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Éméi Máo Fēng

Éméi máo fēng · 峨眉毛峰

Éméi Máo Fēng ist ein grüner Tee aus der Teeregion Mengshan in der Provinz Sichuan, der 1985 auf der 24. Internationalen Lebensmittelausstellung weltweite Anerkennung fand. Seine Besonderheit ist die handwerkliche Technik des „dreimaligen Röstens, dreimaligen Rollens, viermaligen Trocknens“ (三炒三揉四烘, sān chǎo sān róu…

Éméi Máo Fēng ist ein grüner Tee aus der Teeregion Mengshan in der Provinz Sichuan, der 1985 auf der 24. Internationalen Lebensmittelausstellung weltweite Anerkennung fand. Seine Besonderheit ist die handwerkliche Technik des „dreimaligen Röstens, dreimaligen Rollens, viermaligen Trocknens“ (三炒三揉四烘, sān chǎo sān róu sì hōng), die die Vorzüge gerösteter und getrockneter grüner Tees vereint. Der Name „Máo Fēng“ (毛峰, „flaumige Spitzen“) verweist auf den reichen weißen Flaum an den Knospen – ein Zeichen hoher Rohstoffqualität.

1. Klassifizierung und Herkunft:

  • Typ: Grüner Tee (绿茶, lǜchá), nicht fermentiert. Gehört zum kombinierten Typ „hōng chǎo jiéhé“ (烘炒结合, hōng chǎo jiéhé) – eine Technik, die Rösten und Trocknen in verschiedenen Verarbeitungsstufen vereint.
  • Kategorie: Berühmter Sichuan-Tee (四川名茶, Sìchuān míngchá). Produkt mit geschützter geografischer Angabe (国家地理标志保护名茶). Wiederholt in die Liste der „Berühmten Tees Chinas“ (中国名茶) aufgenommen. Bekannt als „neuer Stern des Teegebiets Mengshan“ (蒙山茶区名茶新秀).
  • Herkunft: China, Provinz Sichuan (四川省, Sìchuān shěng), bezirksfreie Stadt Ya’an (雅安市, Yǎ’ān shì), Stadtbezirk Yucheng (雨城区, Yǔchéng qū), Großgemeinde Fengming (凤鸣乡, Fèngmíng xiāng), Dorf Guihua (桂花村, Guìhuā cūn). Liegt am Fuße des berühmten Berges Mengding (蒙顶山, Méngdǐng Shān) – eine der ältesten Teeregionen der Welt.
  • Geographische Koordinaten: ungefähr 30,0° n.Br., 103,3° ö.L.

2. Geschichte und kulturelle Bedeutung:

Geschichte:

Die Region Ya’an – Mengding ist eine der Wiegen der chinesischen Teekultur. Bereits Lu Yu (陆羽, Lù Yǔ) erwähnte im „Tee-Kanon“ (茶经, Chájīng, 760er Jahre) den Berg Emei (峨眉山, Éméi Shān) als bedeutendes Teegebiet der Tang-Zeit. Während der Song-Dynastie (宋, Sòng) wurde der lokale Tee zu kaiserlichem Tribut (贡品, gòngpǐn). Der große Dichter Su Dongpo (苏东坡, Sū Dōngpō, 1037–1101) pries die dortigen Tees mit dem berühmten Vers: „Von alters her gleicht bester Tee der schönsten Frau“ (从来佳茗似佳人, cónglái jiā míng sì jiā rén).

Die moderne Geschichte des Éméi Máo Fēng beginnt 1978, als die Teegesellschaft der Region Ya’an (雅安地区茶叶公司) gemeinsam mit den Teebauern des Dorfes Guihua in der Großgemeinde Fengming mit der Entwicklung einer neuen Sorte begann. Als Rohstoff dienten Frühjahrstriebe im Standard „eine Knospe, ein sich entfaltendes Blatt“ (一芽一叶初展), und die entscheidende technologische Neuerung war die Innovation des „hōng chǎo jiéhé“ – eine Kombination von Rösten und Trocknen, die in dieser Region zuvor nicht angewandt wurde. Der neue Tee erhielt den Namen „Éméi Máo Fēng“ – in Anlehnung an den Berg Emei und die flaumigen Knospen.

1982 wurde der Tee auf einem nationalen Wettbewerb als „Berühmter Tee Chinas“ (全国名茶, quánguó míngchá) anerkannt. Der Durchbruch kam 1985: Auf der 24. Internationalen Lebensmittelausstellung in Lissabon (Portugal) errang Éméi Máo Fēng die Goldmedaille für Qualität (世界食品金质奖). Die Expertenjury hob das Fehlen von Pestizidrückständen und die Übereinstimmung mit internationalen Qualitätsstandards hervor – eine beachtliche Auszeichnung für chinesischen Tee Mitte der 1980er Jahre.

Name:

  • Éméi (峨眉, Éméi) – der Berg Emei Shan, einer der Vier heiligen buddhistischen Berge Chinas (四大佛教名山, Sì Dà Fójiào Míngshān), UNESCO-Welterbestätte. Obwohl der Tee nicht direkt am Emei Shan, sondern im benachbarten Bezirk Ya’an am Fuße des Mengding Shan produziert wird, betont der Name die Zugehörigkeit zum weitläufigen Teegebiet West-Sichuans.
  • Máo (毛, máo) – „Flaum, Härchen“ – verweist auf den reichen Besatz der Knospen mit weißen Härchen (白毫, báiháo), die mit bloßem Auge sichtbar sind.
  • Fēng (峰, fēng) – „Gipfel, Spitze“ – eine Metapher für die Form der Knospe, die an einen Berggipfel erinnert, und ein Zeichen höchster Qualität.

Kulturelle Bedeutung:

Éméi Máo Fēng nimmt in der Teekultur Sichuans einen besonderen Platz ein als Symbol des Übergangs von der traditionellen Massenproduktion von Tee (für die die Region Ya’an vor allem durch den tibetischen Pressziegeltee – Zangcha, 藏茶, zàngchá – bekannt war) hin zur Erzeugung hochwertiger grüner Tees von Weltformat. Die internationale Anerkennung 1985 war einer der ersten Fälle, in denen ein grüner Sichuan-Tee im Ausland eine so hohe Auszeichnung erhielt. Die Nähe zum Berg Mengding – jenem Ort, an dem der Legende nach Meister Wu Lizhen (吴理真, Wú Lǐzhēn) bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. die ersten „sieben Teebäume“ (七株茶, qī zhū chá) pflanzte – verleiht dem Tee einen tiefen historisch-kulturellen Kontext. Der Tee fügt sich nahtlos in die ruhmreiche Tradition der Mengding-Region ein, zu der auch die berühmten Mengding Ganlu (蒙顶甘露) und Mengding Huangya (蒙顶黄芽) gehören.

3. Botanische Beschreibung und Rohstoff:

  • Art: Camellia sinensis var. sinensis.
  • Sorte / Kultivar: Hauptsorte – Sichuan-Kleinblatt-Tee (四川小叶种, Sìchuān xiǎoyè zhǒng) mit hoher Frosttoleranz. Ergänzend wird eine lokale Populationssorte (本地群体种) verwendet. Auf alten Parzellen des Dorfes Guihua stehen Teesträucher von über 30 Jahren. 100 Triebe im Standard „eine Knospe – ein Blatt“ wiegen etwa 45 g – ein Indikator für Zartheit und Einheitlichkeit des Rohstoffs.
  • Ernte: Früher Frühling (早春, zǎochūn). Hauptzeitraum Ende März bis Anfang April, vor und unmittelbar nach dem Qingming-Fest (清明, Qīngmíng).
  • Pflückstandard: Für Premium-Grade (特级, tèjí) – Einzelknospen ≥90 %, Länge ≤2 cm. Für ersten Grad (一级) – eine Knospe mit einem sich entfaltenden Blatt ≥80 %. Für zweiten Grad (二级) – eine Knospe mit zwei Blättern.

4. Terroir und Anbaubesonderheiten:

  • Anbauhöhe: 600–800 m über dem Meeresspiegel. Das Dorf Guihua liegt am Westrand des Sichuan-Beckens, im Übergangsbereich zwischen Tiefland und Tibetischem Hochland.
  • Klima: Subtropisch-feucht, mit ausgeprägter Bewölkung. Jahresdurchschnittstemperatur 14–16 °C. Jährliche Niederschlagsmenge über 1000 mm. Über 200 Nebel- und Bewölkungstage pro Jahr. Der hohe Anteil an Streulicht fördert die Anreicherung von Aminosäuren und Chlorophyll in den jungen Trieben – der Aminosäuregehalt der Frühjahrsernte beträgt ≥3,0 %.
  • Böden: Braunerden (棕壤, zōng rǎng) mit tiefem, lockerem, fruchtbarem Horizont. pH 4,5–6,5 – optimale Säure. Organische Substanz >1,0 %. Das Gebiet ist frei von industrieller Verschmutzung.
  • Ökologie: Bewaldungsgrad 60 %. Bewässerung mit Quellwasser aus dem Oberlauf des Hanjiang (汉江). Die Nähe zum Berg Mengding schafft ein einzigartiges Mikroklima mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit und milden Temperaturschwankungen.

5. Herstellungstechnologie:

Éméi Máo Fēng zeichnet sich aus durch die handwerkliche Technik des „dreimaligen Röstens, dreimaligen Rollens, viermaligen Trocknens“ (三炒三揉四烘, sān chǎo sān róu sì hōng) – einzigartig unter den grünen Tees Sichuans. Das Prinzip besteht im wiederholten Wechsel von Rösten (炒, chǎo), Rollen (揉, róu) und Trocknen (烘, hōng), wodurch „das Aroma des Trocknens hervorgehoben und die Herbheit des Röstens vermieden“ (扬烘青之香、避炒青之涩) wird.

  • Ausbreiten (摊放, tānfàng): Die frisch geernteten Triebe werden ausgebreitet, um die Feuchtigkeit auszugleichen. Vorbereitender Schritt.
  • Erste Fixierung / erstes Rösten (杀青 / 一炒, shāqīng / yī chǎo): Hochtemperaturbehandlung, um die enzymatische Oxidation zu stoppen. Grundlage der Aromabildung.
  • Erstes Rollen (初揉, chū róu): Leichtes Rollen – Freisetzung von Zellsaft ohne Beschädigung der Blattstruktur.
  • Zweites Rösten (二炒, èr chǎo): Zusätzliches Erhitzen – Vertiefung aromatischer Umwandlungen, Verstärkung von Kastanien- und Nussnoten.
  • Zweites Rollen (二揉, èr róu): Ausbildung einer dichteren Blattstruktur.
  • Drittes Rösten (三炒, sān chǎo): Abschließendes Rösten – Fixierung des Aromas und endgültige Formung des Geschmacksgerüsts.
  • Drittes Rollen (三揉, sān róu): Dem Blatt wird die charakteristische Form gegeben – dicht gedrehte, feine, gleichmäßige Triebe.
  • Vierstufiges Trocknen (四烘, sì hōng): Eine Reihe von Trocknungen bei allmählich sinkender Temperatur. Reduktion der Feuchtigkeit auf ein stabiles Niveau, Fixierung von Form und Aroma.
  • Formgebung und Aufrichten des Flaums (整形提毫, zhěngxíng tí háo): Manuelle Formgebung – immaterielles Kulturerbe (非遗技艺, fēiyí jìyì). In diesem Schritt richtet der Meister die Knospen von Hand aus und „hebt“ die weißen Härchen an, wodurch der Tee sein charakteristisches „silbriges“ Aussehen erhält.
  • Endtrocknung (足干, zúgān): Endgültige Einstellung auf Handelsfeuchtigkeit (≤6,5 %).

6. Organoleptische Eigenschaften:

  • Erscheinungsbild des trockenen Blattes: Dicht gedrehte, feine Triebe (条索紧细匀卷, tiáosuǒ jǐnxì yúnjuǎn), zartgrün mit öligem Glanz (嫩绿油润, nèn lǜ yóu rùn). Silberne Knospen deutlich sichtbar (银芽秀丽, yín yá xiùlì). Reich mit weißen Härchen bedeckt – beim Premium-Grade beträgt die Flaumbedeckung ≥85 %.
  • Trockenblattaroma: Sauber, frisch (清香, qīngxiāng) mit einer deutlichen Unternote zarter Kastanie (嫩栗香, nèn lìxiāng) – eine charakteristische Note der Frühjahrsernte. Feine blumige Nuancen im Abgang.
  • Aufgussaroma: Frisch, sauber, mit beständiger Kastanienbasis. Das Aroma bleibt über mehrere Aufgüsse stabil. Beim Abkühlen – sanfte grasig-blumige Noten.
  • Geschmack: Xiān shuǎng (鲜爽, xiānshuǎng) – „frisch und belebend“ – der Schlüsseldeskriptor. Ausgeprägte Aminosäure-Frische (Umami-Komponente). Körper mittel, harmonisch (醇, chún – „voll, ausgewogen“). Anhaltende Rücksüße (回甘, huígān) mit langanhaltendem Speichelfluss (生津, shēngjīn). Bitterkeit und Herbheit minimal bei Einhaltung des Temperaturregimes.
  • Aufgussfarbe: Leicht grünlich-gelb (微黄而碧绿, wēi huáng ér bìlǜ), klar und leuchtend. Zarte Opaleszenz, charakteristisch für Tees mit hohem Aminosäuregehalt.
  • Teesediment (叶底, yèdǐ): Zartgrün, gleichmäßig (嫩绿匀整, nèn lǜ yún zhěng). Ganze Knospen deutlich sichtbar – leuchtend, glänzend (全芽明亮, quán yá míngliàng). Blatt elastisch, formstabil.

7. Chemische Zusammensetzung:

Das chemische Profil des Éméi Máo Fēng zeichnet sich durch einen erhöhten Koffeingehalt und ein günstiges Verhältnis von Aminosäuren und Polyphenolen aus, bedingt durch das Terroir am Westrand des Sichuan-Beckens.

  • Polyphenole (茶多酚, chá duōfēn): Gehalt für ersten Grad ≥28 % der Trockenmasse. Hauptcatechine: EGCG, ECG, EC, EGC. Polyphenole sind verantwortlich für die moderate Herbheit, antioxidative Wirkung und Anregung des Fettstoffwechsels.
  • Aminosäuren (氨基酸, ānjīsuān): Gehalt in der Frühjahrsernte ≥3,0 %. L-Theanin – die dominierende Aminosäure, die den frischen, umamiartigen Geschmack prägt und eine beruhigende Balance zum Koffein schafft.
  • Alkaloide: Koffeingehalt (咖啡碱) – 30 % höher als bei durchschnittlichem grünem Tee (laut Hersteller). Dies sorgt für eine ausgeprägte anregende Wirkung. Enthalten sind Theobromin und Theophyllin.
  • Wasserlösliche Extrakte (水浸出物): Für Premium-Grade ≥45 %. Hoher Wert, der die Fülle und Vollmundigkeit des Geschmacks bestätigt.
  • Vitamine: Vitamin C (hoher Gehalt, typisch für früh geerntete grüne Tees), Vitamine der B-Gruppe (B₁, B₂), Carotinoide.
  • Mineralstoffe: Fluor (Gehalt gewährleistet kariesprophylaktische Wirkung – laut Hersteller ist die Wirksamkeit der Hemmung kariogener Bakterien 1,3-mal höher als bei normalem Grünem Tee). Kalium, Zink, Mangan, Eisen, Magnesium.
  • Chlorophyll: Hoher Gehalt – Ergebnis von häufigem Nebel und Streulicht – bestimmt die satte Farbe von Blatt und Aufguss.

8. Gesundheitsfördernde Eigenschaften:

  • Ausgeprägte anregende Wirkung: Der erhöhte Koffeingehalt sorgt für rasches Wachwerden und gesteigerte Konzentration. L-Theanin mildert die Koffeinwirkung und beugt Nervosität vor.
  • Antioxidativer Schutz: Catechine, insbesondere EGCG, gehören zu den stärksten natürlichen Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und die Zellalterung verlangsamen.
  • Unterstützung des Fettabbaus: Polyphenole stimulieren den Fettstoffwechsel. Laut Hersteller erhöht sich die Fettabbaurate nach dem Essen bei regelmäßigem Konsum um 40 %. Der Tee eignet sich besonders gut nach fettreichen Mahlzeiten.
  • Stärkung der Zähne und Kariesprophylaxe: Fluor und Catechine hemmen die Aktivität kariogener Bakterien und stärken den Zahnschmelz.
  • Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems: Polyphenole tragen zur Senkung des „schlechten“ Cholesterins und zur Normalisierung des Blutdrucks bei.
  • Verbesserung der Verdauung: Regt die Magensaftsekretion an und erleichtert die Verdauung schwerer Speisen.
  • Kognitive Unterstützung: Die Synergie von Koffein und L-Theanin verbessert Reaktionsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit.

Hinweis: Tee ist kein Arzneimittel. Es wird empfohlen, den Konsum auf 3 Tassen pro Tag zu beschränken, um eine übermäßige Koffeinaufnahme zu vermeiden.

9. Zubereitung:

  • Wassertemperatur: 80–90 °C. Für Premium-Grade (特级) – 80 °C. Für ersten und zweiten Grad – bis 85–90 °C.
  • Teemenge: 3 g auf 150–180 ml (Glasbecher oder Porzellantasse); 5–7 g auf einen Gaiwan mit 100–120 ml.
  • Wasser: Weich, mit geringer Mineralisierung. Ideal – Quellwasser.
  • Gefäße: Ein Glasbecher oder eine weiße Porzellantasse (der weiße Untergrund betont die zartgrüne Farbe des Aufgusses). Gaiwan (盖碗) für den Gongfu-Stil.

Vorgang (Glasbecher):

  1. Becher mit heißem Wasser vorwärmen, Wasser abgießen.
  2. 3 g Tee in den Becher geben.
  3. Wasser (80–90 °C) bis zu 1/3 der Füllmenge zugießen. Becher leicht schwenken, um das Aroma zu „erwecken“ (摇香, yáoxiāng).
  4. Warten, bis sich die Blätter zu entfalten beginnen.
  5. Wasser auf 7/10 der Becherfüllmenge auffüllen.
  6. 3 Minuten ziehen lassen, dann trinken.
  7. Beim Austrinken bis auf 1/3 mit Wasser nachgießen. Ergibt 3–4 Aufgüsse im Glas.

Vorgang (Gaiwan, Gongfu):

  1. Gaiwan mit kochendem Wasser vorwärmen.
  2. 5–7 g Tee einfüllen.
  3. Erster Aufguss: 80–85 °C, 15–20 Sekunden.
  4. Zweiter Aufguss: 20–25 Sekunden.
  5. Weitere: Ziehzeit um je 5–10 Sekunden verlängern.
  6. Ergibt 5–7 Aufgüsse. Der zweite Grad (reiferes Blatt) – bis zu 4+ vollwertige Aufgüsse mit ausgeprägter Beständigkeit.

Wichtige Hinweise:

  • Nicht mit kochendem Wasser (>90 °C) aufgießen – der Aufguss vergilbt, es entsteht Bitterkeit, Vitamine werden zerstört.
  • Frischer Tee sollte 7 Tage an einem dunklen Ort „ruhen“, um das „Feuer“ zu nehmen (醒茶褪火气, xǐng chá tuì huǒqì).
  • Nicht auf nüchternen Magen trinken – Gerbstoffe reizen die Schleimhaut. Optimal – eine Stunde nach dem Essen.
  • Den Aufguss vom Vortag nicht konsumieren.

10. Lagerung:

  • Temperatur: Optimal – im Kühlschrank (0–5 °C), in luftdichter Verpackung. Grüne Tees sind empfindlich gegenüber Wärme und Licht.
  • Behälter: Aluminiumfolien-Vakuumbeutel, Blechdosen mit dicht schließendem Deckel. Nach dem Öffnen – luftdicht im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb eines Monats verbrauchen.
  • Feinde: Licht, Feuchtigkeit, Wärme, Fremdgerüche. Nicht neben Gewürzen, Obst oder stark riechenden Produkten lagern.
  • Dauer: Beste Qualitäten – in den ersten 6–12 Monaten nach der Produktion. Bei korrekter Kühlschranklagerung bleibt die Frische bis zu einem Jahr erhalten.

11. Preis und Fälschungen:

Preiskategorie:

  • Premium (特级): ab 800 Yuan pro Jin (500 g) und mehr. Einzelne Knospen, silbriger Flaum, Kastanienaroma von durchdringender Reinheit.
  • Erster Grad (一级): 400–600 Yuan pro Jin. Hauptsächliches Handelsprodukt, das hohe Qualität und Erschwinglichkeit verbindet. Eine Knospe mit einem Blatt.
  • Zweiter Grad (二级): Erschwingliche Alltagskategorie. Eine Knospe mit zwei Blättern, kräftigerer Geschmack, erhöhte Aufgussbeständigkeit.

So vermeiden Sie Fälschungen:

  • Erscheinungsbild: Echter Éméi Máo Fēng – feine, dicht gedrehte Triebe mit sichtbaren silbrigen Härchen an den Knospen. Fälschungen sind oft großblättrig, locker und ohne ausgeprägten Flaum.
  • Aroma: Rein, mit zarter Kastaniennote. Künstliche Aromatisierung oder ein „platter“, ausdrucksloser Geruch geben Anlass zu Verdacht.
  • Aufguss: Klar, grünlich-gelb. Trüber oder bräunlicher Aufguss weist auf altes oder minderwertiges Rohmaterial hin.
  • Geschmack: Frisch, mit Rücksüße. Grobe Bitterkeit, ein „holziger“ Beigeschmack sind typisch für Fälschungen aus minderwertigem Rohstoff.
  • Etikettierung prüfen: Ein Produkt mit geografischem Hinweis sollte entsprechende Zertifizierung aufweisen. Kaufen Sie bei autorisierten Herstellern aus dem Bezirk Yucheng (雨城区).

12. Interessante Fakten:

  • Gold in Lissabon. 1985 wurde Éméi Máo Fēng einer der ersten grünen Sichuan-Tees, die eine internationale Auszeichnung erhielten – die Goldmedaille für Qualität auf der 24. Weltausstellung für Lebensmittel in Portugal. Die Jury hob besonders die Pestizidfreiheit hervor – Mitte der 1980er Jahre eine außergewöhnliche Leistung.
  • Dreifaches Rösten – dreifaches Rollen. Die Technik des „三炒三揉四烘“ ist in der Welt des grünen Tees einzigartig. Sie vereint das Aroma gerösteter Tees (炒青) mit der Milde getrockneter Tees (烘青) und vermeidet die Herbheit der ersteren und die Fadheit der letzteren. Die manuelle Formgebung im letzten Schritt ist eingetragenes immaterielles Kulturerbe.
  • Nachbar des Mengding Shan. Das Dorf Guihua, in dem Éméi Máo Fēng produziert wird, liegt in unmittelbarer Nähe des Berges Mengding (蒙顶山) – dem legendären Ort, an dem der Legende nach Mönch Wu Lizhen vor über 2000 Jahren erstmals Tee kultivierte. Somit ist Éméi Máo Fēng der geistige Erbe einer der ältesten Teetraditionen der Welt.
  • Koffeinrekordhalter. Der Koffeingehalt von Éméi Máo Fēng liegt 30 % über dem durchschnittlichen grünen Tee. Das macht ihn zu einem der anregendsten grünen Tees – eine ausgezeichnete Wahl für die morgendliche Teezeremonie.
  • Vom tibetischen „Ziegel“ zur Weltauszeichnung. Die Region Ya’an war jahrhundertelang vor allem als Lieferant des gepressten tibetischen Tees (藏茶) bekannt – grob, dunkel, zweckmäßig. Das Erscheinen von Éméi Máo Fēng im Jahr 1978 schlug symbolisch ein neues Kapitel auf: Ya’an bewies, dass es nicht nur Massentee für die Karawanen der Tee-Pferde-Straße, sondern auch raffinierten grünen Tee von Weltklasse hervorbringen kann.

13. Vergleich mit anderen grünen Tees:

  • Mengding Ganlu (蒙顶甘露, Méngdǐng Gānlù): Der nächste „Nachbar“ – ein berühmter Tee aus derselben Mengshan-Region. Ganlu ist einer der ältesten gerollten grünen Tees Chinas, mit ausgeprägteren blumigen und „wiesenartigen“ Noten. Éméi Máo Fēng ist kastanienbetonter, mit klarerem Körper und deutlicher anregender Wirkung. Beide Tees spiegeln das Terroir West-Sichuans wider, jedoch durch unterschiedliche technologische Prismen.
  • Huangshan Maofeng (黄山毛峰, Huángshān Máo Fēng): Der „Namensvetter“ aus der Provinz Anhui – einer der „Zehn großen Tees Chinas“. Der Anhui-Maofeng ist zarter, mit leichterem Körper und ausgeprägtem blumigem Orchideenaroma. Der Sichuaner ist dichter, kastanienartiger, mit höherem Koffeingehalt. Auch die Verarbeitung unterscheidet sich: Huangshan überwiegend getrocknet (烘青), Emei kombiniert (烘炒结合).
  • Zhu Yeqing (竹叶青, Zhúyèqīng): Der moderne Flaggschifftee Sichuans, direkt am Emei Shan produziert. Von flacher Form, mit Betonung auf visueller Eleganz und Zartheit. Éméi Máo Fēng ist gerollt, „bäuerlicher“ und körperreicher, mit tieferem Aroma und größerer Aufgussbeständigkeit. Unterschiedliche Ästhetiken einer Region.
  • Emei Xueya (峨眉雪芽, Éméi Xuěyá): Ein weiterer berühmter Tee der Emei-Region – feine „Schneeknospen“ mit zarter, fast luftiger Textur. Xueya ist delikater und frischer; Maofeng ist voller und aromatischer, mit ausgeprägterem Kastanienprofil.

Abschließend:

Éméi Máo Fēng ist ein Tee, der als Brücke dient zwischen der alten Teekultur des Mengding Shan und der modernen Sichuaner Teeindustrie. Seine einzigartige Technik des „dreimaligen Röstens, dreimaligen Rollens, viermaligen Trocknens“ ist das Ergebnis kreativer Suche von Meistern Ende der 1970er Jahre, die einen Tee schaffen wollten, der das Beste aus beiden Welten der Verarbeitung grüner Blätter vereint. Das Ergebnis ist ein Tee mit reinem Kastanienaroma, frischem, belebendem Geschmack und einem erstaunlich harmonischen Körper. Das internationale Gold von 1985 ist nicht nur eine Auszeichnung für einen einzelnen Tee, sondern die Anerkennung, dass das Land, das der Welt die Legende vom ersten Teebaum schenkte, weiterhin kreiert.