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Liùlóng Lǜchá

Liùlóng lǜchá · 六龙绿茶

Liùlóng Lǜchá (六龙绿茶, Liùlóng lǜchá) — der „Grüntee der Sechs Drachen“ — ist ein Hochland-Grüntee aus dem Kreis Nandan (南丹县, Nándān Xiàn) der Stadt Hechi (河池市, Héchí Shì) im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang.

Liùlóng Lǜchá (六龙绿茶, Liùlóng lǜchá) — der „Grüntee der Sechs Drachen“ — ist ein Hochland-Grüntee aus dem Kreis Nandan (南丹县, Nándān Xiàn) der Stadt Hechi (河池市, Héchí Shì) im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang. Der Name „六龙“ („Sechs Drachen“) entstammt dem „Buch der Wandlungen“ („I Ging“, 《易经》, Yìjīng): „时乘六龙以御天“ — „Wer zur rechten Zeit die Sechs Drachen besteigt, [der Weise] lenkt den Himmel“. Den Namen gab dem Tee 1932 General Mo Shujie (莫树杰, Mò Shùjié), Befehlshaber der Gui-Streitkräfte, der nach seinem Rückzug in sein Heimatdorf Longma (龙马村, Lóngmǎ Cūn, „Dorf des Drachen und des Pferdes“) zurückkehrte und den Teegarten „Zihua Gongyuan“ (子华公园, Zǐhuá Gōngyuán) anlegte. Der Tee wird am Südhang des Yunnan-Guizhou-Plateaus (云贵高原, Yún-Guì Gāoyuán) in 800–1000 m Höhe aus der großblättrigen Yunnan-Varietät (云南大叶种, Yúnnán Dàyè Zhǒng) angebaut und unter der gemeinsamen Marke „六龙“ in fünf verschiedenen Formen produziert. 2022 erhielt der Tee den Status einer geschützten geografischen Angabe der VR China.

1. Klassifikation und Herkunft:

  • Typ: Grüntee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Kombinierte Technologie: Röstung + Trocknung (烘炒结合, hōng chǎo jiéhé). Fünf Erscheinungsformen: flach (扁形, biǎnxíng — „Gongpincha“ und „Cuipiancha“), nadelförmig (针形, zhēnxíng — „Yu Yacha“), spiralig (卷曲形, juǎnqū xíng — „Baimaocha“), feinspiralig (细卷形, xì juǎn xíng — „Yunjiancha“). Fermentationsgrad — 0 %.

  • Kategorie: Produkt mit geschützter geografischer Angabe der VR China (国家农产品地理标志产品, Guójiā Nóngchǎnpǐn Dìlǐ Biāozhì Chǎnpǐn, 2022). Goldmedaille der Internationalen Teemesse Chengdu (成都国际茶博会金奖, Chéngdū Guójì Chá Bóhuì Jīn Jiǎng, 2011 — Linie „Baimaocha“). Silbermedaille — Linie „Cuipiancha“. Jährliches Produktionsvolumen (Stand 2025) — rund 2250 Tonnen.

  • Herkunft: China, Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang (广西壮族自治区, Guǎngxī Zhuàngzú Zìzhìqū), Stadt Hechi (河池市, Héchí Shì), Kreis Nandan (南丹县, Nándān Xiàn). Das Anbaugebiet umfasst 5 Großgemeinden und 70 Dörfer. Kerngebiet — die Gemeinde Liuzhai (六寨镇, Liùzhài Zhèn) und das Dorf Longma (龙马村, Lóngmǎ Cūn, „Dorf des Drachen und des Pferdes“) — gilt als „Wiege“ des Liùlóng Lǜchá.

  • Geografische Koordinaten: Etwa 25°00′ n. Br., 107°30′ ö. L.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:

  • 800 Jahre — die Tusi-Ära der Familie Mo. Vor etwa 800 Jahren, zur Zeit des Tusi-Systems (土司制度, tǔsī zhìdù, erbliche indigene Herrscher), begann die Familie Mo (莫氏土司, Mò Shì Tǔsī) mit dem Teeanbau im Dorf Longma. Das Geschlecht Mo war über mehrere Jahrhunderte der erbliche Herrscher der Region Nandan, und die Teewirtschaft wurde unter ihrer Schirmherrschaft Teil der Wirtschaftsstruktur.

  • 1932 — General Mo Shujie. General Mo Shujie (莫树杰), Nachfahre der Familie Mo und ehemaliger Befehlshaber der Gui-Streitkräfte (桂系部队), kehrte nach seinem Dienst in sein Heimatdorf Longma zurück und legte den mustergültigen Teegarten „Zihua Gongyuan“ (子华公园) mit ausgewählten Teebäumen an. Er gab dem Tee den Namen „六龙“ — „Sechs Drachen“ — und entlehnte das Bild dem „Buch der Wandlungen“ (《易经》): „时乘六龙以御天“ — „Wer zur rechten Zeit die Sechs Drachen besteigt, [der Weise] lenkt den Himmel“. Es handelt sich um einen der wenigen Fälle in der chinesischen Teegeschichte, in dem ein Militärführer einem Tee einen Namen gab und dabei auf einen kanonischen philosophischen Klassiker zurückgriff.

  • 1960er Jahre — Gründung der Teebasis. Im Dorf Longma wurde eine Teeproduktionsbasis errichtet, die Cultivare wurden verbessert und die Plantagen erweitert.

  • 2011–2022 — Anerkennung. 2011 — Goldmedaille der Internationalen Teemesse Chengdu (Linie „Baimaocha“). 2022 — Status einer geschützten geografischen Angabe der VR China (国家农产品地理标志产品).

  • Name des Tees — eine Analyse. 六龙 (Liùlóng) — „Sechs Drachen“. Im „I Ging“ symbolisieren die sechs Linien des Hexagramms Qian (乾卦, Qián Guà, „Das Schöpferische“, das erste Hexagramm) sechs Entwicklungsstufen des Drachen — vom verborgenen bis zum am Himmel schwebenden. „Die Sechs Drachen besteigen“ (乘六龙) bedeutet, die kosmischen Kräfte zu lenken und im Einklang mit dem Wechsel der Jahreszeiten zu stehen. 绿茶 (Lǜchá) — „Grüntee“. Die vollständige poetische Bedeutung: „Grüntee, der die kosmische Harmonie der Sechs Drachen in sich trägt“.

  • Kulturelle Bedeutung. Der Kreis Nandan ist eine multiethnische Region, in der die Völker der Zhuang (壮族), Yao (瑶族), Miao (苗族), Mulam (仫佬族) und andere leben. Der Tee „六龙“ ist Teil der interethnischen Gastfreundschaftskultur: Er wird in allen Gemeinschaften unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit den Gästen gereicht. Das Dorf Longma, benannt als „Dorf des Drachen und des Pferdes“, vereint zwei mächtige Symbole der chinesischen Mythologie — den Drachen (龙, Macht) und das Pferd (马, Schnelligkeit) — und verleiht dem Ort eine besondere kulturelle Resonanz.

3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:

  • Art: Camellia sinensis var. assamica (großblättrige Yunnan-Varietät).

  • Cultivar: Yunnan Da Ye Zhong (云南大叶种, Yúnnán Dàyè Zhǒng) — Anteil an den Pflanzungen ~80 %. Baumartiger Typ (乔木型, qiáomù xíng), großblättrig (大叶, dàyè). Die Teebäume sind 30 Jahre und älter. Sie zeichnen sich durch einen hohen Polyphenolgehalt (≥28,3 % im frischen Blatt) und eine kräftige, große Knospe mit reichem weißem Flaum aus. Plantagenbewirtschaftung: vollständiges Pestizidverbot, Düngung ausschließlich mit organischen Düngemitteln (Kleie, Asche). Alte Bäume werden für die Herstellung der Spitzenqualität verwendet.

  • Ernte: Früher Frühling, Hauptsaison bis Guyu (谷雨, Gǔyǔ). Der Erntestandard hängt von der Linie ab: für „Gongpincha“ — einzelne Knospen oder eine Knospe plus ein Blatt; für „Baimaocha“ und „Yunjiancha“ — eine Knospe plus ein bis zwei Blätter. Das Rohmaterial wird von Hand gepflückt.

  • Fünf Linien:

    • Gongpincha (贡品茶, Gòngpǐn Chá, „Tributtee“): Vollständige Handarbeit, flache Form. Aroma — Bohnennote (豆香, dòuxiāng). Gilt als „Kopf-Tee“ (头茶, tóuchá) — die erste, wertvollste Ernte. Die hochwertigste Linie.
    • Yu Yacha (玉芽茶, Yù Yá Chá, „Jade-Knospe“): Einzelknospe, nadelförmig. Beim Aufgießen im Glas zeigt sich das Phänomen „三起三落“ (sān qǐ sān luò, „dreimal Aufsteigen — dreimal Absinken“): Die Knospen tauchen dreimal an die Oberfläche und sinken wieder ab, um schließlich senkrecht auf dem Glasboden zu stehen — ein Schauspiel, vergleichbar mit Junshan Yinzhen (君山银针) aus Hunan. Geschmack — süß.
    • Cuipiancha (翠片茶, Cuìpiàn Chá, „Jade-Blättchen“): Flach, smaragdgrüne Form. Aroma beständig, frisch. Silbermedaille internationaler Ausstellungen.
    • Baimaocha (白毫茶, Báiháo Chá, „Weißflaum-Tee“): Spiralform, reichlich weißer Flaum. Aufguss — smaragdgrün. Goldmedaille der Teemesse Chengdu 2011.
    • Yunjiancha (云尖茶, Yúnjiān Chá, „Wolkenspitze“): Feine Spiralen. Aroma — Orchideennote (兰花香, lánhuā xiāng). Die aromatisch raffinierteste Linie.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten:

  • Klima: Südhang des Yunnan-Guizhou-Plateaus (云贵高原). Mittlere Jahrestemperatur — 17,2 °C. Jährliche Niederschlagsmenge — 1470 mm. Bewölkung — über 180 Tage im Jahr. Diffuses Licht macht etwa 70 % des Gesamtlichts aus — ein hoher Wert, der die Anreicherung von Aminosäuren fördert. Tägliche Temperaturamplitude — über 10 °C — ein Schlüsselfaktor für die Anhäufung von Zuckern und Aromastoffen.

  • Höhe: 800–1000 m — Hochlandtee nach den Standards von Guangxi.

  • Böden: Rote sandig-kiesige Verwitterungsböden (赤色砂砾岩风化土, chìsè shālì yán fēnghuà tǔ), die auf verwitterten roten Sandsteinen entstanden sind. pH-Wert 4,5–6,5. Selengehalt (Se) — 0,018–0,066 mg/kg — 1,3-mal höher als der Durchschnitt chinesischer Grüntees. Das einzigartige Mineralprofil der Böden trägt zur charakteristischen „Felsmelodie“ (岩韵, yányùn) bei — einem leichten mineralischen Ton im Geschmack, der eher für Wuyi-Oolongs typisch ist, hier jedoch im Grüntee auftritt.

  • Ökologie: Waldbedeckung — 90 % — einer der höchsten Werte unter allen Teeanbaugebieten Chinas. Keine industrielle Verschmutzung. Biologische Schädlingsbekämpfung (ohne Pestizide, unter Einsatz natürlicher Fressfeinde) erhöht die Biodiversität auf den Plantagen um rund 50 %.

5. Herstellungstechnologie:

Kombinierte Technologie: Röstung + Trocknung (烘炒结合, hōng chǎo jiéhé). Die Details variieren je nach Linie, das allgemeine Schema umfasst jedoch:

  • Auslegen (摊放, tānfàng): Das frisch gepflückte Rohmaterial wird auf Bambussieben ausgebreitet. Dauer — 4–16 Stunden — ungewöhnlich lang für einen Grüntee. Das verlängerte Auslegen fördert eine tiefgreifende Hydrolyse der Proteine, wobei freie Aminosäuren freigesetzt und die Süße entwickelt werden. Genau dieser Schritt legt die Grundlage für den charakteristischen mild-süßen (甘醇, gānchún) Geschmack.

  • „Grüntötung“ (杀青, shāqīng): Hochtemperatur-Röstung (etwa 300 °C) nach dem Prinzip „高温短时“ (gāowēn duǎnshí, „hohe Temperatur — kurze Zeit“). Deaktiviert die Oxidasen und fixiert die grüne Farbe. Reduziert die grasigen Noten um rund 30 %.

  • Rollen (揉捻, róuniǎn): Nach dem Prinzip „leicht → stark → leicht“ (轻→重→轻, qīng → zhòng → qīng). Erste Phase — vorsichtiges Freisetzen des Zellsafts, ohne die Blattintegrität zu zerstören; zweite Phase — intensive Formgebung; dritte Phase — Angleichen des Drucks für die endgültige Form.

  • Erste Trocknung (初烘, chū hōng): Bei 120 °C — Entzug des Hauptanteils der Feuchtigkeit und Fixierung des Aromaprofils.

  • Finale Trocknung (复烘, fù hōng): Bei 90 °C bis zu einer Restfeuchte von ≤6 %. Gewährleistet die Lagerstabilität.

Für die Linie „Gongpincha“ — vollständige Handarbeit mit einem zusätzlichen Schritt der manuellen Formung zur flachen, klingenartigen Gestalt. Für „Yu Yacha“ — minimales Rollen, um die Integrität der Einzelknospen zu bewahren.

6. Organoleptische Eigenschaften:

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Abhängig von der Linie (5 Formen). Gemeinsames Merkmal — smaragdgrüne Farbe (翠绿, cuìlǜ) mit reichem weißem Flaum (显毫, xiǎnháo). „Gongpincha“ — flache, glänzende „Blättchen“; „Yu Yacha“ — gerade Nadeln; „Baimaocha“ — dichte, behaarte Spiralen; „Yunjiancha“ — feine, elegante Spiralen.

  • Aroma des trockenen Blattes: Rein (清香, qīngxiāng) — allgemeine Charakteristik. Bohnig (豆香, dòuxiāng) — bei „Gongpincha“. Orchideenartig (兰花香, lánhuā xiāng) — bei „Yunjiancha“. Kastanienartig (栗香, lìxiāng) — bei der ersten Qualitätsstufe. Das Aroma auf der kalten Tasse hält über 15 Minuten — ein Indikator hoher Qualität.

  • Aroma des Aufgusses: Vielschichtig, je nach Linie. Dominant ist eine reine frische Grünnote mit Nuancen, die von bohnig bis orchideenartig reichen. Die Aromabeständigkeit ist hoch.

  • Geschmack: Frisch (鲜爽, xiānshuǎng). Mild-süß (甘醇, gānchún). Der Nachhall (回甘) ist anhaltend und ausdauernd, mit einer charakteristischen „Hochland-Kühle“ (高山韵清凉感, gāoshān yùn qīngliáng gǎn) — einem Gefühl leichter mentholartiger Frische auf der Zunge, das typisch für Hochlandtees ist. Eine leichte „Felsmelodie“ (岩韵, yányùn) — ein mineralischer Ton, bedingt durch die roten kiesigen Böden. Bitterkeit ist dank des hohen Aminosäuregehalts (≥5,2 %) minimal.

  • Farbe des Aufgusses: Smaragdgrün (碧绿明亮, bìlǜ míngliàng) — für die Spitzenqualität. Gelbgrün — für die erste Qualität. Hohe Transparenz.

  • Tasseegrund (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, fleischig, in „Büscheln“ (嫩绿匀亮,肥壮成朵, nèn lǜ yún liàng, féizhuàng chéng duǒ). Der großblättrige Charakter der Yunnan-Varietät wird in den entfalteten Blättern deutlich sichtbar — sie sind dicker und saftiger als bei kleinblättrigen Tees.

7. Chemische Zusammensetzung:

  • Aminosäuren (氨基酸, ānjīsuān): ≥5,2 % — 15 % höher als bei Tiefland-Grüntees. Ergebnis der Kombination aus Hochland-Mikroklima (tägliche Amplitude >10 °C, diffuses Licht 70 %) und langer Auslegezeit (bis zu 16 Stunden). Hauptbestandteil — L-Theanin, das für den ausgeprägten Umami-Geschmack und die milde Süße verantwortlich ist.

  • Polyphenole (茶多酚, chá duōfēn): ~28,3 % im frischen Blatt; nach der Röstbehandlung — bis zu ~38 % bezogen auf die extrahierbaren Substanzen (für geröstete Formen). Ein hoher Wert, typisch für die großblättrige Yunnan-Varietät (C. sinensis var. assamica). Hauptfraktion — Catechine, die ein starkes antioxidatives Potenzial gewährleisten.

  • Selen (Se): 0,018–0,066 mg/kg — 1,3-mal höher als der Durchschnitt chinesischer Grüntees. Bedingt durch die geochemische Zusammensetzung der roten sandig-kiesigen Böden von Nandan.

  • Koffein (咖啡碱, kāfēi jiǎn): 3–4 % der Trockenmasse — etwas höher als bei kleinblättrigen Grüntees, charakteristisch für die großblättrige Varietät. Sorgt für eine deutliche, aber milde anregende Wirkung.

  • Vitamine: Vitamin C — signifikanter Gehalt, erhalten dank minimaler Fermentation. Vitamine der B-Gruppe (B1, B2), Vitamin E (Tocopherole).

  • Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Zink. Selen — erhöht (siehe oben).

  • Ätherische Öle (芳香物质): Reichhaltiges Profil, je nach Linie unterschiedlich. Linalool, Geraniol (Orchideennoten des „Yunjiancha“), cis-3-Hexenol (grüne Frische), Furfurol (kastanienartige Nuancen), 2-Acetylpyrrol (Bohnenaroma des „Gongpincha“).

8. Wohltuende Eigenschaften:

  • Antioxidative Wirkung. Der hohe Polyphenolgehalt (~38 % in gerösteten Formen) in Kombination mit Selen verleiht eines der stärksten antioxidativen Potenziale unter Grüntees. EGCG neutralisiert freie Radikale; Selen verstärkt die Aktivität der Glutathionperoxidase.

  • Anregende Wirkung. Koffein (3–4 %) in Verbindung mit L-Theanin sorgt für Wachheit ohne Ängstlichkeit — eine „sanfte Tonisierung“ (柔性提神, róuxìng tíshén).

  • Stoffwechselunterstützung. Polyphenole stimulieren den Fettstoffwechsel und fördern die Fettspaltung. Koffein beschleunigt zusätzlich den Grundumsatz.

  • Antibakterielle Wirkung. Catechine hemmen das Wachstum von Staphylococcus aureus, Escherichia coli und anderen pathogenen Mikroorganismen.

  • Immununterstützung. Selen, Zink und Vitamin C stärken synergistisch die Immunfunktion.

  • Herz-Kreislauf-Unterstützung. Polyphenole und Flavonoide tragen zur Senkung des LDL-Cholesterins und zur Verbesserung der Endothelfunktion bei.

  • Ökologische Reinheit. Vollständiges Pestizidverbot, ökologische Bewirtschaftung, 90 % Waldbedeckung — minimale anthropogene Belastung des Produkts.

  • Unterstützung kognitiver Funktionen. L-Theanin (aus den 5,2 % Aminosäuren) stimuliert die Alpha-Wellen des Gehirns und verbessert Gedächtnis und Konzentration.

9. Zubereitung:

  • Wassertemperatur: 80–85 °C (Spitzenqualität — 75 °C für maximale Zartheit). Die großblättrige Yunnan-Varietät reagiert empfindlicher auf Überhitzung als kleinblättrige Sorten.

  • Teemenge: 3 g auf 150 ml Wasser (Verhältnis 1:50).

  • Gefäß: Für „Yu Yacha“ (nadelförmig) — unbedingt ein durchsichtiges Glas, um das „dreimalige Aufsteigen — dreimalige Absinken“ (三起三落) zu beobachten. Für die übrigen Linien — ein Glas oder eine Porzellan-Gaiwan (盖碗, gàiwǎn).

  • Vorgehen:

    1. Gefäß mit heißem Wasser vorwärmen, abgießen.
    2. 3 g Tee einfüllen.
    3. Wasser nach der Methode des „oberen Aufgusses“ (上投法, shàng tóu fǎ) zugießen: zuerst die volle Wassermenge, dann den Tee hinabsenken — für „Yu Yacha“, damit die Knospen frei „tanzen“. Für die übrigen Linien — Standardmethode des „mittleren Aufgusses“ (中投法): ½ Wasser → Tee → auffüllen.
    4. Erster Aufguss — Ziehzeit 60–90 Sekunden (Glas) oder 10–15 Sekunden (Gaiwan).
    5. Weitere Aufgüsse — jeweils +10 Sekunden. Der Tee verträgt 3–4 Aufgüsse und entfaltet sich von der Frische zur tiefen Süße.

10. Lagerung:

  • Grundlegende Lagerung. Luftdichte Verpackung, Kühlschrank bei 0–5 °C. Schutz vor Licht, Feuchtigkeit, Fremdgerüchen und Sauerstoff.

  • Haltbarkeit. Unter optimalen Bedingungen — bis zu 12 Monate. Nach dem Öffnen — innerhalb von 3 Monaten verbrauchen.

  • Behältnisse. Bevorzugt werden Aluminiumverbundfolie mit einer inneren Polyethylenschicht oder Blechdosen mit dichtem Deckel.

  • Besonderheiten. Die großblättrige Yunnan-Varietät enthält mehr Polyphenole und Koffein als kleinblättrige, was eine etwas höhere Oxidationsbeständigkeit bei der Lagerung bewirkt — doch die Notwendigkeit von Luftdichtigkeit und niedriger Temperatur wird dadurch nicht aufgehoben.

11. Preis und Fälschungen:

  • Preisspanne. Spitzenqualität (特级, „Gongpincha“ und „Yu Yacha“) — ab 600 Yuan pro 500 g (≈85 USD). Erste Qualität — 200–500 Yuan pro 500 g. Zweite Qualität — 80–200 Yuan pro 500 g. Preisfaktoren: Linie (Gongpincha — am teuersten), Erntezeitpunkt, Baumalter.

  • Wie man Fälschungen vermeidet:

    • Kauf mit GI-Kennzeichnung. Echter Tee trägt das Zeichen „六龙绿茶“ (geschützte geografische Angabe, 2022).
    • Beurteilung des Aussehens. Jede der fünf Linien weist eine charakteristische Form auf. Gemeinsames Merkmal — smaragdgrüne Farbe mit reichem Flaum und öligem Glanz. Stumpfer, uneinheitlicher Tee gibt Anlass zur Vorsicht.
    • Beurteilung des Aromas. Echter Liùlóng Lǜchá besitzt ein reines, beständiges Aroma (清香), das auf der kalten Tasse über 15 Minuten erhalten bleibt.
    • Prüfung des Aufgusses. Der Aufguss ist smaragdgrün (Spitze) oder gelbgrün (erste Qualität), klar und leuchtend. Ein trüber Aufguss deutet auf minderwertige Ware hin.
    • Prüfung der Großblättrigkeit. Echter Tee aus der großblättrigen Yunnan-Varietät liefert aufgegossene Blätter, die merklich größer, fleischiger und dicker sind als bei kleinblättrigen Tees. Kleine, dünne Blätter im Tasseegrund können auf einen Sortenwechsel hindeuten.

12. Interessante Fakten:

  • „I Ging“ und ein General. Der Name „六龙“ stammt aus dem „Buch der Wandlungen“: „时乘六龙以御天“. Er wurde 1932 von General Mo Shujie vergeben — einer der wenigen Fälle in der chinesischen Teegeschichte, in dem ein Getränk von einem Militärführer nach einem kanonischen philosophischen Text benannt wurde. Die Symbolik der „Sechs Drachen“ — das Lenken kosmischer Kräfte — verleiht dem Tee eine fast metaphysische Dimension.

  • Fünf Formen aus einem Terroir. Gongpin (flach), Yu Ya (Nadel), Cuipian (Blättchen), Baimao (Spirale), Yunjian (feine Spirale) — jede Linie besitzt ein eigenes Aromaprofil und einen eigenen visuellen Charakter, obwohl alle aus demselben Rohmaterial und in derselben Region produziert werden. Eine solche Formenvielfalt aus einem einzigen Terroir ist in der Welt des Grüntees eine Seltenheit.

  • „Dreimal Aufsteigen — dreimal Absinken“. Die Linie „Yu Yacha“ („Jade-Knospe“) — die einzige der fünf, bei der die Knospen beim Aufgießen im Glas dreimal an die Oberfläche steigen und wieder absinken, um schließlich senkrecht auf dem Boden zu stehen — ein Schauspiel, das an Junshan Yinzhen (君山银针) aus Hunan erinnert, einen der berühmtesten „tanzenden“ Tees Chinas.

  • 90 % Waldbedeckung. Einer der höchsten Werte unter allen Teeanbaugebieten Chinas. Die Teebäume wachsen praktisch im Wald, im Halbschatten, was den hohen Aminosäuregehalt und den milden Geschmack erklärt.

  • 800 Jahre — die Tusi der Mo. Die erblichen Herrscher der Familie Mo begannen vor etwa 800 Jahren mit dem Teeanbau im Dorf Longma („Dorf des Drachen und des Pferdes“). General Mo Shujie, der dem Tee seinen heutigen Namen gab, ist ein Nachfahre derselben Familie, was eine ununterbrochene achthundertjährige „familiäre“ Verbindung zwischen dem Tee und seinem Gebiet schafft.

13. Vergleich mit anderen Grüntees aus Guangxi und Hochland-Grüntees:

  • Lingyun Baimao Cha (凌云白毫茶, Língyún Báiháo Chá). Bekannter Grüntee aus Guangxi aus dem Kreis Lingyun, ebenfalls mit GI-Status. Unterschiede: „Lingyun“ — aus einem lokalen kleinblättrigen Cultivar; „Liùlóng“ — aus der großblättrigen Yunnan-Varietät. Geschmack von „Lingyun“ — zarter und blumiger; „Liùlóng“ — dichter, mit „Felsmelodie“ (岩韵). Form: „Lingyun“ — überwiegend spiralig; „Liùlóng“ — fünf verschiedene Formen.

  • Guizhou Duyun Mao Jian (都匀毛尖, Dūyún Máo Jiān). Berühmter Grüntee aus dem benachbarten Guizhou, ebenfalls vom Yunnan-Guizhou-Plateau. Unterschiede: „Duyun“ — aus kleinblättriger Sorte, Form „Spitze mit Flaum“; „Liùlóng“ — großblättrig, fünf Formen. Aroma von „Duyun“ — reines „Qingxiang“ ohne „Felsmelodie“; „Liùlóng“ — mit mineralischem Ton. Beide Tees profitieren vom diffusen Berglicht, doch die Terroirs unterscheiden sich: „Duyun“ — Kalksteinböden; „Liùlóng“ — rote sandig-kiesige Böden.

  • Mengding Gan Lu (蒙顶甘露, Méngdǐng Gānlù). Hochland-Grüntee aus Sichuan (1000–1400 m). Unterschiede: „Gan Lu“ — kleinblättrig, halbgerollte Spiralform, „süß-taues“ Aroma; „Liùlóng“ — großblättrig, fünf Formen, „Felsmelodie“. Technologie: „Gan Lu“ — „三炒三揉“ (dreifache Röstung); „Liùlóng“ — einfache Röstung + Trocknung. Gemeinsamkeit: beide sind Hochlandtees mit erhöhtem Aminosäuregehalt und mildem Geschmack.

  • Enshi Yu Lu (恩施玉露, Ēnshī Yùlù). Gedämpfter (蒸青, zhēngqīng) Grüntee aus Hubei, ebenfalls selenhaltig. Grundlegender Unterschied — Verarbeitungsmethode: „Yu Lu“ — Dämpfen (japanische Tradition); „Liùlóng“ — Rösten + Trocknen (chinesische Tradition). Geschmack von „Yu Lu“ — eher „marin“, mit ausgeprägtem Umami; „Liùlóng“ — eher „waldig“, mit mineralischem Ton und Bohnennote.

Zum Abschluss:

Liùlóng Lǜchá — die „Sechs Drachen“ aus dem „Buch der Wandlungen“, von General Mo Shujie 1932 bestiegen und in fünf Teeformen aus einem einzigen Hochland-Terroir verwandelt. Die großblättrige Yunnan-Varietät auf 800–1000 m Höhe des Yunnan-Guizhou-Plateaus, 90 % Waldbedeckung, 5,2 % Aminosäuren, selenreiche rote Kiesböden und eine leichte „Felsmelodie“ — eine Formel, die im Grüntee selten ist. Fünf Linien — vom flachen „Tributtee“ mit Bohnenaroma bis zur „Wolkenspitze“ mit Orchideenschleier — erlauben es, aus einer Tasse „den Himmel zu lenken“, wie es das „I Ging“ verheißt.