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Jiétān Lǜchá
Jiétān lǜchá · 碣滩绿茶
Jiétān Lǜchá (碣滩绿茶, Jiétān lǜchá) ist ein gerollter grüner Tee aus Hunan, ein Produkt mit geschützter geografischer Angabe (国家地理标志保护产品, guójiā dìlǐ biāozhì bǎohù chǎnpǐn, zertifiziert im Jahr 2011).
Jiétān Lǜchá (碣滩绿茶, Jiétān lǜchá) ist ein gerollter grüner Tee aus Hunan, ein Produkt mit geschützter geografischer Angabe (国家地理标志保护产品, guójiā dìlǐ biāozhì bǎohù chǎnpǐn, zertifiziert im Jahr 2011). Er wird im Kreis Yuanling (沅陵县, Yuánlíng Xiàn) in der Provinz Hunan (湖南, Húnán), in den Bergen des Jietan Shan (碣滩山) am Ufer des Flusses Yuanshui (沅水, Yuán Shuǐ) hergestellt. Er zählt zu den ältesten Tees Chinas – sein Status als kaiserlicher Tributtee (贡茶, gòngchá) ist bereits aus der Tang-Zeit belegt. 1972 erwähnte der japanische Premierminister Tanaka Kakuei bei einem Treffen mit Zhou Enlai den Jietan Cha und nannte ihn „Tee der chinesisch-japanischen Freundschaft“ (中日友好之茶).
1. Klassifikation und Herkunft:
- Typ: Grüner Tee (unfermentiert). Der Form nach: gerollt-gebogen (卷曲形, juǎnqū xíng).
- Kategorie: Historisches Tributerzeugnis (唐代贡茶); nationales Produkt mit geschützter geografischer Angabe (2011); Vertreter der hochwertigen gerollten grünen Tees Chinas.
- Herkunft: China, Provinz Hunan (湖南, Húnán), Kreis Yuanling (沅陵县, Yuánlíng Xiàn), Bergregion Jietan (碣滩山区). Yuanling liegt im Nordwesten Hunans, am Mittellauf des Yuanshui, an der Schnittstelle der Gebirgszüge Wuling (武陵山, Wǔlíng Shān) und Xuefeng (雪峰山, Xuěfēng Shān).
- Geografische Koordinaten: Etwa 28°25′–29°00′ N, 110°00′–111°10′ O.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
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Geschichte: Die Teetradition in Yuanling reicht tief in die Antike zurück. Der westliche Jin-Traktat „Jingzhou Tudi Ji“ (《荆州土地记》, Jīngzhōu Tǔdì Jì) vermerkte: „Von den sieben Kreisen Wulings wächst überall Tee, und er ist der beste“ – Yuanling war einer dieser sieben Kreise. Im „Tee-Kanon“ (《茶经》, Chájīng) von Lu Yu (陆羽, Lù Yǔ) wird das „Kunyuan Lu“ (《坤元录》) des Pei Yuan zitiert: „Dreihundertfünfzig Li nordwestlich des Kreises Xupu der Präfektur Chenzhou befindet sich der Berg Wushe Shan (无射山) … auf dem Berg wachsen zahlreiche Teebäume.“ Im Jahr 2016 wurde der im Kreis Yuanling gelegene Wushe Shan von der chinesischen Teehandelsvereinigung und der chinesischen Teekultur-Gesellschaft offiziell als „Historischer Berg der chinesischen Teekultur“ anerkannt.
Der Legende nach begab sich der Tang-Kaiser Ruizong (李旦, Lǐ Dàn) Anfang des 8. Jahrhunderts, nachdem er zugunsten seiner Mutter, der Kaiserin Wu Zetian, abdanken musste, in den Süden. Auf seiner Reise entlang des Yuanshui hielt er am Berg Jietan, wo er die örtliche Schönheit Hu Fengjiao (胡凤姣) kennenlernte, die ihn mit Tee aus den Berggärten bewirtete. Nach seiner Rückkehr auf den Thron (um 710) schenkte Ruizong den Jietan-Tee den Hofbeamten, und er wurde in die jährliche Tributproduktion aufgenommen. So wurde Jietan Cha zum kaiserlichen Tribut und später über den internationalen Handel nach Japan und Indien verbreitet.
In den „Chenzhou Fuzhi“ (《辰州府志》) heißt es: „Im Kreis wächst Tee an vielen Orten, doch am höchsten geschätzt wird jener vom Berg Jietan.“ In der Ming- und Qing-Zeit war der Tee als „Chenzhou Jietan Cha“ (辰州碣滩茶) bekannt. Der Nationalheld Lin Zexu (林则徐) kostete bei der Durchreise durch Yuanling den örtlichen Tee und rief aus: „In diesem Bezirk gibt es den ersten Pass des Reiches, und tatsächlich auch den ersten Tee des Reiches.“
In der jüngeren Geschichte war das Jahr 1972 ein Schlüsselereignis: Bei einem Besuch in Peking erwähnte der japanische Premierminister Tanaka Kakuei (田中角荣) im Gespräch mit Zhou Enlai (周恩来) den Jietan-Tee und seine historische Präsenz in Japan. Zhou Enlai veranlasste die Suche nach dem Tee, der auf verlassenen Plantagen des Jietan Shan gefunden wurde. Unter seiner persönlichen Schirmherrschaft begann 1973 die Wiederherstellung der Teegärten. 1980 wurde eine wissenschaftlich-technische Arbeit zur Rekonstruktion der traditionellen Technologie eingeleitet, und 1982 – anlässlich des Besuchs einer japanischen Jugendfreundschaftsdelegation – war der Jietan Cha „wiederbelebt“. Die Delegierten nannten ihn „Tee der chinesisch-japanischen Freundschaft“. 2011 erhielt der Tee den Schutz einer geografischen Angabe und 2015 eine Goldmedaille auf der Weltausstellung Expo in Mailand.
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Name: „Jietan“ (碣滩) bedeutet „Felsenstromschnelle“: „碣“ steht für eine steinerne Stele oder einen senkrecht stehenden Felsen; „滩“ für eine Flussstromschnelle oder eine Sandbank. Der Name leitet sich von Felsformationen im Flussbett des Yuanshui ab, die wie Stelen senkrecht stehen. Lücha (绿茶) bedeutet „grüner Tee“. Somit lautet der vollständige Name „Grüner Tee von der Felsenstromschnelle“.
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Kulturelle Bedeutung: Jietan Cha ist einer der wenigen Tees, dessen Tributgeschichte sowohl durch alte Chroniken als auch durch Ereignisse des 20. Jahrhunderts (diplomatischer Vorfall von 1972) bestätigt wird. Für den Kreis Yuanling, der den Status „Heimat des chinesischen Tees“ (中国名茶之乡) und „Heimat des ökologischen Bio-Tees“ (中国生态有机茶之乡) besitzt, stellt er die Hauptmarke der Region dar. Der Tee ist auch mit der Kultur des „Berges Eryou Shan“ (二酉山) verbunden – einer legendären Wissensstätte, aus der die Redewendung „Gelehrsamkeit von fünf Wagen und zwei Höhlen“ (学富五车,书通二酉) hervorging.
3. Botanische Beschreibung und Rohstoff:
- Sorte / Kultivar: Hauptsächlich die lokale Gruppenpopulation (本地群体种, běndì qúntǐ zhǒng), vertreten durch alte Teebäume mit einem Alter von über 150 Jahren. Diese Bäume gehören zum südwestlichen Zweig von Camellia sinensis var. sinensis (Yunnan-Guizhou-Gruppe, 云贵茶叶组系) und zeichnen sich durch fleischige, dichte Blätter mit starker Triebhaltbarkeit (持嫩性) aus. Als unterstützende Klonsorten für die Plantagenerweiterung dienen Bai Hao Zao (白毫早, Báiháo Zǎo), Bi Xiang Zao (碧香早, Bìxiāng Zǎo) und Zhu Ye Qi (槠叶齐, Zhūyè Qí).
- Ernte: Frühjahrsernte – von Chunfen (春分, Chūnfēn, Mitte März) bis Guyu (谷雨, Gǔyǔ, Mitte April) für die Sonder- und die erste Güteklasse. Für die Sonderklasse gilt die Regel „morgens gepflückt, nachmittags verarbeitet“ (上午采下午制).
- Pflückstandard: Jietan Yinzhen (碣滩银针, Jiétān Yínzhēn, „Silbernadeln von Jietan“) – einzelne Knospe; Jietan Maojian (碣滩毛尖, Jiétān Máojiān) – Knospe mit einem Blatt im Anfangsstadium der Entfaltung; Jietan Cuifeng (碣滩翠峰, Jiétān Cuìfēng) – Knospe mit zwei Blättern im Anfangsstadium der Entfaltung.
4. Terroir und Anbaubesonderheiten:
- Relief und Lage: Yuanling liegt an der Schnittstelle zweier Gebirgssysteme – Wuling Shan (武陵山) und Xuefeng Shan (雪峰山). Durch den Kreis fließen die Flüsse Yuanshui (沅水) und Youshui (酉水); das Wasserkraftwerk Wuqiangxi (五强溪水电站) schuf den größten künstlichen Stausee Hunans, der ein einzigartiges Mikroklima mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, stabilen Temperaturen und reichlich Nebel erzeugt. Der Waldanteil beträgt 76,19 %. Im Kreis gibt es über hundert Berggipfel, mehr als 30 davon über 1000 m.
- Anbauhöhe: 300–1000 m; die Hauptanbauflächen der Teegärten liegen auf 400–600 m.
- Klima: Mittlere Jahrestemperatur 16,6 °C; jährliche Niederschlagsmenge ≥ 1440 mm (höchster Wert in der Region Huaihua). Ganzjährig bedeckt und neblig; 911 Bäche und Flüsse sorgen für feuchtigkeitsgesättigte Luft, die die langsame Anreicherung von Aminosäuren und Aromavorstufen im Teeblatt begünstigt.
- Böden: Eine einzigartige geologische Besonderheit – ausgedehnte Flächen mit purpurfarbenen Platten- und Schieferböden (紫色板页岩风化土壤) mit Bestandteilen vulkanischer Asche. Hoher Zink- (Zn) und Mangangehalt (Mn) bei niedrigem Aluminium- (Al) und Fluoridgehalt (F). Organische Substanz ≥ 2,0 %; pH 4,5–5,5. Diese seltene geochemische Zusammensetzung ist einer der Gründe für die außergewöhnlich hohe Extrahierbarkeit des Tees.
- Kern der Produktionszone: Das Dorf Jietan in der Gemeinde Beirong (北溶乡碣滩村) – die historische Heimat des Tees; Hochgebirgsteegärten in der Nähe des Nationalen Naturschutzgebiets Jiemuxi (借母溪国家级自然保护区). Die Gesamtfläche der Teegärten im Kreis beträgt über 150.000 Mu (ca. 10.000 ha).
5. Herstellungstechnologie:
Jiétān Lǜchá ist ein gerollter Grüntee mit manueller Endverarbeitung. Schlüsselmerkmale: doppeltes Rollen zur Bildung einer „blütenartigen“ Rollung, traditionelle Holzkohletrocknung nach dem Prinzip „dreimal trocknen – dreimal ruhen“ (三烘三闷, sān hōng sān mèn) und die strenge Regel eines eintägigen Produktionszyklus für die Sonderklasse.
- Welken (鲜叶摊放, xiānyè tānfàng): Die frischen Blätter werden dünn ausgelegt, um einen ersten Feuchtigkeitsverlust und die Aktivierung der Aromavorstufen zu erreichen.
- Fixierung des Grüns (杀青, shāqīng): Manuelles Erhitzen bei 180–220 °C unter ständigem Wenden. Die Hochtemperatur-Fixierung deaktiviert rasch die Enzyme und fixiert die frische grüne Farbe.
- Abkühlung (清风, qīngfēng): Die Blätter werden zum Abkühlen ausgebreitet – die „klare Brise“-Phase.
- Erstes Rollen (初揉, chū róu): Leichter Druck über etwa 5 Minuten; die primäre Blattstruktur wird geformt.
- Erste Trocknung (初烘, chū hōng): Bei 85–90 °C – Entfernung überschüssiger Feuchtigkeit.
- Zweites Rollen (复揉, fù róu): Intensiverer Druck über etwa 8 Minuten; die doppelte Rollung erzeugt die charakteristische „blütenblattartige“ Form (花瓣状, huābàn zhuàng).
- Zweite Trocknung (复干, fù gān): Zwischentrocknung.
- Formgebung und Härchenentwicklung (整形提毫, zhěngxíng tí háo): Manuelles Rollen-Reiben bei 60–70 °C. In dieser Phase treten die weißen Härchen an die Oberfläche und verleihen dem Tee sein typisches „schneeartiges“ Aussehen.
- Endtrocknung (足干, zú gān): Langsame Holzkohletrocknung bei niedriger Temperatur (60–65 °C). Die traditionelle Technik des „dreimal Trocknens – dreimal Ruhens“ (三烘三闷) fixiert das Kastanienaroma und bildet eine einzigartige „kalte“ Note, die in der abgekühlten Tasse erscheint und über 30 Minuten anhält.
6. Sensorische Eigenschaften:
- Trockenes Blatt: Feine, dicht gerollte, gebogene Blätter (卷曲形); scharfe Spitzen, elegant (锋苗秀丽); Farbe: grün mit öligem Glanz (绿润); reichlich silberweißer Flaum bedeckt das Blatt, stellenweise schimmert die smaragdgrüne Basis durch (银毫满披隐翠). Beim Aufgießen stellen sich die Blätter senkrecht auf und schweben, steigen und sinken – „wie silberne Fischlein, die im Wasser spielen“ (如银鱼游翔) – ein visuelles Qualitätsmerkmal.
- Aroma des trockenen Blattes: Dominant ist ein Kastanienaroma (栗香, lì xiāng); zarte, anhaltende grüne Frische (嫩香持久). Die abgekühlte Tasse bewahrt das Aroma über 30 Minuten (冷杯留香超30分钟) – eine seltene Eigenschaft selbst unter renommierten Grüntees.
- Aroma des Aufgusses: Die Kastaniennote verstärkt sich und gewinnt an Tiefe; es zeigen sich süßliche Nuancen von frischem Gebäck; der „kalte Duft“ wird beim Abkühlen noch ausgeprägter.
- Geschmack: Ausgeprägte Frische (鲜爽) – Aminosäuregehalt ≥ 4,33 %; voller, öliger Körper (醇厚) von Polyphenolen 26,6–29,7 %; intensiver und rascher Hui Gan (回甘显著). Charakteristisch ist die Erfahrung: „dem Nahen scheint kein Duft zu sein, dem Fernen duftet er vielfach“ (近者因”醉”而不闻其香,远者因”渴”倒倍觉芬芳): Eine Person brüht Tee auf – das ganze Haus erfüllt sich mit Duft.
- Farbe des Aufgusses: Gelbgrün, klar und transparent (黄绿清透); eine leichte „milchige“ Trübung durch den Flaum ist möglich (毫浑, háo hún).
- Teeblatt (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, gleichmäßig, elastisch; bei der Sonderklasse ganze, senkrecht stehende Triebe.
7. Chemische Zusammensetzung:
- Wasserlösliche Extrakte (水浸出物): Rekordverdächtige 49,8 % – 12,8 Prozentpunkte über dem nationalen Standard (37 %). Einer der höchsten Werte unter Chinas Grüntees, was die außergewöhnliche Dichte und Geschmacksfülle erklärt.
- Aminosäuren (氨基酸): ≥ 4,33 % – ein hervorragender Wert, der intensive Frische und Süße verleiht.
- Polyphenole (茶多酚): 26,6–29,7 % – moderat hoher Gehalt; das Verhältnis von Polyphenolen zu Aminosäuren (酚氨比) beträgt etwa 6–7, was sehr harmonisch ist und auf eine deutliche „frische“ Ausrichtung bei erhaltener Dichte hinweist.
- Koffein (咖啡碱): 4,46 %.
- Catechine: Gesamtgehalt – 158,36 mg/g; vorherrschend sind EGCG und EGC.
- Mineralstoffe: Hoher Gehalt an Zink (Zn) und Mangan (Mn), niedriger an Aluminium (Al) und Fluorid (F); Selen (Se) vorhanden. Dieses einzigartige Mineralprofil spiegelt direkt die purpurfarbenen Schieferböden wider.
- Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine.
8. Gesundheitliche Eigenschaften:
- Antioxidativer Schutz: Die Teepolyphenole neutralisieren freie Radikale; der hohe EGCG-Gehalt wird mit einer ausgeprägten antioxidativen Aktivität assoziiert.
- Tonisierende Wirkung: Koffein in Kombination mit L-Theanin sorgt für eine sanfte Wachheit und geistige Klarheit.
- Unterstützung des Fettstoffwechsels: Catechine und Theaflavine tragen zur Normalisierung des Cholesterinspiegels bei.
- Unterstützung der Knochengesundheit: Einigen Erkenntnissen zufolge stimulieren Catechine die Differenzierung von Osteoblasten.
- Unterstützung der Mundgesundheit: Der moderate Fluoridgehalt und die Polyphenole hemmen Zahnbelag.
- Unterstützung der Verdauung: Polyphenole und Aminosäuren fördern die normale Magen-Darm-Funktion nach dem Essen.
- Mineralstoffzufuhr: Natürliches Zink, Mangan und Selen aus den purpurfarbenen Böden sind förderlich für das Immunsystem und den Stoffwechsel.
Wichtig: Dies ist eine allgemeine Information, keine medizinische Empfehlung.
9. Aufguss:
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Wassertemperatur: 80–85 °C (aufkochen und 2 Minuten abkühlen lassen).
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Teemenge: 3 g auf 150 ml (im Glas) oder 5 g auf ein Gaiwan von 120 ml.
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Gefäß: Ein transparentes Glas ist ideal, um den „Tanz der Silberfischlein“ zu beobachten; ein weißes Porzellan-Gaiwan dient der Kontrolle der Extraktion und der Würdigung des Deckelaromas.
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Zubereitung (Glas, Methode des mittleren Eingießens – 中投法):
- Glas mit kochendem Wasser vorwärmen.
- Wasser zu 1/3 des Volumens (80–85 °C) einfüllen.
- 3 g Tee zufügen, leicht schwenken, um ihn zu befeuchten und das Aroma zu entfalten (30 Sekunden einweichen – 浸润30秒).
- Wasser bis zu 7/10 des Volumens auffüllen.
- 2 Minuten ziehen lassen. Bei weiteren Aufgüssen die Ziehzeit um 30 Sekunden verlängern; jeweils 1/3 des Aufgusses im Glas belassen, bevor frisches Wasser nachgegossen wird.
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Zubereitung (Gaiwan):
- Gaiwan vorwärmen.
- Erster Aufguss – die Sonderklasse wird ohne Waschen verwendet (首泡精华无需洗茶); die Blattform beobachten – senkrecht stehende „Fischlein“ sind ein Echtheitsmerkmal.
- Aufgüsse von 15–20 Sekunden, jeweils um 5–10 Sekunden verlängern. Bis zu 4–5 Aufgüsse möglich.
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Hinweise: Optimale Genusstempertur 45–55 °C. Nicht auf nüchternen Magen trinken (Tannine können die Schleimhäute reizen). Über Nacht stehender Aufguss sollte nicht konsumiert werden.
10. Lagerung:
- Luftdicht verpacken; vor Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüchen schützen.
- Optimal: 0–5 °C (Kühlschrank) in luftdichtem Behälter.
- Nach dem Öffnen innerhalb eines Monats verbrauchen.
- Neuen Tee vor dem Genuss 5–7 Tage an einem dunklen Ort ruhen lassen, damit er sich von der Produktionshitze erholen kann.
11. Preis und Fälschungen:
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Preisklasse: Sonderklasse (贡品级, „Tributniveau“) – Jietan Yinzhen aus einzelnen Knospen der Frühlings-Chunfen-Ernte (春分茶) – etwa 1600 Yuan pro Jin. Erste Güte – 400–800 Yuan pro Jin. Zweite Güte – erschwinglicher Alltagstee.
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Preisfaktoren: Rohstoffgüte, Saison (Mingqian/Yuqian), Baumalter (Pflanzgut von über 150 Jahre alten Bäumen ist deutlich teurer), Anteil der Handarbeit.
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Fälschungserkennung:
- Bei autorisierten Herstellern mit Nutzungsrecht der Marke „碣滩茶“ kaufen (im Kreis gibt es über 30 lizenzierte Unternehmen).
- Die Kennzeichnung der geografischen Angabe prüfen.
- Echter Jiétān Lǜchá zeichnet sich durch üppigen Silberflaum mit hervortretender Smaragdbasis aus (隐翠显毫); grobe, flaumlose Blätter deuten auf Ersatz hin.
- Geruchstest an der abgekühlten Tasse: Echter Jietan behält das Kastanienaroma mehr als 30 Minuten nach dem Leeren; gefälschter verliert den Duft binnen Minuten.
- Verdächtig niedriger Preis ist ein Warnsignal: Die rekordhohe Extrahierbarkeit (49,8 %) ist mit billigem Tieflandmaterial physikalisch nicht zu erreichen.
12. Interessante Fakten:
- Die Episode von 1972 zählt zu den bekanntesten „Tee-Diplomatie“-Fällen der VR China: Zhou Enlai persönlich wusste nicht, wo der Jietan-Tee produziert wird, und wies das Landwirtschaftsministerium an, ihn „von oben bis unten“ entlang der Verwaltungshierarchie zu suchen. Der Tee wurde auf verlassenen Bergplantagen gefunden, wo man 1972 über 2000 alte Teebaumwurzelstöcke ausgrub, die das hohe Alter des Anbaus bestätigten.
- Die einzigartige Eigenschaft „eine Person trinkt Tee – das ganze Haus duftet“ (一人品茶满屋香气) ist keine poetische Übertreibung: Der hohe Gehalt an flüchtigen ätherischen Ölen erzeugt tatsächlich eine deutlich wahrnehmbare Duftspur beim Aufbrühen.
- Wasserlösliche Extrakte von 49,8 %: Fast die Hälfte der Trockenmasse des Tees geht in den Aufguss über – einer der Spitzenwerte unter allen grünen Tees Chinas.
- 2018 wurde eine Probe des Jiétān Lǜchá als repräsentatives Muster modernen Grüntees in die Sammlung des Nationalmuseums Chinas (中国国家博物馆) aufgenommen.
- Der Ming-zeitliche Denker Wang Yangming (王阳明, Wáng Yángmíng) trank 1510, als er im Longxing-Tempel (龙兴讲寺) in Yuanling lehrte, den von Schülern dargereichten Jietan-Tee.
13. Sorten von Jietan Cha:
- Jietan Yinzhen (碣滩银针, Jiétān Yínzhēn): „Silbernadeln von Jietan“ – höchste Güte, besondere Tributware. Einzelne Knospen, gerade, nadelförmig; reichlich weißer Flaum. Ausgeprägte Süße und Zartheit; geringste Bitterkeit. Seltenste und teuerste Variante.
- Jietan Maojian (碣滩毛尖, Jiétān Máojiān): Hauptsächliche Handelssorte. Knospe mit einem Blatt, fein gerollt; klassisches Kastanienaroma, Frische und Hui Gan. Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Jietan Cuifeng (碣滩翠峰, Jiétān Cuìfēng): „Smaragdene Gipfel von Jietan“ – Massentee aus Knospe mit zwei Blättern; kräftigerer, vollmundigerer Geschmack; gute Ausdauer beim Aufgießen. Positioniert als Alltags-Tee.
Neben Grüntee werden unter der Marke „Jietan“ auch Schwarztee (碣滩红茶) und dunkler Tee (碣滩黑茶) hergestellt, doch der grüne ist der historische und angesehenste Vertreter der Marke.
Zum Schluss:
Jiétān Lǜchá ist ein Tee mit einer bemerkenswerten Geschichte: von den kaiserlichen Tributen der Tang-Zeit über Vergessenheit und Verfall bis zur Wiedergeburt, angestoßen durch einen internationalen diplomatischen Vorfall, und schließlich zum Rang eines der herausragenden grünen Tees Chinas. Seine rekordverdächtige Extrahierbarkeit, das lebendige Kastanienaroma mit der einzigartigen „kalten“ Note und das visuelle Schauspiel der „Silberfischlein“ im Glas machen ihn nicht nur zu einem Gaumengenuss, sondern zu einem wahren Teespektakel. Für den Sammler chinesischer Grüntees ist Jietan ein seltener und wertvoller Fund: ein Tee, in dem sich tausendjährige Geschichte, einzigartiges purpurfarbenes Terroir und die Handwerkskunst der Teebauern Hunans in jeder Tasse vereinen.