割末簸片, gēmò bōpiàn) – Beschneiden von Krümeln und Fächersortierung. Kleine Fragmente, Staub und unregelmäßige Blätter werden entfernt. Endgültige Feuchtigkeit – ≤6 %.
6. Organoleptische Eigenschaften:
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Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Flache, gerade «Klingen» (扁平挺直如剑, biǎnpíng tǐngzhí rú jiàn). Farbe – grün mit öligem Glanz (绿润, lǜrùn). Die Oberfläche ist gleichmäßig mit weißem Flaum bedeckt (显毫, xiǎnháo). Die Blätter sind einheitlich in Größe und Form, ohne Bruchstücke und Staub.
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Aroma des trockenen Blattes: Sauber, frisch, mit Noten jungem Grün und einer leichten bohnigen Nuance, die für flache, erhitzte Grüntees aus Jiangsu charakteristisch ist.
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Aroma des Aufgusses: Rein (清香, qīngxiāng), hoch und frisch (高爽, gāoshuǎng). Anhaltend, entfaltet sich in mehreren Schichten: anfangs frische grüne Noten, mittig ein leichter Kastanienton, im Abgang eine zarte blumige Süße. Das Aroma bleibt über mehrere Aufgüsse erhalten.
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Geschmack: Frisch (鲜爽, xiānshuǎng) und vollmundig (醇厚, chúnhòu). Ausgeprägter Umami-Geschmack (鲜, xiān), bedingt durch den hohen Gehalt an Aminosäuren. Die zurückkehrende Süße (回甘, huígān) ist weich und anhaltend. Bitterkeit und Herbheit sind bei korrekter Zubereitung minimal. Der Abgang ist rein, mit einer leichten Kühle.
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Farbe des Aufgusses: Grün, klar und leuchtend (绿明, lǜmíng), mit einem leichten gelben Schimmer. Hohe Transparenz.
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Teeblatt (aufgegossen): Zartgrün, gleichmäßig (嫩绿匀整, nèn lǜ yún zhěng). Die Blätter öffnen sich vollständig und bewahren ihre Ganzheit und Elastizität.
7. Chemische Zusammensetzung:
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Polyphenole (茶多酚, chá duōfēn): Gehalt – 15–20 % der Trockenmasse (typischer Bereich für zarte Frühlingsgrüntees aus den nördlichen Subtropen). Hauptfraktion sind Catechine (儿茶素, ér chá sù), vor allem Epigallocatechin-3-gallat (EGCG), das eine ausgeprägte antioxidative Wirkung besitzt. Der moderate Polyphenolgehalt (niedriger als bei südlichen großblättrigen Tees) sorgt für einen milden, nicht aggressiven Geschmack ohne ausgeprägte Bitterkeit.
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Aminosäuren (氨基酸, ānjīsuān): Erhöhter Gehalt – Ergebnis des nördlichen subtropischen Klimas, der ständigen Bewölkung und der sauren gelb-braunen Böden. Hauptkomponente ist L-Theanin (茶氨酸, chá ānjīsuān), das etwa die Hälfte der gesamten freien Aminosäuren ausmacht. L-Theanin ist für den Umami-Geschmack (鲜味) und die sanfte, entspannende Süße verantwortlich. Das Verhältnis Polyphenole/Aminosäuren (酚氨比, fēn’ān bǐ) ist erniedrigt, was ein Marker für hochwertigen Frühlingsgrüntee mit ausgeprägter Frische und minimaler Bitterkeit ist.
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Koffein (咖啡碱, kāfēi jiǎn): 2–3 % der Trockenmasse – typischer Wert für grüne Tees. Sorgt für eine moderate anregende Wirkung, die durch das Vorhandensein von L-Theanin gemildert wird.
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Fluor (氟, fú): Erhöhter Gehalt – eine charakteristische Eigenschaft von Tees aus den gelb-braunen Böden von Jintan. Trägt zur Stärkung des Zahnschmelzes und zur Kariesprävention bei.
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Vitamine: Vitamin C (Ascorbinsäure) – bleibt dank minimaler Fermentation in erheblicher Menge erhalten. Vitamine der B-Gruppe (B1, B2), Vitamin E (Tocopherole).
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Mineralien: Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan, Zink, Selen (in Spuren, abhängig vom konkreten Standort).
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Ätherische Öle (芳香物质, fāngxiāng wùzhì): Verantwortlich für das charakteristische reine «Qing Xiang» (清香) Aroma. Hauptkomponenten – Linalool, Geraniol, cis-3-Hexenol (Geruch von frisch gemähtem Gras).
8. Gesundheitsfördernde Eigenschaften:
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Antioxidative Wirkung. Catechine (insbesondere EGCG) neutralisieren freie Radikale, verlangsamen die Zellalterung und reduzieren das Risiko chronischer Erkrankungen.
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Stärkung von Zähnen und Zahnfleisch. Der erhöhte Fluoridgehalt in Kombination mit Catechinen wirkt vorbeugend gegen Karies und entzündliche Erkrankungen der Mundhöhle.
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Anregende Wirkung. Koffein in Verbindung mit L-Theanin sorgt für eine sanfte, langanhaltende Wachheit ohne plötzliche Spitzen und nachfolgenden «Absturz» – die sogenannte «Tee-Wachheit» (茶醉, chá zuì im positiven Sinne).
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Unterstützung kognitiver Funktionen. L-Theanin stimuliert die Produktion von Dopamin und Alphawellen im Gehirn, verbessert Konzentration, Gedächtnis und Lernfähigkeit.
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Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems. Teepolyphenole tragen zur Senkung des «schlechten» Cholesterins (LDL) und zur Verbesserung der Gefäßelastizität bei.
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Unterstützung der Verdauung. Tannine und Catechine regen die Peristaltik an, fördern den Fettabbau und die Normalisierung der Darmflora.
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Unterstützung des Sehvermögens. Vitamin C und Carotinoide, die durch die schonende Verarbeitung erhalten bleiben, tragen zum Schutz der Netzhaut vor oxidativem Stress bei.
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Antibakterielle Wirkung. Catechine und Polyphenole hemmen das Wachstum pathogener Bakterien, einschließlich Staphylococcus aureus und Streptococcus mutans (Haupterreger von Karies).
9. Zubereitung:
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Wassertemperatur: 80–85°C. Kein kochendes Wasser verwenden – zu hohe Temperatur extrahiert übermäßig viele Polyphenole und verleiht dem Aufguss Bitterkeit, wobei das zarte Aroma überdeckt wird.
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Teemenge: 3 g auf 150 ml Wasser (Verhältnis 1:50).
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Gefäß: Ein durchsichtiges Glas – Standard für «Qing Feng». Bemerkenswerterweise gibt die technische Norm für den Tee eine empfohlene Glas-Transparenz von ≥91,5 % an, was den ästhetischen Wert der Beobachtung der langsam im Wasser niedersinkenden «Klingen» unterstreicht. Geeignet ist auch eine Porzellan-Gaiwan (盖碗, gàiwǎn) für kontrollierteres Aufgießen.
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Vorgang:
- Glas oder Gaiwan mit heißem Wasser vorwärmen, ausschütten.
- 3 g Tee einfüllen.
- Methode des «doppelten Aufgießens» (两次沏泡法, liǎng cì qīpào fǎ) anwenden: etwa ¼ des Volumens Wasser (80–85°C) eingießen, die Blätter 30 Sekunden durchziehen lassen – in dieser Phase beginnen sich die «Klingen» langsam zu öffnen.
- Wasser bis zum vollen Volumen mit «hohem Strahl» (高冲, gāochōng) nachgießen – das Anheben der Kanne erzeugt Turbulenzen, die das Aroma freisetzen.
- Erster Aufguss – 5 Sekunden ziehen lassen.
- Weitere Aufgüsse – pro Aufguss 5–10 Sekunden dazugeben. Der Tee verträgt bis zu 5 Aufgüsse und entfaltet dabei nach und nach Süße und Milde.
10. Lagerung:
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«Ruhe» nach der Herstellung. Frischer Tee sollte 10–15 Tage bei Zimmertemperatur ruhen (退火, tuìhuǒ, «die Hitze mildern»), damit die übermäßige «Feurigkeit» der Erhitzung nachlässt und das Aroma sich stabilisiert.
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Hauptlagerung. Nach der Ruhephase – luftdichte Verpackung (vakuumiert oder mit Stickstoffatmosphäre) und Aufbewahrung im Kühlschrank bei 0–5°C. Vor Licht, Feuchtigkeit, Fremdgerüchen und Sauerstoff schützen – den vier Hauptfeinden des Grüntees.
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Haltbarkeit. Unter korrekten Bedingungen – bis zu 12–18 Monate. Nach Öffnen der Packung – innerhalb von 1–2 Monaten verbrauchen. Aufgetauter Tee darf nicht erneut eingefroren werden.
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Behältnis. Vorzugsweise Aluminiumfolie mit innerer Polyethylenschicht oder Blechdosen mit dichtem Deckel. Glasbehältnisse sind nur bei Lagerung in völliger Dunkelheit geeignet.
11. Preis und Fälschungen:
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Preisspanne. Spitzensorte (特级) – ab 1000 Yuan pro 500 g (≈140 USD). Erster Grad – 400–800 Yuan pro 500 g. Zweiter Grad – 100–300 Yuan pro 500 g. Am Einzelhandelsmarkt ist gängiger «Qing Feng» bereits ab 100 Yuan pro 500 g erhältlich, was ihn zu einem der erschwinglichsten hochwertigen Grüntees aus Jiangsu macht. Preisfaktoren: Erntezeitpunkt (vor Qingming deutlich teurer), Grad des Rohmaterials, Reputation des Betriebs.
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Wie man Fälschungen vermeidet:
- Kaufen Sie mit GI-Kennzeichnung. Echter Tee ist mit dem Zeichen «茅山青锋» (geografische Angabe) gekennzeichnet. Wichtigste zertifizierte Produzenten: Teefabrik Maolu (茅麓茶场), Fanglu (方麓茶场), Xinpin (鑫品茶业) und andere.
- Beurteilung des Aussehens. Echter «Qing Feng» zeigt gleichmäßige, flache, gerade «Klingen» gleicher Größe, mit deutlichem weißem Flaum und ölig-grünem Glanz. Fälschungen sind oft formunregelmäßig und matt.
- Beurteilung des Aromas. Echter Tee besitzt ein reines, hohes, frisches Aroma ohne muffige, grasige oder «ofige» Noten.
- Prüfung des Aufgusses. Der Aufguss sollte klar, grün mit leichtem Gelbstich sein. Trüber oder dunkler Aufguss deutet auf falsche Verarbeitung oder Fälschung hin.
- Preisüberprüfung. Verdächtig niedriger Preis für «Spitzensorte» (weniger als 500 Yuan pro 500 g) ist ein Grund, an der Echtheit zu zweifeln.
12. Interessante Fakten:
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Daoistischer heiliger Berg. Maoshan ist einer der «drei großen Berge des Daoismus» (neben dem Longhushan in Jiangxi und dem Qingchengshan in Sichuan), der Gründungsort der Shangqing-Schule (上清派, «Schule der Höchsten Reinheit»), die sich im 4. Jahrhundert herausbildete. Die Teegärten an den Hängen des Berges versorgten über Jahrhunderte die daoistischen Tempel und Klöster. Der Bezirk Jintan gilt als «achter Himmel der Höhlen, erstes glückliches Land» in der daoistischen Geografie.
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90 000 Knospen pro 1 kg. Für die Spitzensorte werden etwa 90 000 zarte Frühfrühlingsknospen pro Kilogramm fertigem Tee benötigt – ein Arbeitsaufwand, der dem von hochwertigen Grüntees wie Lü Yang Chun (绿扬春) aus dem benachbarten Yangzhou und Junshan Yinzhen (君山银针) aus Hunan entspricht.
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«Maoshan-Tee-Meer» – «Großer Teeberg Chinas» (2023). Die Landschaft «茅山茶海» wurde Teil der ersten Liste «中国大美茶山» – einem nationalen Register herausragender Teelandschaften. Es handelt sich um das erste Objekt dieser Art aus der Provinz Jiangsu.
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«Qiqiang» vor 1949 und Marschall Chen Yi. Vor der Entwicklung von «Qing Feng» war die Fabrik Maolu berühmt für den «Tee der Fahne und Lanze» (旗枪茶) – den Vorgänger des heutigen Tees. Marschall Chen Yi schenkte «Qiqiang» persönlich ausländischen Diplomaten und bemerkte: «Mein Tee unterscheidet sich von anderen – gießen Sie zuerst das Wasser ein, dann geben Sie die Blätter hinzu.»
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Tee aus einem nationalen Geopark. Maoshan Qing Feng ist einer der wenigen Tees in China, dessen Produktionszone vollständig innerhalb der Grenzen eines nationalen Geoparks liegt, was eine außergewöhnliche ökologische Reinheit und ein einzigartiges geologisches Terroir garantiert.
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Heimat des Mathematikers Hua Luogeng. Der Bezirk Jintan ist der Geburtsort des großen chinesischen Mathematikers Hua Luogeng (华罗庚, 1910–1985), der sagte: «Nichts duftet so sehr wie der Tee aus der Heimat, niemand ist einem näher als die Landsleute» (香,香不过家乡茶;亲,亲不过故乡人) – Worte, die zum inoffiziellen Motto der Teekultur von Jintan wurden.
13. Vergleich mit anderen flachen Grüntees:
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Jintan Queshe (金坛雀舌, Jīntán Quèshé, «Zungenblättchen des Goldaltars»). «Nachbar» und «Verwandter» von Qing Feng – beide Tees stammen aus dem Bezirk Jintan, von denselben gelb-braunen Böden, oft von denselben Plantagen. Unterschied: «Queshe» besteht aus reinen Knospen ohne Blatt (einzelne Knospe), die Form ist kürzer und kompakter (wie ein «Spatzenzünglein»); «Qing Feng» ist Knospe + Blatt, länger, in «Klingenform». Das Aroma von «Queshe» ist konzentrierter und süßer, hält aber über die Aufgüsse weniger stand. «Queshe» ist preislich hochwertiger (ab 1500 Yuan pro 500 g für die Spitzensorte).
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Xi Hu Long Jing (西湖龙井, Xīhú Lóngjǐng). Der wichtigste Maßstab für flache Grüntees Chinas. Unterschiede: «Long Jing» – bohnig-kastanienartiges Aroma, ausgeprägtere gelbgrüne Tonung des Aufgusses, «süß-kastanienartige» Geschmacksdominante; «Qing Feng» – Aroma frischer und «grüner», hellerer Aufguss, Umami dominiert. Technologie: «Long Jing» wird durch Handdruck im Wok geformt; «Qing Feng» – mit vier manuellen Griffen (liao, dou, tuo, ting). Terroir: «Long Jing» – subtropisches Hangzhou, saure rote Böden; «Qing Feng» – nördliche Subtropen Jiangsu, gelb-braune Böden.
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Taiping Hou Kui (太平猴魁, Tàipíng Hóu Kuí). Ebenfalls ein flacher Grüntee, aber von radikal anderem Maßstab: Die Blätter von «Hou Kui» sind groß, bis zu 7 cm, aus zwei Blättern mit Knospe; «Qing Feng» – kompakte «Klingen» aus Knospe mit einem Blatt. Das Geschmacksprofil von «Hou Kui» ist orchideenartig, mit deutlicherer Herbe; «Qing Feng» – reiner, zarter, mit Betonung auf Umami.
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Lu’an Guapian (六安瓜片, Liù’ān Guāpiàn). Flacher Grüntee aus Anhui, einzigartig dadurch, dass er ohne Knospen – nur aus Blättern – hergestellt wird. Form – «Kürbiskern». Geschmack ist kräftiger und «erwachsener», mit ausgeprägter Kastaniennote; «Qing Feng» baut im Gegensatz dazu auf Zartheit und Frische der Frühfrühlingsknospen.
Zum Abschluss:
Maoshan Qing Feng – die «Grüne Klinge» vom heiligen daoistischen Berg: flache, schwertartige Teeblätter aus 90 000 Frühfrühlingsknospen pro Kilogramm, nationale Silber- und Goldmedaillen, erster Vertreter der «Großen Teeberge Chinas» aus Jiangsu. Ein Tee, der die Strenge der Form und die Reinheit des Aromas mit der spirituellen Aura eines der bedeutendsten Berge des Daoismus verbindet – dem Berg, auf dem die drei Brüder Mao Unsterblichkeit erlangten und die Shangqing-Schule die Tradition der «Höchsten Reinheit» begründete. Für jene, die die zarte Frische des Frühlings-Umami, die weiche zurückkehrende Süße und die Schönheit der «Klingen» schätzen, die langsam im durchsichtigen Glas niedersinken, wird Maoshan Qing Feng eine Entdeckung sein – zugänglich, aber nicht banal, lokal, aber weltbühnenwürdig.