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Guìdìng Xuě Yá
Guìdìng xuě yá · 贵定雪芽
Guìdìng Xuě Yá (贵定雪芽, Guìdìng xuě yá) ist ein spiralig gerollter Hochland-Grüntee aus dem Kreis Guìdìng in der Provinz Guìzhōu, die höchste Qualitätsstufe des berühmten „Guìdìng Yúnwù Gōngchá“ (贵定云雾贡茶, „Tribut-Wolkentee von Guìdìng“).
Guìdìng Xuě Yá (贵定雪芽, Guìdìng xuě yá) ist ein spiralig gerollter Hochland-Grüntee aus dem Kreis Guìdìng in der Provinz Guìzhōu, die höchste Qualitätsstufe des berühmten „Guìdìng Yúnwù Gōngchá“ (贵定云雾贡茶, „Tribut-Wolkentee von Guìdìng“). Dieser Tee besitzt eine der längsten dokumentierten „Gōngchá“-Geschichten Chinas: von der ersten Erwähnung im Jahr 1325 (Yuán-Dynastie) bis zur Steinsäule „Wàngǔ Liúfāng“ (万古留芳, „Wohlgeruch für zehntausend Generationen“), die 1790 auf Erlass Qiánlóngs errichtet wurde – das einzige steinerne Denkmal Guìzhōus, das den Status eines kaiserlichen Tributtees bezeugt. Der Tee wird aus der einzigartigen lokalen Sorte Niǎowáng (鸟王, „Vogelkönig“) – einer Populationssorte, die als „lebendes Fossil“ der chinesischen Teegeschichte gilt – am Berg Yúnwù Shān (云雾山) hergestellt, dem Hauptgipfel des Miáolǐng-Gebirges (苗岭) und Wasserscheide der drei großen Flüsse Guìzhōus.
1. Klassifikation und Herkunft:
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Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), unfermentiert. Zählt zu den pfannengerösteten Grüntees mit spiraliger Rollung (卷曲形炒青绿茶, juǎnqūxíng chǎoqīng lǜchá). Das fertige Blatt ähnelt einem Angelhaken – daher die historische Bezeichnung „Yúgōuchá“ (鱼钩茶, „Angelhaken-Tee“).
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Kategorie: Höchste Linie der Marke „Guìdìng Yúnwù Gōngchá“ (贵定云雾贡茶). Produkt mit geografischer Herkunftsangabe (国家地理标志保护产品, 2024). Einer der „Zehn berühmten Tees Guìzhōus“ (贵州十大名茶). Der Kreis Guìdìng trägt den Titel „Heimat der berühmten Tees Chinas“ (中国名茶之乡) und „Land des Tributtees am Miáolǐng“ (中国苗岭贡茶之乡). Gewinner der Goldmedaille der Vierten Internationalen Tee-Ausstellung und -Prämierung (2002). Bei der Nationalen Prämierung berühmter Tees 1990 erreichte er 99,85 Punkte – das beste Ergebnis des Landes – und erhielt vier Auszeichnungen, darunter den Preis des Handelsministeriums für „besten Tee“. Die handwerkliche Herstellungstechnik des „Yúnwù Gōngchá“ ist im Register des immateriellen Kulturerbes von Guìzhōu eingetragen (2009).
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Herkunft: China, Provinz Guìzhōu (贵州省, Guìzhōu Shěng), Autonomer Bezirk der Bùyī und Miáo Qiánnán (黔南布依族苗族自治州), Kreis Guìdìng (贵定县, Guìdìng Xiàn). Der Tee wird am Berg Yúnwù Shān (云雾山, Yúnwù Shān) produziert, dem Hauptgipfel des Miáolǐng-Gebirges (苗岭山脉主峰) und Wasserscheide der Flüsse Wū (乌江), Yuán (沅江) und Pán (盘江). Die Höhe des Berges beträgt über 1500 m.
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Geografische Koordinaten: Ungefähr 26°20′ nördlicher Breite, 107°14′ östlicher Länge.
2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:
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Geschichte: Guìdìng besitzt eine der tiefsten und am besten dokumentierten Teegeschichten Guìzhōus – über 2000 Jahre Teeanbau und mehr als 600 Jahre bestätigter Gōngchá-Status.
Alte Epoche. Vor über 2000 Jahren begannen die Vorfahren der Miáo (苗族, Miáozú), die an den Hängen des Yúnwù Shān lebten, wilden Tee zu kultivieren. Es entstanden frühe Sorten mit lokalen Namen: „Niǎowáng Chá“ (鸟王茶, „Vogelkönig-Tee“), „Dōngmiáo Chá“ (东苗茶), „Yúgōu Chá“ (鱼钩茶, „Angelhaken-Tee“), „Báiyún Chá“ (白云茶, „Weißer Wolken-Tee“). Die ansässigen Miáo nannten den Tee in ihrer Sprache „Bùlǎojī“ (不老几, bùlǎojī). Am Yúnwù Shān wachsen noch heute wilde Teebäume, die über 1000 Jahre alt sind, mit Stämmen, die nur vier Erwachsene umfassen können, und Kronen von über 40 m Höhe – lebendige Zeugen dafür, dass Guìdìng eines der Ursprungszentren der Teepflanze ist.
Die Gōngchá-Ära. Die erste dokumentierte Lieferung von Guìdìng-Tee an den Hof datiert aus der Yuán-Zeit: 1325 (2. Jahr der Ära Tàidìng) wurde Tee an Kaiser Tàidìngdì geschickt. In der Míng-Zeit (洪武五年, 1372) wurde der Tee in das kaiserliche Register der Gōngchá aufgenommen. In den „Kāngxī Guìzhōu Tōngzhì“ (《康熙贵州通志》, 1673) heißt es: „Alle Gebiete Qiánzhōus erzeugen Tee, doch der Wolkentee vom Yúnwù Shān in Guìdìng ist der berühmteste“ (黔省各属皆产茶,贵定云雾最有名). Zu Beginn der Qīng-Zeit gehörte Guìdìng-Tee zu den „Acht großen Tees Chinas“ (八大名茶).
Stele „Wàngǔ Liúfāng“ (1790). Im 55. Regierungsjahr Qiánlóngs (乾隆五十五年, 1790) wurde am Yúnwù Shān, beim Pass Guānkǒuzhài (关口寨) des Dorfes Niǎowáng (鸟王村), eine Steinsäule mit der Inschrift „万古留芳“ („Wohlgeruch für zehntausend Generationen“) errichtet. Der 228 Schriftzeichen umfassende Text der Stele dokumentiert einen Erlass der Qīng-Regierung: Um die miáoischen Bauern zu entlasten, sollte die „Teesteuer“ vorübergehend ausgesetzt, die Erpressungen lokaler Beamter verboten und 420 Liǎng Silber für die Unterstützung der Gōngchá-Produktion bereitgestellt werden. Dies ist die einzige Stele in Guìzhōu – und eine der wenigen in China –, die den staatlichen Status eines Tributtees dokumentiert. 1982 wurde die Stele in das Denkmalregister der Provinz Guìzhōu aufgenommen. 1805 (嘉庆十年) wurde zusätzlich eine Grenzstele errichtet, die das Anbaugebiet des Gōngchá festlegte.
Weltlicher Ruhm. In der Guāngxù-Ära (光绪, 1904–1905) bereitete der Guìzhōuer Gouverneur Lín Shàonián (林绍年) persönlich zwei Schatullen mit Guìdìng-Tee vor: „eine für den Kaiser, eine für die Alte Buddha [d. h. die Kaiserinwitwe Cíxǐ]“. Diese Aufzeichnung ist in den „Geheimarchiven des Qīng-Palastes“ (《清宫秘档》) im Ersten Historischen Archiv Chinas in Peking erhalten.
Moderne Ära. 1971–1982 systematisierte Meister Lǐ Jīnshí (李金石) die traditionelle Verarbeitungstechnik und entwickelte eine innovative „Methode der neun Schritte“ (九步法, jiǔ bù fǎ) für die mechanisierte Herstellung. 1982 erhielt der neue Tee den Namen „Guìdìng Xuě Yá“ (贵定雪芽). 1990 erzielte er 99,85 von 100 Punkten – das höchste Ergebnis bei der nationalen Prämierung – und vier Auszeichnungen. 1993 Goldmedaille einer internationalen Messe. 1997 wurde der Tee dem Vorsitzenden der Chinesischen Buddhistischen Gesellschaft, Zhào Pǔchū (赵朴初), präsentiert, der nach dem Probieren („清香味永“ – „reiner Duft, ewiger Geschmack“) eigenhändig die Schriftzeichen „佛茶“ („Buddha-Tee“) schrieb.
Der berühmte Teegelehrte, Professor Chén Chuán (陈椽), widmete dem Guìdìng-Tee ein Vierzeilengedicht: „Wie edel. Gewiss ein Haken. / Klare Aufguss – höchste Tributgabe. / Wolkenmeer, Nebelstadt, / Qualität und Fülle in Harmonie.“ (贵哉定钩,清茗贡修。云海雾都,质量兼优).
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Name:
- „Guìdìng“ (贵定) ist der Name des im Jahr 581 gegründeten Kreises. Das Schriftzeichen „贵“ („wertvoll“, „kostbar“) ist Teil des Provinznamens Guìzhōu und zugleich eine Anspielung auf den hohen Wert des örtlichen Tees.
- „Xuě Yá“ (雪芽) – „Schneeknospe“. Verweist auf den reichlichen silbrigen Flaum, der das Teeblatt wie ein Schneebelag bedeckt. Der Tee ist auch unter historischen Namen bekannt: „Yúnwù Gōngchá“ (云雾贡茶, „Tribut-Wolkentee“), „Niǎowáng Chá“ (鸟王茶, „Vogelkönig-Tee“), „Yúgōu Chá“ (鱼钩茶, „Angelhaken-Tee“), „Báiyún Chá“ (白云茶, „Weißer Wolken-Tee“).
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Kulturelle Bedeutung: Guìdìng Xuě Yá ist nicht nur Tee, sondern lebendige Verkörperung eines „dreifachen Erbes“ (三重遗产): historisches Erbe (Stele von 1790, Archive des Qīng-Palastes), ethnokulturelles Erbe (jahrhundertealte Tradition des miáoischen Teeanbaus, Rituale des Pflückens und Darbringens) und buddhistisches Erbe (der Berg Yángbǎoshān ist eine der drei großen buddhistischen Klosterstätten Südwestchinas, wo Mönche über Jahrhunderte den „Weißer-Wolken-Tee“ kultivierten). Jährlich findet in Guìdìng das „Tributtee-Kulturtourismus-Fest“ (贡茶文化旅游节) statt, mit miáoischen Stierkämpfen (斗牛) – ein Spektakel, das Tausende Touristen anzieht.
3. Botanische Beschreibung und Rohmaterial:
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Sorte / Cultivar: Hauptsorte ist Niǎowáng Qúntǐzhǒng (鸟王群体种, Niǎowáng Qúntǐzhǒng) – „Populationssorte Vogelkönig“. Dies ist eine einzigartige lokale Populationssorte von Camellia sinensis var. sinensis, die aus Samen vermehrt wird und als „lebendes Fossil“ (活化石) der Teegeschichte Guìzhōus sowie als eine der weltweit endemischen Teesorten gilt. Merkmale: grünes Blatt, reichlich Flaum, große und fleischige Knospen, hohe „Zartheitsbewahrung“ (持嫩性强). Gehört zum baumartigen (乔木型) Typ. Für Spitzenqualitäten wird ausschließlich Niǎowáng verwendet; für breitere Qualitäten zusätzlich Fúdǐng Dàbái Chá (福鼎大白茶).
Biochemisches Profil der Sorte Niǎowáng (eine Knospe, ein Blatt): Polyphenole – 31,67 %, Aminosäuren – 2,18 %, Koffein – 3,39 %, wasserextrahierbare Stoffe – 43,28 %, Catechine – 114,66 mg/g.
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Pflückung: Jährlich werden bis zu fünf Pflückrunden durchgeführt – drei im Frühling, null bis zwei im Sommer. Herbsternte wird nicht praktiziert. Am wertvollsten ist „Míngqiánchá“ (明前茶) – vor Qīngmíng (~5. April).
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Pflückstandard:
- Spitzensorte (特级): eine Knospe mit kaum entfaltetem Blatt (一芽一叶初展), sogenannte „Füllfederhalter-Spitze“ (钢笔尖, gāngbǐ jiān) – eine Metapher für die spitz- und schlank zulaufende Sprosse.
- Erste Sorte (一级): eine Knospe mit zwei Blättchen im frühen Entfaltungsstadium.
- Zweite Sorte (二级): eine Knospe mit zwei bis drei Blättchen.
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Anforderungen an das Rohmaterial: Die Sprosse müssen gleichmäßig groß, ganz und reich an Flaum sein. Ein Sprichwort beschreibt den Standard: „Zart pflücken – als [finge] man eine Pirolzunge“ (嫩采雅雀嘴, nèn cǎi yǎ què zuǐ).
4. Terroir und Anbaubesonderheiten:
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Klima: Der Yúnwù Shān liegt in der subtropischen Monsunzone mit extrem geringer Sonneneinstrahlung – die jährliche Sonnenscheindauer beträgt nur 677–1068 Stunden, der Sonnenscheinanteil (日照率) 15–24 %. Dies ist eines der „wolkenreichsten“ Teeterroirs Chinas. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 13,9–15 °C. Der Jahresniederschlag beträgt 1100–1800 mm. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei ≥80 %. Die Zahl der Nebeltage im Kerngebiet beträgt über 200. Die frostfreie Periode dauert 300–340 Tage.
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Anbauhöhe: 800–1400 Meter über dem Meeresspiegel. Der Kernanbau liegt auf 1200–1500 m Höhe, in der Zone ständiger Bewölkung.
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Böden: Saure Gelberde (酸性黄壤, suānxìng huáng rǎng) mit einem pH-Wert von 4,4–4,85. Der Gehalt an organischer Substanz beträgt 3,19 % (außergewöhnlich hoch). Die Böden sind mineralreich.
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Wichtigste Produktionszonen:
- Gemeinde Yúnwù (云雾镇), Dorf Yǎngwàng (仰望村) – der historische Produktionskern, Standort der Stele „Wàngǔ Liúfāng“. Das Dorf Niǎowáng (鸟王村) ist die „Wiege“ der Sorte Niǎowáng.
- Dorf Yíngshàng (营上村) – altehrwürdige Teegärten.
- Teefarm „Yúnwù Hú“ (云雾湖茶场) – moderne Produktionsbasis. Waldbedeckung: 44 %.
5. Herstellungstechnologie:
Guìdìng Xuě Yá wird nach der eigens entwickelten „Methode der neun Schritte“ (九步法, jiǔ bù fǎ) hergestellt, die Meister Lǐ Jīnshí zwischen 1971 und 1982 auf Basis der alten Tradition der „drei Röstungen und drei Rollungen“ (三炒三揉, sān chǎo sān róu) schuf. Die entscheidende Besonderheit: Die Formung der spiraligen „hakenförmigen“ Gestalt geschieht unmittelbar im heißen Kessel.
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Pflücken (采摘 — cǎi zhāi): Handpflückung nach dem Standard „Pirolzunge“.
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Ausbreiten (摊凉 — tān liáng): Die Sprosse werden für 2–4 Stunden auf Bambussieben ausgebreitet.
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„Grüntötung“ (杀青 — shāqīng): Behandlung bei 130–150 °C. Fixierung der Enzyme, Grundlegung des Aromas.
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Rollung im Kessel – Heißrollung (锅内热揉 — guōnèi rè róu): Einzigartiger Schritt: Die Rollung erfolgt unmittelbar im heißen Kessel, nicht auf einem separaten Tisch. Drei Zyklen der „Heißrollung“ formen die charakteristische Spiralform des „Angelhakens“.
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Formung – „Rollen und Flaum aufrichten“ (搓团提毫 — cuōtuán tíháo): Das Blatt wird zu festen Spiralen gerollt, wobei der silbrige Flaum an die Oberfläche „tritt“.
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Trocknen (烘焙 — hōngbèi): Abschließende Trocknung bei schwacher Hitze (文火足干, wénhuǒ zúgān) bis zur vollständigen Entfernung der Feuchtigkeit. Der schonende Modus bewahrt das Honigaroma.
6. Organoleptische Eigenschaften:
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Erscheinung des trockenen Blattes: Fest gerollte Spiralen (紧秀如螺), die Angelhaken gleichen (鱼钩状弯曲) – bei Spitzensorten. Die Farbe ist smaragdgrün mit reichlichem silbrigen Flaum (翠绿披银毫). Bei der Spitzensorte sind bis zu 80 % der Oberfläche mit Flaum bedeckt.
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Aroma des trockenen Blattes: Honig (蜜香, mìxiāng) – die grundlegende und charakteristischste Note des Guìdìng Xuě Yá. Begleitet von einem hohen floralen Ton (花香高扬). Eine kalte Tasse bewahrt das Aroma über 30 Minuten – ein herausragendes Merkmal.
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Aroma des Aufgusses: Honigartig-blumig, beständig und elegant. Bei besten Partien mit einer Note von Ladanum und Berghonig.
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Geschmack: Frisch (鲜爽), mit ausgeprägter „Saftigkeit“ – Ergebnis des außergewöhnlich hohen Gehalts an Aminosäuren (6–9 % nach einzelnen Quellen). Der Körper ist dicht (醇厚, chúnhòu) dank der Polyphenole (25–30 %). Die zurückkehrende Süße (回甘) ist lang anhaltend und steigend.
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Aufgussfarbe: Gelbgrün, klar und leuchtend (黄绿明亮).
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Teegrund (aufgegossenes Blatt): Zartgrün, homogen, die Triebe entfalten sich ganz. Beim Aufgießen im Glas zeigt sich ein charakteristischer Effekt: Eine Dampfwolke über der Tasse ähnelt zunächst einem Regenschirm, dann einer Wolke und steigt langsam empor – wegen dieses Phänomens erhielt der Tee auch einen seiner Namen: „Wolkentee“ (云雾茶).
7. Chemische Zusammensetzung:
- Polyphenole: 25–30 % (bei Sorte Niǎowáng bis zu 31,67 %). Sorgen für dichten Körper und ausgeprägtes antioxidatives Potenzial.
- Aminosäuren (u. a. L-Theanin): 6–9 % (nach einzelnen Angaben aus Quellen; Standardwerte der Sorte Niǎowáng sind 2,18 %). Außergewöhnlich hoher Wert, der die Honigsüße und „Saftigkeit“ erklärt.
- Koffein: ~3,39 % (bei Sorte Niǎowáng). Moderates Niveau.
- Wasserextrahierbare Stoffe: ≥43,28 %. Reichhaltigkeit löslicher Komponenten.
- Catechine: 114,66 mg/g. Hoher EGCG-Wert.
- Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine.
- Mineralstoffe: Kalium, Magnesium, Zink, Mangan.
8. Wohltuende Eigenschaften:
- Starke antioxidative Wirkung: Polyphenole 25–30 % + Catechine 114,66 mg/g.
- Tonisierende Wirkung: Koffein (~3,4 %) in Kombination mit L-Theanin – sanfte, „langsame“ Wachheit.
- Erfrischende und hitzebsenkende Wirkung: Die „kühle“ Natur des grünen Tees – traditionelle Verwendung in heißen Monaten.
- Unterstützung der Verdauung: Catechine normalisieren die Darmflora.
- Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Polyphenole tragen zur Normalisierung des Fettstoffwechsels bei.
- Allgemein stärkende Wirkung: Komplex aus Vitaminen und Mineralstoffen der reichhaltigen Bergböden.
9. Aufguss:
- Wassertemperatur: 80–85 °C.
- Teemenge: 3 g auf 150 ml.
- Gefäß: Glas (zur Beobachtung des „Wolken“-Effektes des Dampfes) oder Porzellan-Gàiwǎn.
- Ablauf:
- Glas oder Gàiwǎn vorwärmen.
- Tee einfüllen.
- Methode des „unteren Aufgusses“ (下投法): 1/3 des Volumens mit Wasser füllen, den Tee 30 Sekunden lang „spülen“ (润茶), abgießen.
- Wasser bis zu 7/10 des Volumens nachgießen. 1–2 Minuten ziehen lassen.
- Die Spitzensorte verträgt 3 Aufgüsse; jeder weitere +10 Sekunden.
- Optimale Verkostungstemperatur liegt bei ~60 °C: Bei dieser Temperatur ist die Frische maximal.
10. Lagerung:
- Luftdicht verpackt, vor Licht, Feuchtigkeit und Fremdgerüchen geschützt.
- Optimal – im Kühlschrank bei 0–5 °C.
- Nach dem Öffnen – innerhalb von 1 Monat verbrauchen.
- Ziehzeit über 3 Minuten vermeiden – verlängerte Extraktion verstärkt die Herbe.
11. Preis und Fälschungen:
- Preiskategorie: Oberes Segment der Guìzhōuer Grüntees. Spitzensorte (特级, Míngqiánchá) aus der Sorte Niǎowáng – ab 600–1000 Yuán für 500 g. Erste Sorte – 300–500 Yuán. Zweite Sorte – günstiger.
- Fälschungen vermeiden:
- Nur bei Herstellern mit Kennzeichnung der geografischen Herkunftsangabe „贵定云雾贡茶“ kaufen.
- Echter Tee zeigt fest gerollte Spiralen mit reichlichem Flaum und charakteristischem Honigaroma. Fälschungen sind oft locker und ohne ausgeprägten Honigton.
- Eine kalte Tasse sollte das Aroma ≥15 Minuten bewahren – dies ist ein zuverlässiger Test.
- Ein allzu niedriger Preis ist ein Warnsignal: Echtes Niǎowáng-Material ist begrenzt.
12. Interessante Fakten:
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Einzige Gōngchá-Stele in Guìzhōu. Die „Yúnwù Gōngchá Bēi“ (1790, 228 Schriftzeichen) ist das einzige steinerne Denkmal der Provinz, das den kaiserlichen Status des Tees bestätigt. Seit 1982 ein geschütztes Objekt. Die Stele „Wàngǔ Liúfāng“ – „Wohlgeruch für zehntausend Generationen“ – dokumentiert nicht nur den Status des Tees, sondern auch die Sozialpolitik: die Befreiung der miáoischen Bauern von der unerträglichen „Teesteuer“.
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Zwei Schatullen für Cíxǐ. In den Jahren 1904–1905 sandte der Guìzhōuer Gouverneur Lín Shàonián zwei Schatullen mit Guìdìng-Tee an den Hof: „eine für den Kaiser, eine für die Alte Buddha“. Die Aufzeichnung ist in den Geheimarchiven des Qīng-Palastes (中国第一档案馆) erhalten.
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„Buddha-Tee“. 1997 schrieb der Vorsitzende der Chinesischen Buddhistischen Gesellschaft, Zhào Pǔchū, nachdem er den aus Material vom Berg Yángbǎoshān (buddhistische Stätte in Guìdìng) zubereiteten Tee probiert hatte, eigenhändig die Kalligraphie „佛茶“ – „Buddha-Tee“.
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99,85 Punkte. Im Jahr 1990 erzielte Guìdìng Xuě Yá bei der Nationalen Prämierung berühmter Tees 99,85 von 100 Punkten – das landesweit beste Ergebnis jenes Jahres. Dies bahnte den Weg zur internationalen Anerkennung.
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Der „Wolken“-Dampfeffekt. In den „Zhōngguó Wényì Jíchéng Zhìshū“ (《中国文艺集成志书》) wird ein einzigartiger visueller Effekt beschrieben: „Beim Abheben des Deckels steigt aus der Tasse weißer Dampf empor – zunächst in Schirmform, dann in Wolkenform, und zieht langsam gen Himmel. Daher wird der Tee ‚Wolkentee‘ genannt.“
13. Vergleich mit anderen grünen Tees aus Guìzhōu:
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Dōuyún Máo Jiān (都匀毛尖): Der wichtigste „namensgebende“ Tee Guìzhōus. Gerollt, flaumig. Guìdìng Xuě Yá – ein „Schneetee“ mit weicherem Profil aus anderem Kleingebiet.
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Méitán Cuì Yá (湄潭翠芽): Flach, nach Art des Lóngjǐng. Guìdìng Xuě Yá – nadelspiralig, stärker „blumig“.
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Léigōngshān Chá (雷公山茶): Ebenfalls Guìzhōu, Hochland. Guìdìng – aus dem Kreis Guìdìng, mit besonderer „Schnee“-Ästhetik und der Geschichte des alten Miáo-Stammes.
13. Vergleich mit anderen grünen Tees aus Guìzhōu:
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Dōuyún Máo Jiān (都匀毛尖): Der wichtigste „namensgebende“ Tee Guìzhōus. Gerollt, flaumig, mit scharfer Frische. Guìdìng Xuě Yá – gerade „Nadeln“, Honigsüße, delikater.
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Méitán Cuì Yá (湄潭翠芽): Flach, nussiges Aroma (ähnlich Lóng Jǐng). Guìdìng – „nadelförmig“, blumig-honig, mit tausendjähriger Gōngchá-Geschichte.
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Léigōngshān Yínqiú Chá (雷山银球茶): Kugeltee, ebenfalls aus dem Miáolǐng-Gebirge. Völlig andere Form, aber ähnliches Terroir (Nebelberge, 1200+ m).
Zum Schluss:
Guìdìng Xuě Yá ist ein Tee mit einer Stammtafel, um die ihn viele der „großen Zehn“ beneiden würden: von der ersten Erwähnung in Dokumenten des Yuán-Reiches (1325) über die Qiánlóng-Steinsäule (1790) und die Schatullen für Cíxǐ (1904) bis zur Kalligraphie „Buddha-Tee“ (1997) und dem Höchstwert bei der nationalen Verkostung (1990). Hinter dieser Geschichte steht ein einzigartiges Terroir – der Hauptgipfel des Miáolǐng, an über 200 Tagen im Jahr von Wolken umhüllt – und die einzigartige Sorte Niǎowáng, die es außerhalb Guìdìngs nicht gibt. In der Tasse: Honigsüße mit blumigem Schweif und der „wolkige“ Dampf über dem Aufguss. Ein Tee für jene, die nicht nur den Geschmack, sondern auch die Geschichte in jedem Schluck schätzen.